Wenn sich am 1. März die Tore des Römermuseum Schwarzenacker wieder öffnen, kehrt auch ein besonderer Publikumsliebling zurück: Die PLAYMOBIL®-Sonderausstellung, die bereits 2023 zahlreiche Gäste begeisterte, ist erneut in Schwarzenacker zu sehen. Mit ihr kehrt eine lebendige Miniaturwelt in das Museum zurück, die das römische Leben ebenso detailreich wie fantasievoll in Szene setzt.
Nach der Winterpause startet das Museum zunächst mit Öffnungszeiten von täglich 10 bis 16 Uhr im März in die Saison. Ab April gelten die erweiterten Öffnungszeiten bis einschließlich Oktober.
Während zuletzt mit der Sonderausstellung „Desiderias Hochzeit“ die Welt römischer Frauen und insbesondere die „Bräute von gestern“ im Mittelpunkt stand, richtet sich der Blick 2026 auf das Leben in der römischen Provinz. Unter dem Titel „VENI VIDI PLAYMOBIL® – Leben in der römischen Provinz“ wird vom 1. März bis 31. Oktober eine facettenreiche Szenerie präsentiert. Es gelten die regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Museums.
Frauen, Männer, Kinder, Handwerker, Legionäre und Händler bevölkern die Römerwelt im Kleinformat. Ob geschäftiges Stadtleben oder ländliches Anwesen – hunderte PLAYMOBIL®-Akteure veranschaulichen eindrucksvoll die Bedürfnisse, Herausforderungen und Lösungswege des römischen Alltags. Sie stehen im Dienst der Legion, betreiben Werkstätten, sorgen für Unterhaltung oder erfüllen ihre kultischen Verpflichtungen. Ein ganzes Heer von Legionären sichert augenzwinkernd die Pax Romana.
Schöpfer dieser außergewöhnlichen Miniaturwelt ist der Sammler und Dioramenbauer Peter Linn. Nach intensiver Recherche hat er mehr als 50 Szenarien nach dem Vorbild antiker Stätten gestaltet und damit eine ebenso fundierte wie spielerische Annäherung an die römische Geschichte geschaffen. „Seit meiner frühesten Jugend bin ich mit Leib und Seele PLAYMOBIL®-Fan. Als das Interesse für die Römer kurze Zeit später entflammte, waren die Weichen gestellt“, beschreibt Linn seinen persönlichen Zugang. Mit viel Liebe zum Detail stattet er römische Groß- und Kleinstädte aus, belebt ländliche Anwesen, gestaltet Handwerksbetriebe, Kultstätten und Grabanlagen und gibt selbst spezialisierten Berufen ein Gesicht. Mit einem Augenzwinkern bemerkt er: „Mit den hier vertretenen Legionen wäre das Römische Reich sicherlich nicht untergegangen.“
Auch verschiedene Kulissen aus dem Römermuseum in Schwarzenacker werden zu erkennen sein, die liebevoll und detailreich nachgearbeitet wurden. Die Szenerien orientieren sich an archäologischen Vorbildern des Museumsareals, darunter die Handwerkerhäuser oder die Taberna des Capitolinus. Museumsleiterin Sabine Emser betont, die PLAYMOBIL®-Welt im Miniaturformat eröffne Raum für Fantasie und ermögliche zugleich einen anschaulichen Zugang zur Geschichte. Die Wanderausstellung war bereits in zahlreichen Museen der Region zu Gast und wird in Schwarzenacker in bewährter, zugleich weiterentwickelter Form präsentiert.
Der Großteil der Szenarien ist im Edelhaus zu sehen, einzelne Miniaturdarsteller haben darüber hinaus auch ihren Platz in den Vitrinen des Freilichtgeländes gefunden. „Es freut uns sehr, Römer- und PLAYMOBIL®-Fans aller Altersklassen diese überaus gelungene Ausstellung erneut im Römermuseum präsentieren zu können“, erklärt Philipp Scheidweiler, Geschäftsführer der Stiftung Römermuseum Homburg-Schwarzenacker.
Die Ausstellung wird durch Begleitinformationen sowie digitale Interaktionsangebote ergänzt und ist in deutscher, französischer und englischer Sprache zugänglich. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Rundgang durch die römische Provinz – eingebettet in die authentische historische Kulisse des Römermuseums Schwarzenacker.
Beim Aufbau der Ausstellung packten viele mit viel Herzblut an, hier "Schöpfer" Peter Linn und die archäologische Ausgrabung...
...Dr. Jutta Schwan und das Schauessen im herzöglichen Schloss...
...Thorsten Breuer mit Anbringen der Beschriftungen...
...und Anja Linn beim Aufbau des Römerschiffs.
Copyright Fotos = Sabine Emser/Römermuseum
