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Am Samstag, 2. Dezember, um 20 Uhr spielt die Kultband „Extrabreit“ im Homburger Musikpark.

Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Sie ließen auf Partys den Flieger abheben, beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokains: Ende der 70er Jahre eroberten fünf Jungs aus Hagen die Charts: „Extrabreit“, die Erfinder des deutschen Pop-Punks. Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als NDW-Spaßkapelle verschrien, vom Bayrischen Rundfunk verboten und von der Punk-Avantgarde als Abzocker angefeindet. Schon in den 80ern war „Extrabreit“ eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Band und im Jahr 1982 mit zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste.

Nach sinkenden Verkäufen und bandinternen Querelen experimentierte man mit eher artfremdem, englischsprachigen Alternative-Pop herum, bevor man sich 1990 wieder auf alte Stärken besann und mit einem Best-Of-Album und einem Remix von "Flieger, grüß mir die Sonne" wieder in die Top 20 der Charts vorstieß. Es folgten ausverkaufte Tourneen und einige Alben. Die Abschiedstournee 1998 entpuppte sich als Zwischenstation: Seit 2002 ist die Band wieder aktiv, spielte seitdem viel live auf großen Bühnen und in Clubs und veröffentlichte weiter Alben. Auch 2017 spielt die Band etliche Konzerte, bei denen man sich davon überzeugen kann, dass „Extrabreit“ auch live nach wie vor zum Besten zählen, was deutsche Rockmusik zu bieten hat. Einlass um Musikpark ist um 18.30 Uhr.

Karten gibt es beim Kulturamt der Stadt, im Internet unter www.ticket-regional.de/homburg sowie bei allen bekannten ticket regional-Vorverkaufsstellen.

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