Bis voraussichtlich 10. Mai wird die Kanalisation im Bereich der Wanderwege am Schlossberg umfassend saniert
Homburg radelt vom 30. Mai bis 19. Juni für ein gutes Klima!
Öffentliche Sitzung des Behindertenbeirates am 27. April 2026
Kleiderkammer bis 22. April geschlossen
Annahmestelle für Grüngut am 16. April geschlossen: Betrieb geht 18. April weiter
Webenheimer Straße für mehrere Wochen gesperrt: Baumaßnahmen führen zu Einschränkungen bis Ende Mai
Firma RMG leert Gelbe Tonnen in einigen Bereichen später: Ausfälle bei Fahrern führt nach Auskunft des zuständigen Unternehmens zu Verzögerungen
Standesamt schließt am 21. April etwas früher
Die Stadtwerke Homburg führen gemeinsam mit der Stadt Homburg und der greenventory GmbH die kommunale Wärmeplanung durch. Im Mittelpunkt des Projekts steht die umfassende Analyse der bestehenden Wärmeversorgungssysteme sowie die Erkundung von Möglichkeiten zur Integration erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz. Durch diese ganzheitliche Herangehensweise wird eine solide Grundlage für die Entwicklung einer maßgeschneiderten und effizienten Wärmewendestrategie für Homburg geschaffen. Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken, der Stadt Homburg und greenventory GmbH sowie lokalen Akteuren aus, was sicherstellt, dass die entwickelten Konzepte nicht nur technisch innovativ, sondern auch auf die Bedürfnisse der Stadt abgestimmt sind.
Vorrangiges Ziel der Wärmeplanung in der Stadt Homburg ist die Schaffung einer nachhaltigen, effizienten und umweltfreundlichen Wärmeversorgung, die im Einklang mit den regionalen und nationalen Klimaschutzzielen steht. Im Mittelpunkt steht dabei die Reduzierung der CO₂-Emissionen durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und die Optimierung der Gesamtenergieeffizienz.
Das Projekt zielt darauf ab, die Energiekosten für die Stadt und ihre Bürger langfristig zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität in Homburg zu verbessern. Durch die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen soll ein nachhaltiger Transformationspfad geschaffen werden, der die Stadt bei der Umsetzung der regionalen Energiewende unterstützt.
Februar 2025: Projektstart
Beauftragung der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Homburg und der greenventory GmbH.N
5. November 2025
Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse im Bau-, Umwelt- und Vergabeausschuss vorgestellt. Anschließend wurde das Zielszenario der Wärmeversorgung 2045 und die Wärmeversorgungsgebiete sowie die Maßnahmen vorgestell.
18. November 2025
Ergebnisse wurden mit Stakeholdern der Wärmewende in einem zweiten Workshop final abgestimmt.
Die Maßnahmen stellen konkret die nächsten Schritte der kommunalen Wärmeplanung dar, bis zur nächsten Fortschreibung in voraussichtlich 5 Jahren.
2.April 2026
Nach der Vorberatung des Abschlussberichtes im Bau-, Umwelt- und Vergabeausschuss am 1. April 2026 findet eine zentrale Bürgerinfoveranstaltung um 18:00 Uhr im großen Sitzungssaal im Forum statt.
Durch eine energetische Gebäudesanierung können Sie ihren Energieverbrauch und Kosten senken und den Wohnkomfort steigern. Gleichzeitig unterstützen Sie die Kommune dabei, den CO2- Ausstoß in der Stadt zu senken und die Wärmeplanung effizient, klimafreundlicher und zukunftssicher umzusetzen.
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Deshalb dürfen bis dahin auch beim Heizen keine klimaschädlichen Gase mehr entstehen, etwa CO2. Wie das gelingt? Das erarbeiten Kommunen im Rahmen einer KWP.
Mit der KWP erarbeiten und koordinieren wir ein einheitliches Zielszenario für den zukünftigen Wärmebedarf sowie die zukünftige treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in Homburg. Dabei hilft uns der externe Dienstleister greenventory.
Durch dieses Zielszenario wissen alle Beteiligten, von der einzelnen Gebäudeeigentümerin bis zum Bürgermeister, über aktuelle und geplante Entwicklungen Bescheid und können gemeinsam darauf hinarbeiten.
