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PressefreiheitSeit 1994 wird jedes Jahr am 3. Mai der internationale Tag der Pressefreiheit begangen, der die Verletzungen der Pressefreiheit und die grundlegende Bedeutung freier Berichtserstattung für die Existenz von Demokratien in den Mittelpunkt rückt.

Ausschlaggebend für das Datum war die Deklaration von Windhoek am 3. Mai 1991 mit ihrer Kernaussage: Freie, pluralistische und unabhängige Medien sind ein äußerst wichtiges Merkmal demokratischer Gesellschaften.

Ist es vermessen zu denken, dass es ohne zwei Vorkämpfer mit Bezug zu Homburg diesen Gedenktag nicht geben würde? Die Rede ist natürlich von Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Dr. Johann Georg August Wirth, beides Mitinitiatoren des Hambacher Festes 1832.

Siebenpfeiffer, am 12.11.1789 in Lahr geboren, studierte ab 1809 als Stipendiat Jura und kam dabei mit liberalen Auffassungen in Kontakt, die ihn nachhaltig prägten. 1818 wurde ihm als „Landcommissär“ das Landkommissariat Homburg zugeteilt, eines von zwölf Verwaltungsbezirken im bayerischen Rheinkreis, wo er bis zu seiner Verhaftung einige Wochen nach dem Hambacher Fest tätig war und in dieser Zeit eine Reihe teils sozial- und regimekritischer Schriften verfasste. Er starb am 18.05.1845 in der Schweiz.

Wirth, geboren am 20.11.1798 in Hof (Saale); gestorben am 26.07.1848 in Frankfurt/Main, war ein deutscher Jurist, Schriftsteller und Politiker. Auf Betreiben Siebenpfeiffers hin zog er von München in die Westpfalz, um hier seine „Deutsche Tribüne“, die seiner Zeit wichtigste freiheitliche Oppositionszeitung, unter dem Schutz der Rheinischen Institutionen - unbehelligt von der Bayerischen Regierung und ihrer Zensur - zu produzieren. Die Erstausgabe der „Tribüne“ erschien am 1. Januar 1832 in Homburg.

Das bekannteste Denkmal für diese beiden bedeutenden Persönlichkeiten ist der 1992 von Bonifatius Stirnberg gestaltete Homburger Freiheitsbrunnen am Rondell. Weitere physische Spuren sind das damalige Wohnhaus von Wirth in der Eisenbahnstraße 13 sowie die beiden nach ihnen benannten Straßen unweit des Stadions. Und nicht zu vergessen das Siebenpfeifferhaus in der Kirchenstraße, das zur Protestantischen Kirchengemeinde Homburg gehört, der Siebenpfeiffer damals sehr verbunden war.

Daneben gibt es auch ideelle Spuren: Am 5. Dezember 1988 wurde auf Initiative des Saarpfalz-Kreises die Siebenpfeiffer-Stiftung in Homburg gegründet, die alle zwei bis drei Jahre mit dem Siebenpfeiffer-Preis Journalisten auszeichnet, die sich heute für freiheitliche, demokratische Errungenschaften und Ideen enga-gieren. Die damalige Zeit lebendig nacherleben kann man bei einer Kostümführung mit Wirths Ehefrau Regina (dargestellt von Monika Link). Sofern Corona es zulässt, finden Sie die Termine auf der Homepage der Siebenpfeiffer-Stiftung unter www.siebenpfeiffer-stiftung.de, Stichwort Aktuelles.

Das Team der Tourist-Info ist weiter telefonisch unter 06841-101820 und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für Sie da.

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