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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Bereinigungssitzung zur Aufstellung des Bundeshaushaltes 2021 beschlossen, dass die "Neuerschließung des Gesamtensembles Schlossberg" in Homburg mit insgesamt 5,75 Millionen Euro bis zum Jahr 2026 gefördert wird.

Die Mittel stammen aus dem Paket "Zuschüsse für investive Kulturmaßnahmen bei Einrichtungen im Inland" im Haushalt der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM). Dabei werden zwei Homburger Projekte gefördert: zum einen erhalten die Schlossberghöhlen inklusive eines neu zu errichtenden Besucherzentrums 2,75 Millionen Euro, zum anderen wird die denkmalgerechte Ertüchtigung und Sanierung der vaubanschen Festungsanlage mit 3 Millionen Euro gefördert.

Die hohe Bundesförderung ist Grundlage dafür, dass in den Jahren 2021 bis 2026 die beiden denkmalgeschützten herausragenden Sehenswürdigkeiten für die Zukunft gesichert und saniert werden können.

Die ehemalige vaubansche Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert soll denkmalgerecht saniert und ertüchtigt werden. Dazu zählen die Mauerwerkssanierung und -konservierung, aber auch Maßnahmen zu Teilrekonstruktionen sowie zur Herstellung des Zugangs zu bisher nicht begehbaren Anlagenteilen.

Die größten Bundsandsteinhöhlen Europas sollen ein neues Besucherzentrum erhalten, wodurch gleichzeitig eine Gefahrenstelle ("Großer Bruch") innerhalb des Höhlensystems beseitigt wird. Das Besucherzentrum soll dabei künftig eine moderne und barrierearme Zugangssituation ermöglichen und über die beiden Kulturstätten entsprechend museal informieren.

Dazu der CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Uhl, Mitglied des Haushaltsausschusses: "Der Schlossberg als der Homburger "Hausberg" ist mit seinen beiden Sehenswürdigkeiten Festung und Höhlen ein wesentlicher Bestandteil der Homburger Geschichte und Identität. Ich freue mich daher sehr, dass sich mein Engagement der letzten Wochen und Monate gelohnt hat. Neben der Völklinger Hütte erhält nun auch der Homburger Schlossberg als einzig weiteres Vorhaben aus dem Saarland eine hohe Bundesförderung zur Sanierung und Sicherung der herausragenden kulturellen Bedeutung. Mit der fast 50%-igen Förderung durch den Bund ist es nun möglich, die dringend notwendige Verbesserung der Zugangssituation zu den Schlossberghöhlen anzugehen.

Zudem können die Ruinen der ehemaligen Festung auf dem Schlossberg gesichert und neue Bereiche erschlossen werden. Damit erreichen wir eine wesentliche Aufwertung dieser beiden wichtigen Sehenswürdigkeiten und sichern zugleich unser kulturelles Erbe. Auch touristisch dürfte die Stadt Homburg damit deutlich attraktiver werden."

Auch Homburgs Bürgermeister Michael Forster freut sich über die hohe Bundesförderung: "Nachdem wir letzte Woche bereits bei dem wichtigen Projekt am Vorplatz der Hohenburgschule eine Förderzusage des Bundes erhielten, freut es mich nun ganz besonders, dass wir auch mit unseren eingereichten Planungen im Projekt zur Neuerschließung des Gesamtensembles Schlossberg überzeugen konnten. Der Schlossberg als Homburger Hausberg hat es verdient, eine deutliche Aufwertung zu erhalten. Das erreichen wir mit diesem schlüssigen Gesamtkonzept, welches wir nun in den nächsten Jahren strukturiert umsetzen werden. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Projekt gemeinsam mit den Arbeiten um das Gelände an der Hohenburgschule insgesamt eine für Homburg bedeutende Veränderung im Erscheinungsbild mitbringt, was wir letztlich auch touristisch vermarkten und nutzen werden. Ich bin mir sicher, dass wir es mit dem Gesamtprojekt schaffen, den Schlossberg attraktiver und auf neue Weise erlebbar zu machen. Ich danke Markus Uhl für sein großes Engagement für unsere Stadt."