Die KWP ermöglicht ein koordiniertes, transparentes Vorgehen. Am Ende können Sie als Bürgerinnen und Bürger davon profitieren…
Ein Wärmeplan ist erstmal nur ein strategisches Planungsinstrument. Er ist rechtlich nicht bindend, das heißt, es ergeben sich daraus keine einklagbaren Rechte oder Pflichten. Eine rechtliche Verbindlichkeit entsteht erst durch den konkreten Beschluss einer Maßnahme durch die Politik, also zum Beispiel, wenn der Verbandsgemeinderat den Ausbau einer Fernwärmeleitung beschließt.
Beide Gesetze verfolgen zwei gemeinsame Ziele: Die Reduktion von CO2-Emissionen im Gebäude- bzw. Wärmesektor und die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei haben sie einen unterschiedlichen Fokus. Das WPG konzentriert sich eher auf die kommunale Ebene, während das GEG in erster Linie die energetischen Anforderungen von Einzelgebäuden adressiert. Zugespitzt könnte man sagen: das WPG ist wichtiger für diejenigen, die mit Infrastruktur zu tun haben, das GEG ist eher wichtig für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer.
Das GEG gilt für alle beheizten oder klimatisierten Gebäude und legt hauptsächlich Anforderungen an die Heizungstechnik und den Wärmedämmstandard fest.
Die Bundesregierung hat ein neues Gesetz angekündigt, das Gebäudemodernisierungsgesetz. Dieses setzt hauptsächlich die bisher geltende sogenannte “65%-Regelung” außer Kraft und ermöglicht wieder den Einbau von Öl- und Gasheizungen, unter Berücksichtigung der geltenden Klimaziele.
Das Ergebnis der kommunalen Wärmewende ist ein Handlungsvorschlag, wie Wärme in der Kommune zukünftig klimaneutral bereitgestellt werden kann. Das zentrale Ergebnis eines Wärmeplans ist eine Karte, die die beplante Kommune einteilt:
Mittels dieser Karte kann Homburg weiterplanen: welche weiterführenden Detailstudien braucht es als nächstes? Wo ist die Wärmeversorgung möglicherweise schon treibhausgasneutral? Und welche Investitionen in welche zukünftige Wärmeversorgung braucht es?
Zusätzlich wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der dazu beiträgt, den Wärmeplan umzusetzen.
Nach dem Beschluss geht es zunächst darum, beschlossene Maßnahmen umzusetzen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Machbarkeitsstudien, Transformationspläne oder Untersuchungen zur Ausweitung bestehender Fernwärmenetze.
Wie bei allen Planungen bleiben Unsicherheiten, die zum Zeitpunkt der Planung noch nicht berücksichtigt werden können:
Das macht deutlich: eine Wärmeplanung ist nie ganz fertig. Der Wärmeplan muss alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Dabei werden alle Schritte in verkürzter Form wiederholt, um zu erheben, welche Veränderungen sich in der Zwischenzeit ergeben haben, und um alle Planungsgrundlagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Dadurch werden die Ergebnisse jedes Mal etwas detaillierter und fundierter.
Solarthermie nutzt die Wärmequelle Sonnenstrahlung, wandelt sie direkt in Wärme um und speist diese über Dachkollektoren in einzelne Gebäude oder über große Freilandanlagen in Wärmenetze ein.
Erdwärmekollektoren gewinnen ihre Wärme aus dem Boden, durch flach verlegte Rohrschleifen in wenigen Metern Tiefe. Eine Wärmepumpe hebt die Wärme auf Heiz- und Warmwassertemperatur an und versorgt so ohne tiefe Bohrungen Gebäude mit ausreichend Freifläche auf dem Grundstück.
Erdwärmesonden schöpfen ihre Wärme aus dem Boden in etwa 50–100 m Tiefe; ein geschlossenes Rohrsystem führt die Wärme zur Wärmepumpe, die sie auf Heiz- und Warmwassertemperatur anhebt und damit Häuser oder kleine Quartiersnetze versorgt.
