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DemokratiekonferenzAmtsleiterin Ingrid Braun, Jugendpflegerin Sandra Schatzmann, Prof. Dr. Roland Eckert, Bürgermeister Klaus Roth, Michael Groß vom Adolf-Bender-Zentrum, Tobias Camperl von der Protestantischen Jugendzentrale in Homburg und Selina Feit vom Adolf-Bender-Zenrum (v. l. n. r. ) unterhielten sich zu Beginn der Veranstaltung.

 

Die Kreisstadt Homburg und das Adolf-Bender-Zentrum hatten kürzlich zur 4. Demokratiekonferenz der „Partnerschaft für Demokratie“ ins Siebenpfeifferhaus eingeladen.

Gastredner war Prof. Dr. Roland Eckert. Er sprach zu dem Thema „Gibt es eine Logik der Radikalisierung? Demokratie und Rechtsstaat vor neuen Herausforderungen“. Dr. Eckert ist emeritierter Professor für Bildungs- und Jugendsoziologie an der Universität Trier und hat sich über Jahrzehnte mit politisch motivierter Gewalt befasst. Er war Mitglied mehrerer Kommissionen der Bundesregierung. Dieses Zusammenspiel wissenschaftlicher Forschung und praktischer Arbeit, die Prof. Eckert mit der Polizei und auch Jugendgruppen umgesetzt hat, bereicherte auch seinen Vortrag. So ging der Referent nach einigen Vorbemerkungen auf die Wirkungen von Loyalität in Gemeinschaften, radikale Milieus und politisch motivierte Gewalt ebenso ein wie auf alte und neue Konfliktlagen sowie den Einsatz von Gewalt als Kommunikationsstrategie. Er erläuterte zusätzlich Präventionsmöglichkeiten, die er durchaus für möglich hält.

Zunächst hatte Bürgermeister Klaus Roth die zahlreichen Gäste der Demokratiekonferenz begrüßt und sich bei allen Mitmachern in der Partnerschaft für Demokratie, darunter besonders Michael Groß vom Adolf-Bender-Zentrum und dem Team von Amtsleiterin Ingrid Braun aus dem Rathaus bedankt. Klaus Roth erinnerte daran, dass sich die Demokratie über Jahrhunderte entwickelt habe und auch heute Mühe mache, wie die aktuellen Regierungsverhandlungen einmal mehr zeigten. Der Bürgermeister freute sich besonders über das Engagement junger Menschen. Auch Michael Groß hob diesen Einsatz aus den letzten drei Jahren lobend hervor und startete in den Abend mit einem kurzen Film über die Arbeit der Partnerschaft in Homburg, für den er sich bei Florian Klein bedankte.

In seinem Vortrag, der anschließend diskutiert wurde, ging Prof. Eckert auch mit Beispielen aus der deutschen Geschichte darauf ein, dass die Ergebnisse seiner Untersuchungen nicht immer bequem waren. Er legte dar, warum Debatten zu den Themen Flucht, Einwanderung oder Religion häufig radikal geführt werden und wie eine solche Radikalisierung an Dynamik gewinnt.
Die Partnerschaft für Demokratie der Kreisstadt Homburg wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

 

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