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  Siebenpfeiffer                                             Wirth

Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer                             Dr. Georg August Wirth

 

Die Homburger dürfen mit Stolz darauf hinweisen, dass Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Dr. Georg August Wirth, die Initiatoren und führenden Persönlichkeiten des Hambacher Festes, einmal Bürger ihrer Stadt waren.

Von Homburg aus verwirklichten sie die entscheidenden Abschnitte ihrer journalistischen Tätigkeit für einen demokratischen Rechtsstaat. Ihr Ruf nach Freiheit und nationaler Einheit wurde gehört und weckte die Sehnsucht nach einer freiheitlichen, demokratischen Ordnung, eine Sehnsucht, die sich später als erhofft erfüllen sollte. Der Zeitraum von 1830 bis 1832 gehört dank Siebenpfeiffer und Wirth zu den denkwürdigsten Kapiteln der Homburger Stadtgeschichte.

Die beiden Saarpfälzer haben der Region ein wichtiges Erbe hinterlassen, das insbesondere der Saarpfalz-Kreis vielfältig pflegt.
hierzu mehr auf den Internetseiten des Saarpfalz-Kreises.

 

 

Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger der Kreis- und Universitätsstadt Homburg

 

Die Kreis- und Universitätsstadt Homburg hat als Dank auch mehreren Persönlichkeiten den Ehrenbürger-Titel verliehen* :

 

1. Otto von Bismarck (geboren am 1. April 1815 in Schönhausen (Elbe); gestorben am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh)
deutscher Reichskanzler
Verleihung am 1. April 1895

Otto von Bismarck Copyright
(c) des Fotos: Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh


Bismarck wurde anlässlich seines 80. Geburtstages für die Verdienste um Deutschland ausgezeichnet.

 

2. Wilhelm Spöhrer (geboren 1837 in Speyer; gestorben am 7. April 1917 in München)
Bezirksamtmann und Regierungsrat
Verleihung am 6. Oktober 1901


Spöhrer wurde anlässlich seines 70. Geburtstages für seine besonderen Verdienste um die Stadt Homburg zum Ehrenbürger ernannt.

 


3. Christian Weber (geboren am 4. Februar 1840; gestorben am 21. November 1939 in Homburg)
Gründer der Karlsberg Brauerei
Verleihung am 4. Februar 1935


Christian Weber Gründer

Auf die noble Tradition der Braustätte von Schloss Karlsberg beruft sich der Homburger Kaufmann Christian Weber (1840-1939), als er 1878 die „Bayerische Bierbrauerei zu Karlsberg" gründet. Weber erwirbt die Brauanlagen, Brunnen und Immobilien aus einer Versteigerung. Das weiche Homburger Quellwasser eignet sich hervorragend zum Bierbrauen. In der Stadt gibt es zu jener Zeit nur einige Gasthausbrauereien, und Christian Weber nutzt die Chance, innerhalb weniger Jahre eine für ihre Qualität bekannte florierende Brauerei aufzubauen. Die Ehrenbürgerschaft wurde dem Unternehmer anlässlich seines 95. Geburtstages am 4. Februar 1935 verliehen. Anerkannt wurden damit seine Verdienste um die Entwicklung der Stadt.

© Text und Foto = Karlsberg Brauerei

 

 

4. Jakob Kaiser (geboren am 8. Februar 1888 in Hammelburg; gestorben am 7. Mai 1961 in Berlin)
Bundesminister a. D.
Verleihung am 4. Juni 1958

Kaiser Jakob

 

 

 

 

 

Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 (06) Nr. 0031294 / Foto: Gert Schütz.


Im Rahmen der 400-Jahr-Feier der Stadt Homburg wurde der ehemalige Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen zum Ehrenbürger ernannt. Die Stadt dankte ihm damit für seinen aufopferungsvollen, unermüdlichen Einsatz für die Wiedervereinigung des Saarlandes mit dem deutschen Mutterland.

 


5. Adolf Niedhammer (geboren am 26. April 1878 in Blieskastel; gestorben am 17. Februar 1964 in Neustadt an der Weinstraße)
Bezirksamtmann a. D.
Verleihung am 4. Juni 1958

Niedhammer


Niedhammer war von 1920 bis 1935 Bezirksamtmann in Homburg. Die Ehrenbürgerschaft als Dank für seine langjährigen Bemühungen, außerordentlichen Verdienste und sein unermüdliches Eintreten für das Wohl der Stadt und ihrer Bevölkerung wurde ihm ebenfalls im Rahmen der 400-Jahr-Feier der Stadt verliehen.