Tiefengeothermie erschließt als Wärmequelle heißes Tiefenwasser oder Gestein ab etwa 400 m Tiefe (oft 1 000–5 000 m), überträgt die Wärme direkt bzw. über Wärmetauscher und speist sie in Nah- und Fernwärmenetze ein; bei sehr hohen Temperaturen kann außerdem Strom erzeugt werden.
Biomasse nutzt als Wärmequelle feste Brennstoffe wie Holz oder gasförmige Energieträger wie Biogas/Biomethan, verbrennt sie in Kesseln oder KWK-Anlagen und liefert die erzeugte Wärme dezentral an Gebäude (Kessel) oder zentral an Wärmenetze (KWK-Anlagen).
Luftwärmepumpen nutzen als Wärmequelle die Außenluft; eine Wärmepumpe entzieht ihr Energie und verdichtet sie auf Heiztemperatur, sodass die gewonnene Wärme in Einzelgebäuden oder – bei Großwärmepumpen – in Fern- und Nahwärmenetzen eingesetzt werden kann.
Gewässerwärmepumpen beziehen ihre Wärme aus Flüssen, Seen oder Grund- und Abwasser, entziehen dem Wasser per Wärmetauscher Umweltwärme, heben sie ebenfalls per Verdichter an und versorgen damit Gebäude in Gewässer- oder Grundwassernähe. In größerer Ausführung können sie ebenfalls Wärmenetze oder Prozesswärme in Gewerbe und Industrie versorgen.
Abwärme ist die Wärme aus unvermeidbarer Prozesswärme in Industrie, Rechenzentren oder Kläranlagen, welche über Wärmetauscher eingefangen und häufig per Wärmepumpe auf Netztemperatur angehoben wird. So deckt sie Grundlasten in Fern- und Nahwärmesystemen.
Grüner Wasserstoff nutzt als Wärmequelle den chemischen Energiegehalt von Wasserstoff aus erneuerbarem Strom; durch Verbrennung in Heizkesseln oder Einspeisung in Gasnetze könnte er künftig Gebäude oder Wärmenetze versorgen, ist jedoch derzeit aufgrund geringer Verfügbarkeit und hoher Kosten noch keine verbreitete Option.
Der Beschluss hat noch keine direkten Auswirkungen, da durch den Wärmeplan alleine keinerlei Verpflichtung entsteht; es handelt sich lediglich um ein strategisches Planungsdokument. Über alle Auswirkungen, die Sie direkt betreffen, wird die Stadt Sie rechtzeitig informieren und Ihnen die auf Sie zukommenden Schritte detailliert erklären.
Selbst wenn Ihre persönliche Wärmeversorgung auf absehbare Zeit gesichert ist, profitieren Sie indirekt von der kommunalen Wärmeplanung durch eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und sichere Investitionsbedingungen.
Einschränkungen durch etwaige Tiefbauarbeiten sind in der gesamten Planungsphase noch nicht zu erwarten.
Nach Machbarkeitsprüfung und Abstimmung mit dem örtlichen Energieversorger kann der Stadtrat diese Gebiete zum Netz-Neu- bzw. -Ausbau ausweisen - das heißt, dort könnte eine Versorgung mit Fernwärme kommen.
Sollte Ihr Gebäude in einem voraussichtlichen Wärmeversorgungs-Gebiet liegen, müssen weitere Machbarkeitsstudien und politische Beschlüsse mehr Klarheit bringen.
Wenn es für Sie in Frage kommt, sich an die Fernwärme anzuschließen, kann es sich unter Umständen lohnen, einen Heizungstausch noch etwas hinauszuzögern. Die Planung und der Ausbau von Wärmenetzen benötigen einige Jahre.
Sollten Sie kein Interesse an einem Fernwärmeanschluss haben, so können Sie sich unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften des GEG bzw. des neu zu beschließenden GMG immer selbst um eine individuelle Wärmeversorgung kümmern. Eine Anschlusspflicht ist bislang nicht geplant.
Sollte Ihr Gebäude außerhalb eines Eignungsgebiete liegen, ist ein zeitnaher Anschluss an ein Wärmenetz eher unwahrscheinlich.
