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Nachricht vom 09.02.2011
Aus dem Baubetriebshof Winterdienst-Report
Der städtische Baubetriebshof (BBH) ist zuständig von der Müllabfuhr über den Räumdienst bis zur Pflege der Grünflächen in der Stadt. Im BBH sind rund 140 Mitarbeiter/innen beschäftigt. BBH-Leiter Thomas Quirin und dessen Stellvertreter Jens Motsch berichten aus ihrem Arbeitsalltag.
Wie viele Fahrzeuge sind im Homburger Winterdienst eingesetzt?
Wir setzen im Winter neun „Schneeschilde" im Fahrbahnbereich ein, unser Fahrzeugpark besteht aus sieben großen Fahrzeugen, darunter vier XXL-Fahrzeugen, und drei etwas kleineren, flexibleren „Multicars". Außerdem sind zehn Transporter für Fuss-Truppen und Handstreuung unterwegs.
Wird das Streusalz in diesem Jahr ausreichen?
In Homburg stehen uns zu Beginn der Wintersaison 750 bis 800 Tonnen Streusalz zur Verfügung. Dies ist die „erste Charge", die wir in unserem Lager vorhalten. Sukzessive können wir für Nachschub von der Firma L&B aus Frankreich sorgen. Darüber hinaus hat die Stadt Homburg mit St. Ingbert und Neunkirchen gemeinsam ein Notlager in Perl eingerichtet. Dort sind nochmals 2.500 bis 3.000 Tonnen Salz eingelagert. Für die vergangenen Wochen haben wir einmal rund 130 Tonnen Salz und dann noch einmal und 200 Tonnen nachbestellt.
Wie viel Salz wird in Homburg in einem normalen Winter benötigt?
Etwa 1.500 bis 2.000 Tonnen Streusalz.
Werden bestimmte Straßen bevorzugt gestreut?
Die Homburger Straßen sind in drei Kategorien eingeteilt. Bevorzugt gestreut wird in den verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen wie allen Zufahrtswegen zur Universitätsklinik (Cappelallee, Ringstraße) oder die Schlossberghöhenstraße. In den Straßen der Kategorie 1, d.h. auf allen großen Durchfahrtsstraßen wird flüssiges Salz gestreut. In den Straßen der Kategorie 2 und 3 wird Splitt und - abhängig von der Gefahrenlage - Salz gestreut. Darüber entscheiden der Einsatzleiter und der Bereichsleiter im Wechsel. Die Kategorisierung der Straßen in drei Hauptgruppen wird von der Ortspolizeibehörde vorgenommen.
Wann beginnen die Einsätze?
Nachts um 2.00 Uhr führt der Einsatzleiter eine Kontrollfahrt durch, ab 4.00 Uhr beginnt der reguläre Räum- und Streudienstbetrieb. Ab 5.00 Uhr sind die Fußtrupps in der Stadt unterwegs.
Wie viele Mitarbeiter sind im Winterdienst eingesetzt?
Etwa 45 bis 50 unserer Mitarbeiter sind bei entsprechender Witterung in der Stadt im Einsatz.
Wonach richtet sich die Einsatzstärke?
Nach den entsprechenden Witterungserfordernissen.Wir sind da sehr flexibel und richten uns nach der Wettervorhersage der Meteo Group, die sehr zuverlässig ist und Städte und Gemeinden bedient.
Sind die Gemeinden eigentlich verpflichtet zur Streuung oder Räumung der Straßen?
Die Gemeinden sind laut Urteil des Verwaltungsgerichtes Saarlouis nicht verpflichtet, geräumte Straße vorzuhalten. Nur wichtige „verkehrsneuralgische" Punkte müssen geräumt werden. Irgendwann endet auch dieser Winter.
Was sind dann Ihre Hauptaufgaben im Frühjahr?
Natürlich die Straßenreinigung nach dem Winter, der Beginn der Grünpflege mit neuen Bepflanzungen, die Aktion „Saarland Picobello"/„Saubere Stadt Homburg" sowie das laufende Tagesgeschäft: die Straßen-Instandsetzung angesichts der schlechten Zustände der Fahrbahnen, d.h. die Beseitigung der Schlaglöcher..



