DialogtourErbach 0076

Im Rahmen seiner Dialogtour stand Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (links) im Haus der Begegnung Erbacher Bürgerinnen und Bürger für Fragen zur Verfügung.

Im Rahmen seiner Dialogtour durch die Stadtteile war OB Rüdiger Schneidewind auch in Erbach zu Gast. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren ins Haus der Begegnung gekommen. Im Vordergrund standen Verkehr, Müllablagerungen, aber auch der Zustand des ehemaligen Resi-Kinos. Als größter Stadtteil sei Erbach das „industrielle und gewerbliche Herz der Stadt“, erklärte der OB. Darüber hinaus habe Erbach die meisten sozialen Unterschiede zu bewältigen und zähle die meisten Menschen mit Migrationshintergrund.
In Erbach gebe es auch schöne Ecken, so OB Schneidewind: „Die Stadtteilkonferenz bewegt viel.“ Ein Thema sei die Situation am Eduard-Vollmar-Platz, wo ein Investor einen Einkaufsmarkt sowie eine Einrichtung „Betreutes Wohnen“ bauen wolle. „Es gibt jedoch ein Problem mit Altlasten, deren Entsorgung eine fast siebenstellige Summe kostet“, berichtete der OB. Mit im Boot sei auch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz.
Durch den Kauf von Wohnungen im Gebäudekomplex Berliner Straße 94-96 wolle die Stadt „sozialen Sprengstoff“ auflösen. „Megathema“ für die Erbacher Bürger ist der Schwerlastverkehr. So forderte Bernhard Ecker, die Dürerstraße für Lkw über 7,5 Tonnen zu sperren. Auch die Berliner Straße sei durch die vielen Lkw stark belastet, betonte Gerd Heinzmann. Wegen des „unzumutbaren“ Verkehrs an der Bexbacher Straße erinnerte Jürgen Schanzenbach an eine seit Jahren geforderte Lärmschutzwand.
Über parkende Lkw in der Spandauer Straße beklagte sich Klaus Manderscheid. Manuela Böhnlein und Hans-Jürgen Bernd sprachen die Verschmutzung in der Dürerstraße an. „Hier muss die Stadt mehr tun.“ Für Ortsvertrauensmann Bernd ist die Vermüllung vor allem im vorderen Bereich der Dürerstraße an der Bushaltestelle ein Dorn im Auge. Bernd appelliert an die Anwohner, ihrer Verpflichtung nach Reinigung nachzukommen.
Manfred Abel fragte nach dem Sachstand beim alten Resi-Kino. Die Stadt habe rechtlich keine Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, so Schneidewind. Mittlerweile komme er sich von einem Teil der islamischen Gemeinde regelrecht veräppelt vor. Auch Hardy Scherer, Vorsitzender der Stadtteilkonferenz, fühlt sich „von den Machenschaften des Vereins auf den Arm genommen“. Seiner Bitte, zumindest die Fassade etwas herzurichten, sei man nicht nachgekommen.