Es gibt zahlreiche alternative Maßnahmen, die Sie zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung Ihrer CO2-Emissionen ergreifen können. Durch erneuerbare Energien betriebene Heiztechnologien können dabei helfen, den Wärme- und Strombedarf Ihres Gebäudes nachhaltiger zu decken (siehe Frage 5: Welche Möglichkeiten zur erneuerbaren Wärmeversorgung gibt es?)
Bei allen anstehenden Schritten gilt: Sie werden nicht allein gelassen. So gibt es verschiedene Förderprogramme, die Sie in Anspruch nehmen können. Diese reichen von der Bundesförderung für effiziente Gebäude bis hin zu möglichen kommunalen Programmen. Eine individuelle Energieberatung kann Ihnen weitere passende Empfehlungen aufzeigen.
Anfang der Wärmeplanung in Homburg war April 2025. Angestrebt wird der Beschluss im Stadtrat am 13. Mai 2026
In Deutschland liegen aktuell ca. 522.000 km Gasleitungen unter der Erde. Mit der Abkehr von fossilen Energieträgern und dem Klimaziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 können laut Prognosen 94 % des Verteilnetzes obsolet werden. Die Bedeutung von Erdgas als Energieträger wird in Zukunft abnehmen. Mit der sinkenden Anzahl an Endverbraucherinnen und -verbrauchern bei gleichbleibenden Fixkosten auf Seiten der Energieversorger ist ein deutlicher Anstieg der Netzentgelte zu erwarten.
Hier kann die kommunale Wärmeplanung als strategisches Planungsinstrument den notwendigen Transformationsprozess vorbereiten.
Die Entscheidung, ob und inwiefern das Gasnetz in einer Kommune bestehen bleibt, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Diese kann die kommunale Wärmeplanung zwar aufzeigen, die tatsächliche Entscheidung ob ein Weiterbetrieb des Gasnetzes, mit grünen Gasen wie Biomethan oder Wasserstoff, in bestimmten Teilen des Projektgebietes wirtschaftlich sinnvoll ist, obliegt dann allerdings den lokalen Energieversorgungsunternehmen.
Das lässt sich so pauschal im Voraus leider nicht sagen. Die Kosten für Fernwärme unterscheiden sich je nach Standort und hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise:
Belastbare Aussagen sind daher erst nach Abschluss der Wärmenetzplanung möglich.
Die Preistransparenzplattform Fernwärme bietet eine netzindividuelle Übersicht der aktuellen Fernwärmepreise.
Schon jetzt lässt sich in der Mehrheit der bestehenden Wohngebäude die Installation einer Wärmepumpe ohne weitere Maßnahmen am Gebäude oder der Heizungsverteilung gut realisieren.
Im Zusammenspiel mit einem Austausch der Heizkörper oder energetischer Sanierung kann die Effizienz einer Wärmepumpe nochmal deutlich gesteigert werden.
Weitere Informationen zu Wärmepumpen finden Sie auf dem Fakten-Papier des BMWKs und dem Technologie-Steckbrief des KWWs (Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende).
Da jedes Gebäude individuelle Bedingungen hat, empfiehlt sich eine frühzeitige, unabhängige Energieberatung vor Ort.
Die KWP gibt die strategische Grundlage für die Koordinierung der Wärmewende vor. Sie leistet keine konkrete Planung und keine bauliche Umsetzung. Bis zur vollständigen Dekarbonisierung braucht es nach der KWP also noch weitere Schritte der Planung und Umsetzung.
Als reines Planungsinstrument gibt die KWP keine Garantien für Ausbau, Anschluss, Termin oder Preis der künftigen Wärmeversorgung. Die KWP liefert auch keine Handlungsempfehlungen auf Ebene von Einzelgebäuden, sie ersetzt also keine individuelle Gebäudeenergieberatung.
Der Wärmeplan ist aber der allererste Schritt der Wärmewende: er gibt uns Orientierung und Anhaltspunkte für die weitere Detailplanung.
Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen, braucht es eine Wärmewende. Und diese wiederum benötigt ein zielgerichtetes Vorgehen: die Wärmeplanung.
