Wörschweiler
Bei der Scheckübergabe waren mit dabei:
Hintere Reihe: Michael Emser (Geschäftsführer Stiftung Klosterruine Wörschweiler), Roland Ecker (Bauamt der Stadt Homburg), Dr. Dieter Dorda (Grünflächenabteilung der Stadt Homburg)
Mittlere Reihe: Ralf Meisel, Helmut Guth (beide Ortsrat Wörschweiler), Esra Limbacher (Landtagsabgeordneter), Rainer Schaller (Ingenieur)
Vordere Reihe: Bürgermeister Michael Forster (gleichzeitig Vorsitzender der Stiftung Klosterruine Wörschweiler), Umweltminister Reinhold Jost, Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger

111.271,99 Euro – dies ist die Summe, die auf dem Scheck stand, den der saarländische Umweltminister Reinhold Jost am Mittwoch im Gepäck hatte. Übergeben hat er diesen vor dem ehemaligen Bürgermeisteramt in Wörschweiler an Bürgermeister Michael Forster, der Vorsitzender der Stiftung Klosterruine Wörschweiler ist, für den Abriss eines Gebäudes in der Limbacher Straße und die Neugestaltung der daraus entstehenden Fläche, die genau am so genannten Klostersteig, einem Pfad hinauf zur Ruine führt, liegt. Schon lang war dieses Thema in diversen Gremien immer wieder behandelt worden, allein die finanziellen Mittel fehlten. „Seit Jahren ist klar, dass dieses Anwesen weg muss und ein Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Besucherinnen und Besucher geschaffen werden muss, um die Klosterruine weiter aufzuwerten. In einem Sanierungshaushalt bekommen wir das nicht hin, weshalb ich sehr froh bin, dass wir diesen äußerst großzügigen Betrag vom Umweltministerium als Zuschuss erhalten. Dies ist gelebte Kommunalpolitik vor Ort, die Pläne für das Vorhaben sind vorhanden und dies ist ein guter Anfang für die endgültige Umsetzung dieser Maßnahme“, dankte Forster allen Beteiligten. Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger war es, der mit dem Anliegen immer wieder vorstellig wurde und beim Ministerium schließlich offene Türen einrannte. „Wir brauchen die Kümmerer vor Ort, die solche Sachen angehen und gestalten wollen. Es geht hier nicht nur um das Erscheinungsbild, sondern auch um das gesamte touristische Ensemble und ich bin froh, dass wir den ländlichen Raum mit solchen Zuschüssen stärken können“, so Umweltminister Jost, der auch erwähnte, dass Projekte oftmals an den Eigenanteilen scheitern würden, die meist noch so hoch seien, dass sie nicht zu stemmen seien: „Es fehlt nicht an den Ideen oder Plänen, sondern an den Mitteln, die teilweise nicht darstellbar sind.“

In den kommenden Jahren seien die Zuschüsse für den ländlichen Raum nochmal aufgestockt worden, erklärte der Minister, der in diesem Rahmen auch dazu aufforderte, weitere Anträge einzureichen: „Homburg hat unglaublich viel Potenzial und Homburg hat Geschichte. Es werden einige Programme starten, die zu der Stadt passen!“

Zu der Summe des Umweltministeriums kommen weitere 22.254,40 Euro vom Innenministerium hinzu, sodass der Eigenanteil für dieses Projekt bei ca. 15.000 Euro liegt. Die Pläne sind ebenfalls schon fertig, denn durch einen Kooperationsvertrag und mit der Hilfe von Ingenieur Rainer Schaller hat Roland Ecker vom Bauamt der Stadtverwaltung ein Areal gestaltet, das den Bürgern wie auch den Besuchern als Anlaufstelle zur Verfügung stehen soll. Nach dem Abriss sollen mehrere Fahrzeug- und Fahrradstellplätze im vorderen Bereich zur Straße hin entstehen, ein „Rastplatz“ mit Sitzgelegenheiten und Infotafeln bilden den Mittelpunkt der Anlage, während eine Blühwiese sowie eine Rutschanlage für die jüngsten Gäste für weiteren Erholungseffekt sorgen sollen. Angeschlossen wird der Platz an den Klostersteig, den direkten Pfad hinauf zur Klosterruine.

Auch Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger freute sich über den Besuch des Ministers: „Ich bin glücklich, dass nach langem, harten Kampf dieses Ergebnis erzielt werden konnte. Dies ist wie ein Sechser im Lotto für uns und ich hoffe, dass wir das Projekt schnell ausschreiben und umsetzen können.“

Die Voruntersuchungen zum geplanten Abbruch des Gebäudes sind bereits durchgeführt, sodass die Arbeiten im nächsten Schritt öffentlich ausgeschrieben werden. Danach kann mit der eigentlichen Maßnahme, zunächst dem Abbruch und dann der Neugestaltung, begonnen werden.