© Foto = Stadtarchiv Homburg/Saar, Anzeiger für Stadt und Kreis Homburg-Saar, 25.04.1958

 


6. Carl Erich Alken (geboren am 12. Oktober 1909 in Hönningen; gestorben am 21. Dezember 1986 in Homburg)
Mediziner
Verleihung am 25. September 1979


Carl Erich Alken war Ordinarius für Urologie an der Universität des Saarlandes. Zu seinem 70. Geburtstag wurde er in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Universität und die Stadt Homburg geehrt.

 


7. Paul Weber (geboren am 16. Dezember 1915 in Homburg; gestorben am 23. Oktober 1994 in Bruchhof-Sanddorf)
Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei
Verleihung 1980

weber paul 1 sw

Als Mitbegründer von Verkehrsverein, Volkshochschule, Historischem Verein, Gewerbeverein und der Stiftung Römermuseum setzte er wichtige Akzente für das Gemeinschaftsleben in seiner Heimatstadt Homburg. 1993 gründet er gemeinsam mit seiner Frau Liselotte zur „Förderung der Heimatkunde im Saar-Pfälzischen Raum“ die Stiftung Karlsberger Hof. Für Paul Weber ist das 75-jährige Firmenjubiläum der Karlsberg Brauerei Anlass, sich der Stadt und ihren Bürgern erkenntlich zu zeigen: Im Mai 1953 übergibt Paul Weber unter großer Anteilnahme der Homburger Bürgerschaft der Stadt den Karlsberg Brunnen, der heute noch den Historischen Marktplatz ziert. 1977 wird ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Für seine wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Verdienste wurde er 1980 anlässlich seines 65. Geburtstages mit dem Titel des Ehrenbürgers ausgezeichnet. Dr. Paul Weber bekleidete weiterhin zahlreiche Ehrenämter der Saarwirtschaft und der deutschen Brauwirtschaft.

© Text und Foto = Karlsberg Brauerei


8. Reiner Ulmcke (geboren am 26. März 1937 in Saarlouis)
Oberbürgermeister a. D.
Verleihung am 26. März 2007

Ulmcke Ehrenbürger
Ulmcke (l.) war von 1977 bis 2002 Oberbürgermeister der Stadt Homburg. In Anerkennung seiner hohen Verdienste um die Arbeitsplätze, die Infrastruktur und die Geschichte Homburgs bekam er anlässlich seines 70. Geburtstages die Ehrenbürgerschaft von Oberbürgermeister Joachim Rippel verliehen. Von der Homburger Partnerstadt Ilmenau wurde der Oberbürgermeister a.D. im Jahr 2021 für seine Verdienste um die Städtepartnerschaft mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.

 


9. Schwester Genovefa, bürgerlich Gertrud Müller (geboren 1935; gestorben am 23. Mai 2020 in Mallersdorf-Pfaffenberg)

sowie

10. Schwester Wolislava, bürgerlich Johanna Ostner (geboren 1935)

beide Mallersdorfer Schwestern
Verleihung am 21. Mai 2017

Ehrenbürgerinnen 3

Für ihre besonderen Verdienste um die Stadt Homburg wurden im Jahr 2017 die Ordensschwestern Wolislava (l.) und Genovefa geehrt. Schwester Wolislava, die bereits die Bürgermedaille sowie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhielt, war nach ihrer Krankenschwesterausbildung vor allem in Sachen Beistand und Pflege unterwegs. Schwester Genovefa war nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin als Kindergartenleiterin eingesetzt. Mehr als 40 Jahre setzten sich die beiden für Kranke und für Kinder ein. Gemeinsam mit Schwester Wolislava wurde Schwester Genovefa von vielen Homburgerinnen und Homburgern als „die guten Seelen der Stadt“ bezeichnet. Im Herbst 2016 waren die Schwestern von Homburg aus in ihr Heimatkloster der Mallersdorfer Schwestern nach Bayern zurückgekehrt. Für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft waren sie im Mai 2017 für einige Tage wieder nach Homburg gekommen. gekommen.

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* Oscar Orth (geboren am 15. Juni 1876 in Ensheim; gestorben am 19. August 1958 in Ensheim)
Leiter des Landeskrankenhauses in Homburg
Verleihung am 21. Dezember 1947 / Aberkennung durch einen Beschluss des Stadtrats am 16. Dezember 2021


Professor Orth wurde bei seiner Versetzung in den Ruhestand für die großen Verdienste während seiner 25-jährigen Tätigkeit als Leiter des Landeskrankenhauses in Homburg und für seinen hervorragenden chirurgischen Einsatz für die gesamte Bevölkerung der Stadt und weit darüber hinaus geehrt. Orth wurde 2021 aufgrund eines Stadtratsbeschlusses aus der Liste der Ehrenbürger gestrichen. Dem Chirurg und Leiter des damaligen Landeskrankenhauses Homburg wurde nachgewiesen, dass er mitverantwortlich für Zwangssterilisationen und Krankenhausmorde in der NS-Zeit war.

 

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