Wie hat sich der Pflegeberuf seit den 1950er-Jahren verändert? Und was prägt die Entwicklung eines Menschen und seine berufliche Identität? Diesen Fragen widmet sich die Pflegewissenschaftlerin und Autorin Christa Olbrich bei ihrer Lesung am Dienstag, 20. Oktober, im Rahmen der Homburger Lesezeit. Beginn ist um 19 Uhr in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau. Der Eintritt ist frei.
In ihrem Buch „Als wir nur tüchtige Mädchen waren“ verbindet Christa Olbrich ihren außergewöhnlichen beruflichen Werdegang mit einem Stück deutscher Zeitgeschichte. Ausgehend von ihren Anfängen als 16-jährige Krankenhaushelferin zeichnet sie den Weg bis zur Professorin nach und erzählt zugleich von der Entwicklung des Pflegeberufs und dem Wandel der Rolle der Frau seit den 1950er-Jahren.
Dabei geht es nicht allein um berufliche Veränderungen und neue Perspektiven in der Pflege. Olbrich richtet den Blick auch auf die persönliche Entwicklung des Menschen, auf Identität und auf die Frage, was uns im Innersten ausmacht. Ihre Rückblicke verbinden historische Einblicke mit grundlegenden Gedanken über Menschlichkeit, Pflege und die Zukunft des Berufs.
Christa Olbrich wurde 1945 in Mährisch-Schönberg geboren. Als deutsche Pflegewissenschaftlerin gilt sie als eine der Wegbereiterinnen der Akademisierung der Pflege in Deutschland. Auch bei der Entwicklung und Etablierung von Pflegekompetenzmodellen hat sie wichtige Impulse gesetzt.
Die Lesung verspricht einen spannenden und erkenntnisreichen Abend, der persönliche Lebensgeschichte, gesellschaftlichen Wandel und die Bedeutung professioneller Pflege miteinander verbindet.
