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Stadt informierte über aktuelle Flüchtlingszahlen und über deren Auswirkungen.

 

Nachdem im bisher abgelaufenen Jahr rund 300 Flüchtlinge in Homburg untergebracht wurden, ist nun bis zum Jahresende nochmals mit weiteren 320 Personen zu rechnen.

Die aktuellen Zahlen hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen ließ die Homburger Verwaltungsspitze aufhorchen.

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind machte in einer Pressekonferenz vergangene Woche deutlich, dass es an der Zeit ist, die Reißleine zu ziehen. Darunter verstehe er nicht, keine Menschen mehr aufzunehmen, sondern aufzurüsten. Konkret geht es nun darum, eine geeignete größere Unterkunft zu finden. Dabei betonte der OB nochmals, dass Sporthallen für ihn grundsätzlich keine Option seien denn „bei der Integration sind wir auf die Vereine angewiesen." Von daher mache es keinen Sinn, ihnen den Platz für die Ausübung ihrer Aktivitäten zu nehmen.

Die Absicht der Stadtverwaltung ist nun, ein winterfestes Zelt aufzuschlagen. Dieses wird aller Voraussicht nach auf dem ehemaligen Freibadgelände geschehen. Dort können mit geringem Aufwand Toiletten und Duschmöglichkeiten eingerichtet werden. Der OB plädierte zunächst zwar für den Standort neben dem alten Stadtbad, doch dieser lässt sich nur mit hohem Aufwand wieder an die Versorgung, vor allem mit Fernwärme, anschließen.

Die Beigeordnete Christine Becker nannte Details, wie die Unterbringung aussehen wird: Das Zelt hat eine Größe von 50 x 20 Meter und bietet Platz für maximal 500 Personen. Dazu werden getrennte Toiletten und Duschen eingerichtet. Hier müssen wohl zusätzlich zu den vorhandenen Einrichtungen noch mobile Lösungen bereitgestellt werden.

Der OB erläuterte, dass die weitere Aufnahme sukzessive erfolgen wird, also nach und nach kleinere Gruppen die Unterkunft belegen werden. Von Anfang an wird auch ein Sicherheitsdienst eingesetzt.

Da auch für das kommende Jahr hohe Flüchtlingszahlen prognostiziert werden - im Gespräch sind mindestens 100 Zugänge pro Monat in Homburg - wird eine Abteilung für Demographie und Integration im Rathaus installiert. Diese wird beim Amt für Jugend, Senioren und Soziales angesiedelt. Wie bereits jetzt schon ist hierfür Amtsleiterin Ingrid Braun verantwortlich. Christoph Neumann wechselt als Abteilungsleiter vom Bereich Kultur und Tourismus in die neu zu schaffende Einheit. Der OB betonte, dass mit dieser Verstärkung ursprüngliche Aufgaben im Amt von Ingrid Braun wieder mehr und besser wahrgenommen werden können, wie beispielsweise in der Seniorenarbeit.

Bürgermeister Klaus Roth steht mit seinem Baudezernat ebenfalls bereit, um bei der Suche nach Wohnraum und deren Herrichtung zu unterstützen. Der Bürgermeister informierte, dass es ab dem 20. Oktober ein Internetportal geben wird, auf dem sich Wohnungseigentümer, Flüchtlinge und freiwillige Helfer informieren können.

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