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Pressemitteilung vom 10.03.2010
Die Wissensbörse der Kreisstadt Homburg veranstaltet am Samstag, 20. März 2010, um 11 Uhr einen kostenlosen Stadtrundgang, der sich mit der jüdischen Geschichte Homburgs befasst. Interessierte aller Generationen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Treffpunkt ist vor dem Stadtcafé, am Historischen Marktplatz.
Gab es in Homburg eine „Juddegass“ und eine „Juddeschul“? Warum und wie wurde eigentlich wöchentlich das „Schabbesbrot“ gebacken? Aus welchem Grund zollten jüdische Familien den katholischen Krankenschwestern große Hochachtung und Dankbarkeit? Wie kam es allmählich zu Anfeindungen gegenüber den Juden? Was geschah am 10. November 1938 mitten in der Stadt? Auf diese Fragen gibt der diplomierte Theologe Hans-Joseph Britz von der Abteilung Stadtgeschichte der Stadt Homburg fachkundige Auskunft.
Gleich nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde der Homburger Fußballverein gleichgeschaltet, die Homburger Zeitung folgte kurze Zeit darauf. Zwar verließen bis zur Rückgliederung des Saarlandes im Januar 1935 die meisten Homburger jüdischer Religion ihre Heimat, nachdem sie Hab und Gut verkauft hatten. Dennoch blieben einige alteingesessene Familien in der Stadt. Die lauernde Gefahr von Verfolgung, Deportation, Konzentrationslager, bis hin zum gewaltsamen Tod in der Gaskammer war ihnen wohl nicht richtig bewusst. Anhand von Zeitzeugengesprächen und Quellen aus dem Stadtarchiv liefert Britz Einblicke in ein umfassendes und vielfach unbekanntes Stück Homburger Geschichte. Zum Abschluss wird in der ehemaligen israelitischen Schule Schabbesbrot und Kaffee gereicht.
Die Anzahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt. Deshalb ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich (beim Amt für Frauen, Jugend, Senioren und Soziales, Marion Pempe-Münch, Tel.: 06841/101-115).



