Darum hat der Gesetzgeber mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) beschlossen: Jede Kommune in Deutschland muss bis zum 30.06.2028 einen Plan vorlegen, wie sie zukünftig klimaneutral heizen will - Großstädte sogar schon bis zum 30.06.2026. Für Kommunen unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern können die Länder ein vereinfachtes Verfahren vorsehen. Neben der Klimaverträglichkeit zielt die Wärmeplanung auch auf eine bezahlbare und sichere Energieversorgung ab. Die instabile geopolitische Lage macht deutlich, in welche Abhängigkeiten wir uns begeben, wenn wir weiter von Energieimporten abhängig sind. Zudem werden fossile Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl durch den Europäischen Emissionshandel voraussichtlich immer teurer. Die zukünftige Wärmeversorgung wird daher hauptsächlich über lokale und erneuerbare Energien gedeckt werden.
Im Pariser Klimaabkommen hat auch Deutschland erklärt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dies gilt auch für das Saarland und alle saarländischen Kommunen.
Weil es so viele Gebäude gibt, weil diese meist relativ ineffizient gebaut sind, und weil sie zu einem großen Teil mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Erdöl beheizt werden, ist der gesamte Gebäudesektor bzw. der Wärmemarkt einer der Hauptverursacher der deutschen Treibhausgasemissionen.
Gleichzeitig liegen hier noch enorme Einsparpotenziale: einerseits durch die Senkung des Energieverbrauchs wie Sanierung, Renovierung, Modernisierung und Verhaltensänderungen, andererseits durch erneuerbare Wärmeversorgungsarten wie Wärmepumpen, Fernwärme, Geothermie oder Solarthermie.
Im Rahmen der Wärmeplanung wird einerseits der aktuelle Gebäudezustand in Homburg erhoben, andererseits die Einsparpotenziale ermittelt, und damit der Schritt in Richtung Klimaneutralität im Gebäudesektor geebnet.
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Deshalb dürfen bis dahin auch beim Heizen keine klimaschädlichen Gase mehr entstehen, etwa CO2. Wie das gelingt? Das erarbeiten Kommunen im Rahmen einer KWP.
Mit der KWP erarbeiten und koordinieren wir ein einheitliches Zielszenario für den zukünftigen Wärmebedarf sowie die zukünftige treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in Homburg. Dabei hilft uns der externe Dienstleister greenventory.
Durch dieses Zielszenario wissen alle Beteiligten, von der einzelnen Gebäudeeigentümerin bis zum Bürgermeister, über aktuelle und geplante Entwicklungen Bescheid und können gemeinsam darauf hinarbeiten.
Die KWP ermöglicht ein koordiniertes, transparentes Vorgehen. Am Ende können Sie als Bürgerinnen und Bürger davon profitieren…
Ein Wärmeplan ist erstmal nur ein strategisches Planungsinstrument. Er ist rechtlich nicht bindend, das heißt, es ergeben sich daraus keine einklagbaren Rechte oder Pflichten. Eine rechtliche Verbindlichkeit entsteht erst durch den konkreten Beschluss einer Maßnahme durch die Politik, also zum Beispiel, wenn der Verbandsgemeinderat den Ausbau einer Fernwärmeleitung beschließt.
Beide Gesetze verfolgen zwei gemeinsame Ziele: Die Reduktion von CO2-Emissionen im Gebäude- bzw. Wärmesektor und die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei haben sie einen unterschiedlichen Fokus. Das WPG konzentriert sich eher auf die kommunale Ebene, während das GEG in erster Linie die energetischen Anforderungen von Einzelgebäuden adressiert. Zugespitzt könnte man sagen: das WPG ist wichtiger für diejenigen, die mit Infrastruktur zu tun haben, das GEG ist eher wichtig für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer.
Das GEG gilt für alle beheizten oder klimatisierten Gebäude und legt hauptsächlich Anforderungen an die Heizungstechnik und den Wärmedämmstandard fest.
Die Bundesregierung hat ein neues Gesetz angekündigt, das Gebäudemodernisierungsgesetz. Dieses setzt hauptsächlich die bisher geltende sogenannte “65%-Regelung” außer Kraft und ermöglicht wieder den Einbau von Öl- und Gasheizungen, unter Berücksichtigung der geltenden Klimaziele.
