Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind hat am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Bruno Stolz, Regio-Manager für den Breitbandausbau der Deutschen Telekom im Saarland, eine Erklärung unterzeichnet, die vorsieht, dass die Telekom bis zum Jahresende rund 17.000 Haushalte in Homburg mit einer deutlich schnelleren Internetverbindung ausstattet.


Dazu wird die Telekom in einigen Wochen damit beginnen, neue Glasfaser zu verlegen, Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und diese mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden 17.000 Haushalte in Homburg Vectoring-fähig. Vectoring kann die Leistung des bisherigen VDSL-Anschlusses beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) verdoppeln. Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo auf bis zu 40 MBit/s. Das neue Netz wird nach Aussagen von Bruno Stolz so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.
„Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur nahezu unsere gesamte Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf. Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen gestellt werden. Ich begrüße es daher sehr, dass mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung der Startschuss für den Breitbandausbau durch die Telekom in Homburg erfolgt“, erklärte OB Schneidewind.
Der OB lobte vor allem den Einsatz von Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer, die im Vorfeld die notwendigen Arbeiten geleistet hat, damit sich die verschiedenen Wettbewerber am Markt um das Thema gekümmert haben.
„Die Planungen sind kurz vor dem Abschluss, bald wird gegraben“, sagte Bruno Stolz. „In Homburg werden rund 39 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und 74 neue Netzverteiler aufgebaut werden. Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten.“
Der technische Umbau erfolgt in drei Etappen. Zunächst wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG) das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer. Danach werden die grauen Kästen am Straßenrand mit modernster Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Abschließend werden die Kupferleitungen, die vom MFG zu den Kunden führen, mit der Vectoring-Technik schneller. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten.
Interessenten für einen neuen Anschluss können sich im Telekom Shop Homburg in der Eisenbahnstraße 21 bzw. auf der Internetseite www.telekom.de/schneller informieren.