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Ingrid Braun, Amtsleiterin für den Bereich Soziales, Erbachs Quartiersmanager Sebastian Rensch, die Beigeordnete Christine Becker, der Politikwissenschaftler Dr. Stephan Grigat, Sandra Schatzmann vom Kinder- und Jugendbüro und Michael Groß vom Adolf-Bender-Zentrum (v. l. n. r.) unterhielten sich vor Beginn des Vortrags.
Noch bis zum 9. November 2018 ist im Foyer des Rathauses zu den üblichen Öffnungszeiten eine Ausstellung mit dem Titel „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ zu sehen. Die Wanderausstellung wurde vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert und von der Zeitbildstiftung vor allem für die Sekundarstufe II konzipiert. Die Ausstellung zeigt auf 19 Rollups einen historischen Überblick über das Judentum und schwerpunktmäßig am Beispiel junger Menschen, welche vielfältigen Wurzeln Menschen in Deutschland heute haben. Sie stellt dar, wie unterschiedlich sie mit ihren jüdischen Wurzeln umgehen und wie sie die Reaktionen ihrer Umwelt wahrnehmen.
Für Schulen besteht die Möglichkeit, einen Workshop zum Thema „Vielfalt und Vorurteile“ beim Adolf-Bender-Zentrum zu buchen. Der Workshop thematisiert, dass Vielfalt zu unserem Alltag gehört und daraus dennoch Ängste oder Vorurteile gegenüber Menschen, die als „anders“ wahrgenommen werden, entstehen. Der Workshop dauert vier Schulstunden und kann in der Schule oder im Rathaus stattfinden. Das Angebot kann von Schulen kostenfrei gebucht werden bei Michael Groß vom Adolf-Bender-Zentrum unter Tel.: 06851/808279-3 oder E-Mail: michael.gross@adolf-bender.de. Auch Sandra Schatzmann vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt steht unter Tel.: 06841/101-113 oder E-Mail: sandra.schatzmann@homburg.de für Fragen zur Verfügung.
Eröffnet wurde die Ausstellung am Dienstag vergangener Woche durch die städtische Beigeordnete Christine Becker. Dazu gehörte auch ein Vortrag des Politikwissenschaftlers und Autors Dr. Stephan Grigat. Er referierte zum Thema „Antisemitismus - ein gesamtgesellschaftliches Problem“ im Sitzungssaal des Rathauses. Vorbereitet worden war dieser Vortrag vom AWO-Ortsverein „Erbach-Reiskirchen interkulturell“ in Verbindung mit der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt.
Dr. Grigat lieferte in seinem interessanten und kenntnisreichen Vortrag zunächst einen historischen Abriss über religiöse und rassistische Ausprägungen des Antisemitismus´, ging auf die Veränderungen im Faschismus und Islamismus ein und bot auch einen Blick auf die Entwicklung bis in die Gegenwart. Dabei lag sein besonderer Fokus auf dem Hass islamistischer, linker und rechter Gruppierungen sowie der bürgerlichen Mitte. Auch auf die Fragen aus dem rund 50-köpfigen Publikum, darunter auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, ging der meinungsstarke Wissenschaftler ein.
Veröffentlicht am: 17.09.2018 | Drucken