Das Ergebnis der kommunalen Wärmewende ist ein Handlungsvorschlag, wie Wärme in der Kommune zukünftig klimaneutral bereitgestellt werden kann. Das zentrale Ergebnis eines Wärmeplans ist eine Karte, die die beplante Kommune einteilt:
Mittels dieser Karte kann Homburg weiterplanen: welche weiterführenden Detailstudien braucht es als nächstes? Wo ist die Wärmeversorgung möglicherweise schon treibhausgasneutral? Und welche Investitionen in welche zukünftige Wärmeversorgung braucht es?
Zusätzlich wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der dazu beiträgt, den Wärmeplan umzusetzen.
Nach dem Beschluss geht es zunächst darum, beschlossene Maßnahmen umzusetzen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Machbarkeitsstudien, Transformationspläne oder Untersuchungen zur Ausweitung bestehender Fernwärmenetze.
Wie bei allen Planungen bleiben Unsicherheiten, die zum Zeitpunkt der Planung noch nicht berücksichtigt werden können:
Das macht deutlich: eine Wärmeplanung ist nie ganz fertig. Der Wärmeplan muss alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Dabei werden alle Schritte in verkürzter Form wiederholt, um zu erheben, welche Veränderungen sich in der Zwischenzeit ergeben haben, und um alle Planungsgrundlagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Dadurch werden die Ergebnisse jedes Mal etwas detaillierter und fundierter.
Solarthermie nutzt die Wärmequelle Sonnenstrahlung, wandelt sie direkt in Wärme um und speist diese über Dachkollektoren in einzelne Gebäude oder über große Freilandanlagen in Wärmenetze ein.
Erdwärmekollektoren gewinnen ihre Wärme aus dem Boden, durch flach verlegte Rohrschleifen in wenigen Metern Tiefe. Eine Wärmepumpe hebt die Wärme auf Heiz- und Warmwassertemperatur an und versorgt so ohne tiefe Bohrungen Gebäude mit ausreichend Freifläche auf dem Grundstück.
Erdwärmesonden schöpfen ihre Wärme aus dem Boden in etwa 50–100 m Tiefe; ein geschlossenes Rohrsystem führt die Wärme zur Wärmepumpe, die sie auf Heiz- und Warmwassertemperatur anhebt und damit Häuser oder kleine Quartiersnetze versorgt.
Tiefengeothermie erschließt als Wärmequelle heißes Tiefenwasser oder Gestein ab etwa 400 m Tiefe (oft 1 000–5 000 m), überträgt die Wärme direkt bzw. über Wärmetauscher und speist sie in Nah- und Fernwärmenetze ein; bei sehr hohen Temperaturen kann außerdem Strom erzeugt werden.
Biomasse nutzt als Wärmequelle feste Brennstoffe wie Holz oder gasförmige Energieträger wie Biogas/Biomethan, verbrennt sie in Kesseln oder KWK-Anlagen und liefert die erzeugte Wärme dezentral an Gebäude (Kessel) oder zentral an Wärmenetze (KWK-Anlagen).
Luftwärmepumpen nutzen als Wärmequelle die Außenluft; eine Wärmepumpe entzieht ihr Energie und verdichtet sie auf Heiztemperatur, sodass die gewonnene Wärme in Einzelgebäuden oder – bei Großwärmepumpen – in Fern- und Nahwärmenetzen eingesetzt werden kann.
Gewässerwärmepumpen beziehen ihre Wärme aus Flüssen, Seen oder Grund- und Abwasser, entziehen dem Wasser per Wärmetauscher Umweltwärme, heben sie ebenfalls per Verdichter an und versorgen damit Gebäude in Gewässer- oder Grundwassernähe. In größerer Ausführung können sie ebenfalls Wärmenetze oder Prozesswärme in Gewerbe und Industrie versorgen.
Abwärme ist die Wärme aus unvermeidbarer Prozesswärme in Industrie, Rechenzentren oder Kläranlagen, welche über Wärmetauscher eingefangen und häufig per Wärmepumpe auf Netztemperatur angehoben wird. So deckt sie Grundlasten in Fern- und Nahwärmesystemen.
