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200108 1 Homburger Kanone0016Manfred Schneider aus Schwarzenbach wurde für sein Engagement mit der „Homburger Kanone“ ausgezeichnet. Die Zunftmeister Rüdiger Schneidewind und Gaby Schmitt übergaben den Preis. Foto: Rosemarie Kappler

 

Zum 16. Mal hat die „Homburger Kanone“ ein Ziel anvisiert und exakt getroffen. Die von der Homburger Narrenzunft (HNZ) verliehene Auszeichnung ist für Bürger der Stadt geschaffen worden, die sich in vielfältiger und außerordentlicher Weise sozial und gesellschaftlich engagieren.

Eben das hat Manfred Schneider ohne Zweifel über Jahrzehnte im Amt des Ortsvertrauensmannes von Schwarzenbach, als Schiedsmann, als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und als in zahlreichen Vereinen engagiertes Mitglied getan. Die beiden Zunftmeister der HNZ, Rüdiger Schneidewind und Gaby Schmitt, übergaben kürzlich im Saalbau die Skulptur an den Preisträger.
Nach den Begrüßungen und Darbietungen der HNZ-Tänzerinnen wies Schneidewind darauf hin, dass man mit der Preisverleihung wie in der Vergangenheit einen Volltreffer gelandet habe. „Ich bin sicher, dass der Preis einen würdigen Stellenwert in unserer Stadt hat“, so Schneidewind. Ausschlaggebend für die Wahl sei in diesem Fall das Vierteljahrhundert als engagierter Ortsvertrauensmann und ständiger Ansprechpartner für die Bürger und die Vermittlerrolle zur Verwaltung. Seit mehr als 20 Jahren stehe Schneider zudem als Schiedsmann zur Verfügung, was ein sehr schwieriges Thema sei.

Schneider war bis 1994 Kreistagsmitglied, konzentrierte sich dann in der politischen Arbeit auf Schwarzenbach. Daneben ist er tätig im Obst- und Gartenbauverein, im Sportverein, im Presbyterium, bei der Arbeiterwohlfahrt, er war Schöffe am Landgericht, hat das Dorffest Schwarzenbach auf den Weg gebracht und ist Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft.

Für all sein ehrenamtliches Engagement hatte Schneider 2017 den Bundesverdienstorden bekommen. „Diese Auszeichnung können und wollen wir natürlich nicht toppen“, merkte Schnei-
dewind an und stellte heraus, dass Manfred Schneider immer vor Ort sei, „mit sehr viel Engagement und Ernsthaftigkeit. Er hat sich damit Achtung und Respekt vieler Bürger verdient.“

Zu den Gästen der Preisverleihung gehörte als Vertreterin der Stadt auch die Beigeordnete Christine Becker, die die Leistungen von Manfred Schneider ebenfalls anerkannte.

Der Preisträger selbst gab sich humorvoll und begrüßte es, dass die „Homburger Kanone“ nicht mit scharfer Munition geladen sei. Ernster wurde er in der Rückschau auf sein Amt als Ortsvertrauensmann. Die Schließung der Grundschule und ein Hausbrand beschäftigen ihn noch heute - ganz zu schweigen von den Erlebnissen, die er als Schiedsmann hatte. Sein überragendes ehrenamtliches Tun hat Schneider den Spitznamen „Tausendfüßler“ eingebracht. Als solcher ist er überall vor Ort. Und überall hat er in den letzten Jahren eine Erfahrung gemacht, die ihn kolossal wurmt: „Ich habe den Eindruck, dass auf hohem Niveau nur noch negativ diskutiert wird. Ich finde, wir müssen uns da alle mal zusammenreißen.“

Den Anwesenden gab er mit auf den Weg: „Seid nicht neidvoll. Denn Neid und Eifersucht sind die größten Gegner unserer Gesellschaft.“

 

 

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