bild1

Rathaus (Navigation)

Aktuelle Information

Gelber Sack, Gelbe Tonne & Co. – was hat der EVS mit dem Verpackungsabfall zu tun?

Vielerorts ist der Unmut groß über Verschmutzungen, die durch umherfliegende kaputte Gelbe Säcke entstehen. Manch einer meint, die Gelbe Tonne wäre die bessere Alternative und fordert daher vom Entsorgungsverband Saar als Dienstleister der saarländischen Kommunen, die Gelbe Tonne anstatt dem Sack einzuführen.

Zeit für den EVS einiges richtigzustellen und über seine Zuständigkeiten und Einflussmöglichkeiten aufzuklären:

Es ist gesetzlich so geregelt, dass die Einsammlung von Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Papier von den Systembetreibern des Dualen Systems organisiert werden muss. Diese Zuständigkeit wurde 1992 parallel zur sonstigen Hausabfallentsorgung eingeführt. Der Verbraucher zahlt seitdem die Entsorgung von Verpackungen mit dem jeweiligen Kaufpreis im Handel.

Zum 1.1.2019 tritt nun das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Dieses Gesetz räumt den öffentlichen-rechtlichen Entsorgungsträgern wie dem EVS neue Mitsprachemöglichkeiten bei den Modalitäten der Entsorgung von Verpackungsabfällen ein.

Verhandlungspartner für die künftige Ausgestaltung der Verpackungsentsorgung im Rahmen des neuen Gesetzes sind auf der einen Seite die neun im Saarland gemeldeten Systembetreiber - privatwirtschaftliche Unternehmen, die im Auftrag des Handels die Erfassung und Verwertung von Verpackungen aus Privathaushalten organisieren – und auf der anderen Seite der EVS stellvertretend für die saarländischen Kommunen*.

Dabei geht es jedoch um weit mehr, als einfach um die Frage: Gelber Sack oder Gelbe Tonne. Es handelt sich vielmehr um ein komplexes Verhandlungspaket z.B. über technische und finanzielle Detailfragen auch zur Papier- und Glaseinsammlung, zu den Abfuhrrhythmen etc.

Der EVS, der für die Kommunen verhandelt, kann also nicht frei entscheiden, er muss in Verhandlungen das bestmögliche Ergebnis erreichen. Der Versuch einer Vorfestlegung auf den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne wäre vor diesem Hintergrund also in keiner Weise zielführend, ja sogar eher kontraproduktiv. Was würde es beispielsweise nutzen, eine Gelbe Tonne zu haben, die dann aber nur alle sechs Wochen geleert würde - damit wäre sicher niemandem geholfen.

Für die Systembetreiber wird die Frage der Wirtschaftlichkeit die Verhandlungspositionen maßgebend beeinflussen. Der EVS wird seinerseits alles daransetzen, bei den verschiedenen Verhandlungsaspekten für die Saarländerinnen und Saarländer das bestmögliche und insbesondere ein nachvollziehbares Ergebnis zu erzielen.

*Nur die Kommunen, die nach §3 EVS Gesetz die Abfallabfuhr selber organisieren - Eppelborn, Lebach, Völklingen, Merzig, Mettlach, Saarbrücken, St. Ingbert, St. Wendel und Wadgassen - verhandeln eigenständig mit den Systembetreibern.

Gelbe Säcke sind Bestandteil des DSD (Duales System Deutschland).

Verkaufsverpackungen werden im Gelben Sack gesammelt und nach einem festen Tourenplan alle zwei Wochen abgeholt. Das Duale System Deutschland hat die Firma Paulus GmbH mit der Entsorgung der Gelben Säcke im Saarland beauftragt. Das private Abfuhrunternehmen ist für die flächendeckende Verteilung der Gelben Säcke verantwortlich und gewährleistet, dass diese in allen Kommunen des Saarlandes - auch in Homburg - kostenlos an die Verbraucher abgegeben werden.

Was gehört z. B. in den Gelben Sack?
- Kunststoff-Verpackungen (Tragetaschen, Joghurtbecher, Flaschen von Spül- und Körperpflegemitteln, Obst- und Gemüseschalten aus Schaumstoffen)
- Verpackungen aus Metall (z. B. Konservendosen, Aluschalen, Alufolien, Verschlüsse)
- Verpackungen aus Verbundstoffen (z. B. Milch- und Saftkartons)

Was gehört z. B. nicht in den Gelben Sack?
- Deckenplatten aus Styropor
- Dämm- und Baumaterialien
- Schüsseln und Töpfe
- Altmetalle
- Gebrauchsgegenstände aus Plastik
- Abdeckfolien und -planen
- Spielzeug, Papier und Glas

Die Verpackungen müssen nicht ausgespült werden; es genügt, wenn sie grob gereinigt und leer sind. Bitte versuchen Sie, Ihre Gelben Säcke erst am Abfuhrtag bis 6 Uhr am Straßenrand zur Abholung bereitzustellen. Sollte dies nicht möglich sein, darf der Gelbe Sack frühestens am Abend vorher bereitgestellt werden.

Sollten Fragen zur Abfuhr der Gelben Säcke bestehen, z.B. wenn sie nicht abgeholt oder liegengelassen wurden, erreichen Sie die Mitarbeiter der Firma Paulus in Friedrichsthal unter Telefon (0 68 97) 856 00-30 oder 0800 – 856 0001

Unter dem Punkt "Aktuelle Abfuhrtermine" finden Sie die Abholtermine für den Gelben Sack in Ihrer Straße.

Gelbe Säcke erhalten Sie bei vielen Ausgabestellen in Ihrem Stadtteil. In der Innenstadt können Sie Ihren Bedarf an Gelben Säcken auch im Foyer des Homburger Rathauses an der Info decken.

Übersicht der Ausgabestellen für Gelbe Säcke in Homburg:

- Städtischer Baubetriebshof, Am Hochrech 1
- Rathaus der Stadt, Information im Foyer, Am Forum 5
- Rondell Apotheke, Eisenbahnstraße 32
- Schreib- und Papierwaren Rauch, Lindenstraße 4
- Friseur Dirk Ehlert, Saar-Pfalz-Straße 47
- Henny´s Geschenklädchen und Floristik, Saar-Pfalz-Straße 67
- Metzgerei Burgard, Ortsstraße 3
- Hubertusklause Websweiler, Glockenstraße 15
- Hornungs Schreibwaren, Blieskasteler Straße 110
- Birkensiedlung und Sonnenfeld, Herr Günter Müller, Buchenweg 42
- Bierbrezel, Kaiserlauterer Straße 77
- Blumen Sorg, Am Schelmenkopf 20
- Friseur Hair Couture, Heidebruchstraße 1
- Ludwig Hölcker Groß- und Einzelhandel, Grünewaldstraße 10
- Salon Eisel, Steinbachstraße 77

Darüber hinaus geben der Ortsvorsteher von Homburg-Kirrberg, Manuel Diehl, der Ortsvorsteher von Einöd, Dr. Karl Schuberth, sowie der Ortsvertrauensmann von Homburg-Schwarzenbach, Manfred Schneider, während ihrer Sprechstunden auf Wunsch Gelbe Säcke aus.

Cookies: Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine bestmögliche Funktionalität der Webseite bieten zu können. [Mehr Informationen]

Sie haben eine Frage oder kommen nicht weiter? Senden Sie uns Ihre Bieterfrage!

Mit dem Senden erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Frage (je nach relevanz) bei den Bieterfragen im jeweiligen Bietverfahren veröffentlicht wird. Ihr Name wird nicht genannt.