Grüner Wasserstoff nutzt als Wärmequelle den chemischen Energiegehalt von Wasserstoff aus erneuerbarem Strom; durch Verbrennung in Heizkesseln oder Einspeisung in Gasnetze könnte er künftig Gebäude oder Wärmenetze versorgen, ist jedoch derzeit aufgrund geringer Verfügbarkeit und hoher Kosten noch keine verbreitete Option.
Der Beschluss hat noch keine direkten Auswirkungen, da durch den Wärmeplan alleine keinerlei Verpflichtung entsteht; es handelt sich lediglich um ein strategisches Planungsdokument. Über alle Auswirkungen, die Sie direkt betreffen, wird die Stadt Sie rechtzeitig informieren und Ihnen die auf Sie zukommenden Schritte detailliert erklären.
Selbst wenn Ihre persönliche Wärmeversorgung auf absehbare Zeit gesichert ist, profitieren Sie indirekt von der kommunalen Wärmeplanung durch eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und sichere Investitionsbedingungen.
Einschränkungen durch etwaige Tiefbauarbeiten sind in der gesamten Planungsphase noch nicht zu erwarten.
Nach Machbarkeitsprüfung und Abstimmung mit dem örtlichen Energieversorger kann der Stadtrat diese Gebiete zum Netz-Neu- bzw. -Ausbau ausweisen - das heißt, dort könnte eine Versorgung mit Fernwärme kommen.
Sollte Ihr Gebäude in einem voraussichtlichen Wärmeversorgungs-Gebiet liegen, müssen weitere Machbarkeitsstudien und politische Beschlüsse mehr Klarheit bringen.
Wenn es für Sie in Frage kommt, sich an die Fernwärme anzuschließen, kann es sich unter Umständen lohnen, einen Heizungstausch noch etwas hinauszuzögern. Die Planung und der Ausbau von Wärmenetzen benötigen einige Jahre.
Sollten Sie kein Interesse an einem Fernwärmeanschluss haben, so können Sie sich unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften des GEG bzw. des neu zu beschließenden GMG immer selbst um eine individuelle Wärmeversorgung kümmern. Eine Anschlusspflicht ist bislang nicht geplant.
Sollte Ihr Gebäude außerhalb eines Eignungsgebiete liegen, ist ein zeitnaher Anschluss an ein Wärmenetz eher unwahrscheinlich.
Es gibt zahlreiche alternative Maßnahmen, die Sie zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung Ihrer CO2-Emissionen ergreifen können. Durch erneuerbare Energien betriebene Heiztechnologien können dabei helfen, den Wärme- und Strombedarf Ihres Gebäudes nachhaltiger zu decken (siehe Frage 5: Welche Möglichkeiten zur erneuerbaren Wärmeversorgung gibt es?)
Bei allen anstehenden Schritten gilt: Sie werden nicht allein gelassen. So gibt es verschiedene Förderprogramme, die Sie in Anspruch nehmen können. Diese reichen von der Bundesförderung für effiziente Gebäude bis hin zu möglichen kommunalen Programmen. Eine individuelle Energieberatung kann Ihnen weitere passende Empfehlungen aufzeigen.
Anfang der Wärmeplanung in Homburg war April 2025. Angestrebt wird der Beschluss im Stadtrat am 13. Mai 2026
In Deutschland liegen aktuell ca. 522.000 km Gasleitungen unter der Erde. Mit der Abkehr von fossilen Energieträgern und dem Klimaziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 können laut Prognosen 94 % des Verteilnetzes obsolet werden. Die Bedeutung von Erdgas als Energieträger wird in Zukunft abnehmen. Mit der sinkenden Anzahl an Endverbraucherinnen und -verbrauchern bei gleichbleibenden Fixkosten auf Seiten der Energieversorger ist ein deutlicher Anstieg der Netzentgelte zu erwarten.
Hier kann die kommunale Wärmeplanung als strategisches Planungsinstrument den notwendigen Transformationsprozess vorbereiten.
