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Pressemitteilung vom 01.09.2010
Ministerin Kramp-Karrenbauer überreicht Preis
Annegret Kramp-Karrenbauer, die Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, hat am Donnerstag im Atrium des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft in Saarbrücken den Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ verliehen. Ausgezeichnet wurden die Kreisstadt Homburg mit dem 1. Preis (dotiert mit 3.000 Euro), die Gemeinde Illingen mit dem 2. Preis (2.000 Euro) und der Landkreis St. Wendel mit dem 3. Preis (1.000 Euro).
„Im Zuge des demografischen Wandels wächst der Anteil der älteren Menschen“, sagt Ministerin Kramp-Karrenbauer, „die Lebensphase Alter differenziert sich immer mehr aus. Vorstellungen von Bedürftigkeit und Fürsorge haben sich verändert hin zu mehr Selbstbestimmung und Selbstorganisation. Auch das Verhältnis der Bevölkerungsgruppen zueinander wird sich ebenso wandeln wie die Ansprüche an die Wohn- und Lebenssituation – und zwar dort, wo die älteren Menschen leben, nämlich in den Kommunen.“
Kramp-Karrenbauer weiter: „Hier, wo der demografische Wandel für jeden wahrnehmbar stattfindet, gilt es, die Lebensqualität für alle Generationen zu sichern und zu verbessern.“
Vor diesem Hintergrund hat das Land mit dem Landesseniorenbeirat den Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ ausgeschrieben. „Wir würdigen damit das vorbildliche und innovative Engagement von Kommunen, das Wohn- und Lebensumfeld vor Ort im Interesse älterer Menschen zukunftsfähig zu gestalten und deren gesellschaftliche Teilhabe umfassend zu verbessern“, sagte die Ministerin.
Von der Jury – bestehend aus einer Vertreterin des Städte- und Gemeindetages, einem Vertreter des Landkreistages, Vertretern des Ministeriums für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und dem Vorsitzenden des Landesseniorenbeirates – wurden nun Homburg, Illingen und der Kreis St. Wendel als Sieger bestimmt. Besonders betont wurde dabei, dass die Kreisstadt Homburg schon früh (seit 1990 Seniorenbeauftragte, seit 1997 Seniorenbeirat) mit dem Ausbau ihrer Seniorenarbeit begonnen hat. Dabei wurden sowohl die Chancen als auch die Einschränkungen des Alters berücksichtigt und wurde dafür gesorgt, dass Seniorinnen und Senioren sich auf Wunsch aktiv in die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse einbringen können und individuelle Betätigungsfelder finden.
Das seniorenpolitische Konzept hat die Jury überzeugt aufgrund seiner breit gefächerten Angebotsstruktur in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Freizeit, Reisen und Sicherheit, die ergänzt wird durch innovative, beispielhafte Seniorenprojekte, die über die Regelangebote der Altenhilfe hinaus gehen. Erwähnt seien zum Beispiel die generationenübergreifende Begegnungsstätte „Krea(k)tiv – Treffpunkt für Alt und Jung“ mit vielfältigen überregional nachgefragten Angeboten, ebenso wie die seit 18 Jahren bestehende Akademie für Ältere, das Lebenscafé – ein Treffpunkt für Trauernde mit Hospiz- und Trauerbegleitung oder auch der Besuchsdienst für nicht mobile Senior/Innen.
Hervorzuheben ist die kontinuierlich unter Beweis gestellte Kreativität in der städtischen Seniorenpolitik und die daraus resultierende erfolgreich verwirklichte Arbeit mit vorbildlicher Einbindung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und vor allem die gelungene Verzahnung der haupt- u. ehrenamtlichen Kräfte.
Oberbürgermeister Karlheinz Schöner und der zuständige Beigeordnete Rüdiger Schneidewind, der den Preis mit der Seniorenbeauftragten Christel Steitz entgegen nehmen konnte, freuen sich sehr über diese Auszeichnung und die Anerkennung der geleisteten Arbeit. „Wir danken allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften und Helferinnen und Helfern, die sich in unserer zukunftsorientierten Seniorenarbeit engagieren. Unser Dank gilt aber auch dem Stadtrat, der diese Arbeit durch seine Beschlüsse ermöglich hat. Wir werden das Preisgeld in der Seniorenarbeit sinnvoll einsetzen und sehen in der Auszeichnung eine weitere Motivation, uns auch weiterhin intensiv der Seniorenarbeit und den Auswirkungen des demografischen Wandels zu widmen.“



















