podium homburg 2019 by bubel 0278Die Gesamtsieger des Homburger Bergrennens, Thomas Conrad (2. Platz), Alexander Hin (1. Platz) und Christian Triebstein (3. Platz; v. l. n. r.), konnten zufrieden sein.

 

Der Favorit Alexander Hin holte sich den Gesamtsieg beim 46. Homburger ADAC-Bergrennen. Der 50-Jährige aus Elzach fuhr mit seiner 500 PS starken Osella PA 30 Zytek bei seinem sechsten Homburger Bergrennen auf der 2,6 Kilometer langen, kurvenreichen Bergstraße erstmals als Sieger durchs Ziel.
Mit 1:05,716 Minuten verfehlte er den bestehenden Streckenrekord des Luxemburgers David Hauser, der vor drei Jahren in 1:05,404 Minuten das Ziel sah, nur knapp. In allen drei Wertungsläufen erzielte Hin jeweils die Bestzeit aller 150 Starter.

Schon mit seiner Trainingsbestzeit von 1:07,818 Minuten meldete der Schwarzwälder seine Ansprüche auf diesen Wertungslauf der deutschen und luxemburgischen Bergmeisterschaft an. Als „Spielverderber“ brachte sich am Sonntagmorgen ein Regenschauer in das Geschehen ein. Die Bedingungen auf der so schon sehr anspruchsvollen Bergstraße hinauf nach Käshofen verschlechterten sich.

Die gefahrenen Zeiten und Erfahrungen aus den Trainingsläufen waren Makulatur, die Fahrer im Schnitt sogar zwischen 15 und 20 Sekunden länger unterwegs. Wie im Vorjahr sicherte sich Thomas Conrad (Dettenhausen) im CRS MTK Renault Rang zwei vor Christian Triebstein (Dörnberg) in einem Dallara F 302 Formel 3.

Die Tourenwagen stellten erneut die Masse des Teilnehmerfeldes. Der Luxemburger Bergmeister Canio Marchione fuhr im ersten Lauf absolute Bestzeit und rangierte auf Rang vier der Gesamtwertung. Der Italo-Luxemburger im BMW 320 STW wurde Tourenwagen-Gesamtsieger. Vier der schnelleren Rennsportwagen konnte er zwar nicht halten, aber Rang acht in der Tageswertung vor Publikumsliebling Holger Hovemann (Bödigheim) im Opel Kadett GT/R V8 belegen.

In der E1-Klasse bis 2000 ccm des KW Berg-Cups gewann der mehrfache Klassensieger der Saison, Björn Wiebe (Monzingen), im Renault Clio.

Der Homburger Automobilclub konnte mit der 46. Auflage des traditionsreichen Rennens auf der Käshofer Straße zufrieden sein. Zwei Klassensiege erreichten die 18 aktiven Clubmitglieder. In der Gruppe F bis 1400 ccm Hubraum durfte Ulrich Zeitz auf einem Citroen C2 GT jubeln, in der 2-Liter-Klasse war Lokalmatador Kai Neu (Ford Focus) nicht zu schlagen und springt in der Tabelle der deutschen Bergmeisterschaft auf Rang fünf nach vorne.

Auch der Regenschauer am Morgen des Renntages hielt die Motorsportfans nicht von einem Besuch an der Strecke am Karlsberg ab, sodass an beiden Tagen annähernd 3.500 Zuschauer geschätzt wurden.

20190714 164342Bürgermeister Michael Forster verschaffte sich einen Überblick über das Renngeschehen und besuchte auch das Fahrerlager.