news

Termine

Titel: Internationaler Frauentag
Beginn der Veranstaltung:
Freitag, 8. März 2019  17:30  
Ende der Veranstaltung: 
Freitag, 8. März 2019   
Ort:  Römermuseum Schwarzenacker

Frauentag RoemermuseumZum Hintergrund: Nach der französischen Revolution wich das vormals propagierte Bild der „gelehrten Frau“ dem „natürlichen Geschlechtscharakter“, wonach Frauen keinen Subjektstatus mehr innehatten. Nein, mündige, autonome Menschen seien Frauen nicht. Das schwache Geschlecht bedürfe der Vormundschaft. Aufgrund von Tugend, Sittsamkeit und Fleiß – "natürlichen Geschlechtseigenschaften" also – seien Frauen prädestiniert, die Rolle als Ehefrau und Mutter einzunehmen. So die gängige Meinung damals. Haus und Heim wurden zur weiblichen Wirkungsstätte, die Öffentlichkeit war Männersache. 1848 wurde die politische Unmündigkeit der Frauen per Verbot besiegelt.

Regionale Vereine und Reformbewegungen thematisierten zwar den gesellschaftlichen und politischen Status der Frauen. Allein – die Bemühungen scheiterten an der fehlenden Vernetzung. Einen ersten fundierten Ansatz zur Behebung dieses Missstandes stellte u.a. die Gründung des allgemeinen deutschen Frauenvereins dar. So geschehen 1865 im Rahmen der Frauenkonferenz zu Leipzig.
Mit der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins“ im Jahr 1890 folgte ein weiterer Meilenstein zur Bündelung der „Frauenvereinslandschaft“ in Deutschland. Schwerpunkt dieser Neugründung war die Zulassung von Frauen an Universitäten.

Nach weiteren achtzehn Jahren wurde die „politische Sonderstellung der Frau“ aufgehoben. Der Weg, aktives politische Parteimitglied zu werden, war freigemacht. Und dennoch: das aktive und passive Wahlrecht blieb Frauen verwehrt.

Eben diesem Missstand trugen Clara Zetkin und Käte Duncker Rechnung, als auf ihre Initiative hin der erstmals am 19.03.1911 begangene „Frauentag“ ins Leben gerufen wurde. Nach zähem, siebenjährigem Ringen stellten sich Erfolge ein. 1908 wurde den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zugesprochen. Im darauffolgenden Jahr 1919 betrug der Anteil der weiblichen Wählerschaft 90 %. In der verfassungsgebenden Weimarer Versammlung nahmen die Frauen 10 % der Abgeordnetensitze ein.

In der Folge wurden auf politischer und gesellschaftlicher Ebene viele gesellschaftliche Defizite gelindert/ bereinigt. Allein - politische und gesetzliche Grundlagen zur Gleichberechtigung beider Geschlechter harren bis zum heutigen Tage ihrer finalen Umsetzung.

 

Vor diesem Hintergrund werden wir an diesem Tag in Kooperation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Römermuseums die Rechte und die gesellschaftliche Position der römischen Frauen thematisieren“, teilt Anke Michalsky, Frauenbeauftragte der Stadt Homburg, mit.

Im Rahmen einer Afterwork-Führung „Rechte, Rollen, Römerinnen„ durch die Abteilung „FEMINAE – Römische Frauen bieten wir interessierten Anhängerinnen des Weltfrauentages die Möglichkeit, den Blick in eine Zeit zurückzuwenden, in der es für die Ziele des Weltfrauentages kein sprachliches Äquivalent gab. Im Anschluss an die Führung laden wir zum gemeinsamen Austausch bei culinariae romanae - kleinen römischen Gaumenfreuden ein.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden fair gehandelte Rosen - in römischer Zeit ein teures Luxusgut - überreicht.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel.: 0 68 48/73 07 77, per Fax unter (0 68 48) 73 07 74 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kosten: 8,00 €

 

 
 

 

Cookies: Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine bestmögliche Funktionalität der Webseite bieten zu können. [Mehr Informationen]

Sie haben eine Frage oder kommen nicht weiter? Senden Sie uns Ihre Bieterfrage!

Mit dem Senden erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Frage (je nach relevanz) bei den Bieterfragen im jeweiligen Bietverfahren veröffentlicht wird. Ihr Name wird nicht genannt.