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Bürgermeister Michael Forster im Kreis der Verwaltungschefs im Austausch mit dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann

Die gut einstündige Fahrt nach Speyer und der dort anstehende Austausch im Kreis der Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte aus dem Bistumsgebiet mit dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz-Wiesemann haben sich nach Aussage des Homburger Bürgermeisters Michael Forster gelohnt. „Ich denke, dass das Format bestens dazu angelegt ist, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis bei allen Beteiligten zu fördern“, bilanziert Forster, der sich schon vor Beginn der offiziellen Tagung im persönlichen Gespräch mit dem Bischof für dessen Einladung bedankt hatte.

Forsters Fazit nach Abschluss lautet: Es sei in der Unterredung mit dem Bischof, der für die einzelnen Themenbereiche Diözesanökonom Peter Schappert, Kanzleidirektor Wolfgang Jochim und Caritasdirektorin Barbara Aßmann an seiner Seite hatte, sehr schnell deutlich geworden, dass Kommunen und Kirche aktuell durchaus vor ähnlichen Herausforderungen stehen. „Der Staat bestellt Leistungen, ohne für eine auskömmliche Finanzierung zu sorgen“, bringt Forster dies bildlich auf einen kurzen Nenner. Dies sei insbesondere bei der Erörterung der Situation der Kindertagesstätten deutlich geworden.

Bischof Wiesemann hatte diesen Punkt auf Platz eins der Tagesordnung der ersten Begegnung mit den Kommunalpolitikern gesetzt, zu der er mit Vertretern aus der Bistumsleitung ins Friedrich-Spee-Haus der Dompfarrei Pax Christi geladen hatte. Das Zusammentreffen am Domplatz 7 im Tagungsraum, hinter dessen Fenstern sich der Blick auf die mächtige Silhouette des Doms eröffnet, nutzte Wiesemann denn auch, um über perspektivisch anstehende Veränderungen der Trägerstruktur im Bereich der katholischen Kindertagesstätten zu informieren.

„Wir haben damit als verantwortliche Vertreter der Kommunen aus beiden Bundesländern die Chance auf ein Update aus erster Hand in diesem komplexen Feld erhalten“, freute sich Forster im Anschluss über die vertiefenden Informationen.

Erste Hintergründe und Überlegungen zur Gründung einer Trägergesellschaft zum 1. Januar des kommenden Jahres hatte der Bischof bereits im Dezember 2023 in einem Schreiben an die Verwaltungschefs formuliert.
Forster hatte zum damaligen Zeitpunkt geantwortet: „Dass Sie nach den jetzt vorgestellten Plänen die Führung der Kindertageseinrichtungen unter dem Dach eines eigenständigen Kita-Trägers in Form einer gemeinnützigen GmbH vereinen wollen, ist nach meiner Auffassung ein probates Mittel und es zeugt von den richtigen Überlegungen, auf die sich verändernden Herausforderungen und Voraussetzungen in diesem Bereich zu reagieren bzw. für künftige Veränderungen gut aufgestellt zu sein.“

Mehr noch entnehme er der vom Bischof angestoßenen Weichenstellung, „die meines Erachtens in vielen Teilbereichen positive Effekte nach sich ziehen kann“, das damit klar dokumentierte Bekenntnis, dass die katholischen Kitas ein verlässlicher Partner der Familien bleiben. „Indem Sie diesen Umstand nachhaltig unterstreichen, zeigen Sie sich auch als verlässlicher (Gesprächs-)Partner unserer Kommune“, hatte der Bürgermeister vor wenigen Wochen nach Speyer geschrieben.

In dieser Woche konnte der Homburger Verwaltungschef „eine ähnliche Offenheit und Transparenz“ auch in anderen Themenbereichen erfahren. So hatte Wiesemann beispielsweise auch einen Überblick über die Immobiliensituation der Pfarreien aufgrund des Strategieprozesses des von ihm geleiteten Bistums sowie Aspekte aus der Arbeit der Ökumenischen Sozialstation auf der Agenda.

Bürgermeister Michael Forster an der Seite des Speyerer Bischofs Dr. Karl-Heinz Wiesemann.  Foto: Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg

  Veröffentlicht am: 14.03.2024 | Drucken