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Festbankett der Siebenpfeiffer-Stiftung - Siegbert Schefke hält beeindruckende Rede - Essen erinnert an Vereinsgründung von 1832

Schefke

Siegbert Schefke, der auch mit dem Bundesverdienstkreuz und Ende 2009 mit dem „Bambi" als stiller Held ausgezeichnet wurde.

Saal

Der Sitzungssaal des Rathauses beim Festbankett der Siebenpfeiffer-Stiftung.

Nachricht vom 03.02.2010

Mit einem „Festbankett" im großen Sitzungssaal des Rathauses erinnerte die Siebenpfeiffer-Stiftung am vergangenen Sonntag an ein Essen zu Ehren des früheren Landtagsabgeordneten Friedrich Schüler, das 1832 in Zweibrücken-Bubenhausen stattgefunden hatte.

Dieses Treffen vor 178 Jahren gilt als Geburtsstunde des „Preß- und Vaterlandsvereins", der sich zum Ziel gesetzt hatte, gegen Zensur und Unterdrückung zu kämpfen und von Repressionen betroffene Journalisten und deren Angehörige zu unterstützen.

An diese Tradition erinnerte vor rund 300 Gästen Landrat Clemens Lindemann als Vorsitzender der Siebenpfeiffer-Stiftung und begrüßte als Festredner Siegbert Schefke. Schefke, der 1991 den Siebenpfeiffer-Preis für seinen mutigen Widerstand in der DDR bekommen hat, hatte mit Freunden Filmaufnahmen in den Westen geschmuggelt und u. a. durch seine Aufnahmen von den Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 in Leipzig großen Anteil an den weiteren Entwicklungen in dieser Zeit und dem Fall der Mauer gehabt.

In seiner Rede berichtete Siegbert Schefke eindrucksvoll von seinem Leben in der DDR und erläuterte, wie frühe Repressalien ihn und andere dazu brachten, gegen das Staatssystem vorzugehen.

Teilweise stockte dem Redner die Stimme, so sehr berührten den heutigen MDR-Redakteur die Erinnerungen an sein Studienverbot, der Verrat durch Freunde sowie die Überwachung durch die Staatssicherheit, die ihn als „Operativen Vorgang" mit dem Decknamen „Satan" behandelte.

Zu den Gästen des Banketts gehörten auch die Oberbürgermeister Karlheinz Schöner und Helmut Reichling sowie Alex Deutsch und zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft und den Medien.

Die musikalische Begleitung hatte Prof. Dr. Rudolf Bock mit der Combo der Uni Big Band übernommen.

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