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Sabine Hensler (l.) und Hans-Jörg Kleinbauer (r.) übergaben gemeinsam mit den Bäckern der Region sowie Ewald Engel (Mitte, l.) die Neujahrsbrezeln an Bürgermeister Michael Forster und Landrat Dr. Theophil Gallo (vorne, Mitte).
Das beliebte Neujahrsgebäck, das traditionsgemäß zum Jahresbeginn verteilt wird, kommt mit großer Symbolkraft daher. Ein Glücksbringer soll es sein, und manche Backformen, wie beispielsweise die Brezel oder der Kranz, symbolisieren zudem Verbundenheit. So ist es auch eine lieb gewonnene Tradition, die der Homburger Bäcker Franz Schäfer vor 55 Jahren ins Leben gerufen hatte, dass Bäcker des Bäckerinnungsverbandes Saarland e.V. bei der Verwaltungsspitze des Saarpfalz-Kreises und der Stadt Homburg vorbeischauen, um die Neujahrsbrezeln zu überreichen.
Die Verbundenheit war auch diesmal beim Treffen der Bäcker und den Verbandsvertreterinnen und -vertretern mit Landrat Dr. Theophil Gallo und Homburgs Bürgermeister Michael Forster in der Kreisverwaltung zu spüren. Beide bedankten sich für diese jährliche Zusammenkunft, die im Wechsel bei Stadt und Kreis stattfindet.
Zu den Gästen zählten neben Bäckern aus der Region Sabine Hensler, Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Saarland e.V, Landesinnungsmeister Hans-Jörg Kleinbauer und der geschäftsführende Vorstand der BÄKO Saar-Pfalz eG, Ewald Engel.
Landrat und Bürgermeister waren sich einig: „Diese Veranstaltung ist eine willkommene Gelegenheit, unsere Reverenz zu erweisen und in den Dialog zu treten. Denn um gewisse Dinge auch im Bäckerhandwerk voranzutreiben, müssen wir in Kontakt bleiben. Wir haben ein Bäckerhandwerk, das seinen Job sehr, sehr gut macht.“
Landesinnungsmeister Hans-Jörg Kleinbauer sagte: „Wir brauchen und genießen diese Anerkennung. Der Bäckerberuf steht nicht ganz oben auf der Hitliste. Daher ist es für uns sehr wichtig, dass die Politik ein offenes Ohr hat und wir im Austausch bleiben.“ Dieses Ansinnen hat in Homburg durchaus schon gefruchtet. Beispiele dafür finden sich in der Aktion „Brot und Wein“ (Termin in diesem Jahr ist noch offen) oder auch dem Brotmarkt, der alle zwei Jahre stattfindet und von der Stadt gefördert wird.
Angeregt unterhielt man sich in der Runde über aktuelle Themen wie Nachwuchs- und Fachkräftemangel, natürlich blieb auch die neuerliche Kassenbon-Pflicht nicht unerwähnt. „In der Diskussion darüber geht es um Tiefergreifenderes, was die Bürokratie angeht. Diese jüngste Vorschrift hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Man soll uns unseren Job machen lassen, das ist es, was wir wollen. Wir haben doch kein Bestreben, Steuern zu hinterziehen. Und überhaupt sind unsere Kassen manipulationssicher - ob mit oder ohne Bon-Ausdruck“, machte der Landesinnungsmeister deutlich.
Auch nächstes Jahr wird es wieder eine Versammlung dieser geschätzten Art geben, das sicherten alle Beteiligten gerne zu - dann wieder in den Räumlichkeiten der Stadtverwaltung.
Veröffentlicht am: 14.01.2020 | Drucken