Die Entscheidung, ob und inwiefern das Gasnetz in einer Kommune bestehen bleibt, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Diese kann die kommunale Wärmeplanung zwar aufzeigen, die tatsächliche Entscheidung ob ein Weiterbetrieb des Gasnetzes, mit grünen Gasen wie Biomethan oder Wasserstoff, in bestimmten Teilen des Projektgebietes wirtschaftlich sinnvoll ist, obliegt dann allerdings den lokalen Energieversorgungsunternehmen.
Das lässt sich so pauschal im Voraus leider nicht sagen. Die Kosten für Fernwärme unterscheiden sich je nach Standort und hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise:
Belastbare Aussagen sind daher erst nach Abschluss der Wärmenetzplanung möglich.
Die Preistransparenzplattform Fernwärme bietet eine netzindividuelle Übersicht der aktuellen Fernwärmepreise.
Schon jetzt lässt sich in der Mehrheit der bestehenden Wohngebäude die Installation einer Wärmepumpe ohne weitere Maßnahmen am Gebäude oder der Heizungsverteilung gut realisieren.
Im Zusammenspiel mit einem Austausch der Heizkörper oder energetischer Sanierung kann die Effizienz einer Wärmepumpe nochmal deutlich gesteigert werden.
Weitere Informationen zu Wärmepumpen finden Sie auf dem Fakten-Papier des BMWKs und dem Technologie-Steckbrief des KWWs (Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende).
Da jedes Gebäude individuelle Bedingungen hat, empfiehlt sich eine frühzeitige, unabhängige Energieberatung vor Ort.
Die KWP gibt die strategische Grundlage für die Koordinierung der Wärmewende vor. Sie leistet keine konkrete Planung und keine bauliche Umsetzung. Bis zur vollständigen Dekarbonisierung braucht es nach der KWP also noch weitere Schritte der Planung und Umsetzung.
Als reines Planungsinstrument gibt die KWP keine Garantien für Ausbau, Anschluss, Termin oder Preis der künftigen Wärmeversorgung. Die KWP liefert auch keine Handlungsempfehlungen auf Ebene von Einzelgebäuden, sie ersetzt also keine individuelle Gebäudeenergieberatung.
Der Wärmeplan ist aber der allererste Schritt der Wärmewende: er gibt uns Orientierung und Anhaltspunkte für die weitere Detailplanung.
Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen, braucht es eine Wärmewende. Und diese wiederum benötigt ein zielgerichtetes Vorgehen: die Wärmeplanung.
Darum hat der Gesetzgeber mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) beschlossen: Jede Kommune in Deutschland muss bis zum 30.06.2028 einen Plan vorlegen, wie sie zukünftig klimaneutral heizen will - Großstädte sogar schon bis zum 30.06.2026. Für Kommunen unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern können die Länder ein vereinfachtes Verfahren vorsehen. Neben der Klimaverträglichkeit zielt die Wärmeplanung auch auf eine bezahlbare und sichere Energieversorgung ab. Die instabile geopolitische Lage macht deutlich, in welche Abhängigkeiten wir uns begeben, wenn wir weiter von Energieimporten abhängig sind. Zudem werden fossile Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl durch den Europäischen Emissionshandel voraussichtlich immer teurer. Die zukünftige Wärmeversorgung wird daher hauptsächlich über lokale und erneuerbare Energien gedeckt werden.
Im Pariser Klimaabkommen hat auch Deutschland erklärt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dies gilt auch für das Saarland und alle saarländischen Kommunen.
Weil es so viele Gebäude gibt, weil diese meist relativ ineffizient gebaut sind, und weil sie zu einem großen Teil mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Erdöl beheizt werden, ist der gesamte Gebäudesektor bzw. der Wärmemarkt einer der Hauptverursacher der deutschen Treibhausgasemissionen.
Gleichzeitig liegen hier noch enorme Einsparpotenziale: einerseits durch die Senkung des Energieverbrauchs wie Sanierung, Renovierung, Modernisierung und Verhaltensänderungen, andererseits durch erneuerbare Wärmeversorgungsarten wie Wärmepumpen, Fernwärme, Geothermie oder Solarthermie.
Im Rahmen der Wärmeplanung wird einerseits der aktuelle Gebäudezustand in Homburg erhoben, andererseits die Einsparpotenziale ermittelt, und damit der Schritt in Richtung Klimaneutralität im Gebäudesektor geebnet.
