Ob aus dem eigenen Garten, dem Markt, oder auch aus dem Naturkostladen: Mit frischen Kräutern, Beeren und Obst können wir ganz einfach unsere Gesundheit und unser Immunsystem unterstützen.

So kann man sich ein leckeres "Gesundheitsmittelchen" selbst herstellen oder diese „Immunstärker“ einfach in den Speiseplan einbauen.

Gut für das Immunsystem sind zum Beispiel:

- Petersilie: Hoher Vitamin C-Gehalt (Vitamin C ist hitzeempfindlich, daher möglichst nicht mitkochen).

- Spitzwegerich: Ausgezeichnet gegen Husten, schützt die Schleimhäute, antibiotisch, entzündungshemmend.

- Brennessel: Immunstärkend, vorbeugend gegen Allergie und Heuschnupfen, gegen Gelenkbeschwerden, gut für Leber und Galle, vitalisierend und blutbildend, Kieselsäure, Vitamin C, Provitamin A, Eisen.

- Löwenzahn: Gut für Gelenke, regt Bauchspeicheldrüse und Galle an, stärkend, Kalium, Mineralsalze.

- Salbei: Wirkt keim- und entzündungshemmend, ätherische Öle, Bitterstoffe, Zink.

- Holunderblüten: Immunanregend.

- Meerrettich: Vitamin C, Senfölglycoside (Scharfstoffe), die antimikrobiell, antioxidativ und immunstärkend wirken, gut für Atemorgane und ableitende Harnwege.

Meerrettich und andere Kreuzblütler (Kresse, Rucola, Kohlsorten, z. B. Grünkohl, Schwarzkohl) besitzen Senfölglycoside, Scharfstoffe, die antimikrobiell, antioxidativ und immunstärkend wirken. Aus Meerrettich lässt sich ein scharf - aber wohlschmeckendes immunstärkendes Mittel herstellen:

Meerrettichhonig

Ein Stück Meerrettichwurzel fein reiben und mit etwa der doppelten Menge Honig in ein Glas lagenweise schichten. Einen Tag durchziehen lassen und dann durch ein Sieb abpressen. Im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich im Kühlschrank mindestens 1 - 2 Wochen.


Auch Kurkuma und Ingwer (am besten in Bio-Qualität) unterstützen Gesundheit und Immunsystem:

Gesundheitspaste für das Immunsystem

1 - 2 Bio-Zitronen, 10 g Kurkuma-Wurzel, 40 g Ingwer, 130 g Honig.

Kurkuma und Ingwer schälen (bei Bioqualität nicht unbedingt notwendig), grob kleinschneiden. Die Zitrone (unbedingt auf Bioqualität achten) mit Schale und Kernen in Stücke schneiden. Alles zusammen mit dem Honig in einen Mixer geben und mixen. Die fertige Paste in Schraubgläschen füllen. Kann sich im Kühlschrank einige Wochen halten.
Immer mit einem sauberen Löffel entnehmen, dann hält sie sich länger.
Tipp: Einen Teelöffel pur essen oder in Smoothies, Joghurt oder Salate geben.

Erdbeeren mit Holunderblüten (Erdbeeren mal anders)

1 Schälchen Erdbeeren putzen, kleinschneiden, zuckern (oder mit Honig süßen) und mit abgezupften Holunderblüten bestreuen. Sehr lecker!

Birnen-Beeren-Smoothie mit Brennessel

4 Esslöffel frische oder gefrorene Beeren (z. B. rote Johannisbeeren oder Beerenmischung) in den Mixer geben. 1 Birne entkernen und schälen (bei Bio reicht gut waschen und entkernen).

Brennessel mit Handschuhen ernten. Gewaschene Brennesselblätter auf die Beeren geben. Mit Wasser auffüllen. 1 Tl Honig oder Sanddornhonig dazugeben und mixen.
Die Brennhaare gehen beim Mixen kaputt. Wem das zu unsicher ist, kann die Brennesselblätter vorher beim Waschen in einer Schüssel mit einem Esslöffel gegen den Schüsselrand drücken.

Tipp: Schmeckt anstatt mit Wasser auch ausgezeichnet mit Kokoswasser oder Hafermilch.
Und wem Brennessel zu "wild" ist, der nimmt stattdessen Petersilie.

Petersilienpesto

100 g Walnüsse hacken oder mit dem Mörser zerstoßen, 1 Bund Petersilie hacken und dazugeben, Salz, 100 g geriebenen Parmesan, 1/8 l Olivenöl zufügen und mischen.

Anstelle der Petersilie kann man auch andere Kräuter verwenden, z. B. Spitzwegerich, Bärlauch, Oregano, Salbei, Schnittlauch usw.
In kleinen Schraubgläschen hält sich das Pesto mehrere Wochen im Kühlschrank. Muss immer von Öl bedeckt sein!

Lecker zu Nudeln, Gnocchi, Kartoffeln, auf‘s Brot, in die Salatsoße etc.

Spitzwegerichsuppe

Gut für Knorpel und Knochen, gewebsfestigend (Kieselsäure), pilz-, bakterien- und virenhemmendes Aucubin (Glycosid).

1 Zwiebel würfeln und in Butter in einem Topf andünsten. Eine Handvoll junge Spitwegerichblätter und 4 Blätter Maggikraut (alternativ Petersilie) waschen, fein hacken, mit 1 gewürfelten Knoblauchzehe in den Topf geben und kurz mitdünsten. 1 - 2 gewürfelte Kartoffeln zugeben. Mit 400 ml Gemüsebrühe und 200 ml Sahne ablöschen. Auf niedriger Temperatur köcheln bis der Wegerich weich ist. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Bei Bedarf mit etwas Mehl binden.
Wer eine vegane oder lactosefreie Variante bevorzugt, ersetzt die Sahne dementsprechend durch Kokosmilch oder ähnliches.

Radlmeter

 sr logo
STADTRADELN ist eine Kampagne des Klima-Bündnis
Hinweis auf die Verwendung von Cookies

Diese Webseite enthält Cookies um die Nutzbarkeit zu verbessern. Wenn Sie die Webseite weiter nutzen möchten, akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Weitere Informationen erhalten sie in unseren Datenschutzhinweisen