Freilicht15

Römischer Hobel, Original und Rekonstruktion

 

 

 

 

 

Freilicht16

"Spardosen" aus Ton

 

 

 

Freilicht17    Freilicht18

Emailfibeln aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., Delphinfibel und Scheibenfibel. Fibeln hielten das ärmellose Gewand der Frauen auf der Schulter zusammen und waren zugleich Schmuck.


Zahlreiche Funde aus Schwarzenacker belegen ein blühendes handels- und Gewerbeleben im römischen Vicus. Zwei Töpfereien konnten identifiziert werden. Weber, Tuchwalker und -färber (Fullonen) übten nachweislich ihr Handwerk aus. Schreiner und Stellmacherwerkzeuge kamen ans Tageslicht (Hobel, Stechbeitel, Sägen, Löffelbohrer). Außerhalb des Freilichtmuseums, in der Randlage des Ortes, wurde eine Eisenschmiede entdeckt (Gießerkelle, Hammer, Amboß u.a.). In der Stadt lebten Fuhrleute, die die Göttin Epona verehrten. Händler, die die Klientel des Gottes Merkur bildeten, unterhielten Geschäfte (vgl. Balkenwaagen und Schnellwaage). Der Wirt Capitolinus betrieb eine Schenke und der Kelte mit dem latinisierten Namen Sextus Aiacius Launus war als Arzt (?) tätig (vgl. Fund des Rezeptstempels für Augensalbe). Der Vicus war in erster Linie Gewerbe- und Handelszentrum für einheimische und auswärtige Produkte, er war ein zentraler Siedlungspunkt, wo die Bevölkerung der Region ihre Waren umschlagen konnte. Hierzu zählten vor allem landwirtschaftliche Produkte, die für die Ernährung notwendig waren. Große Amphoren dienten als Transportbehältnisse.

Begünstigt wurden Handel und Gewerbe dadurch, dass mit der römischen Zivilisation eine funktionierende Geldwirtschaft in Gallien und die übrigen Provinzen Einzug hielt. Eine einheitliche Währung von Spanien bis zum Euphrat und von Schottland bis nach Nordafrika erlaubte einen freien Warenverkehr ohne Umtauschverluste und Risiken.

Der geringen Anzahl keltischer Münzen, die in Schwarzenacker gefunden wurden, stehen über 5000 römische Münzen gegenüber, wobei ein Depotfund von 1915 über 4000 Denare und Antoniniane umfasste. Dieser Schatz wurde im Jahr 262 nach Chr. in der Erde vergraben, damit er vor den plündernden Germanen in Sicherheit sei.

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