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Beigeordneter beim Reformationsempfang in Homburg - Zentrale Veranstaltung fand in der Kreis- und Universitätsstadt statt

Refoempfang Rippel webDer Beigeordnete Manfred Rippel begrüßte die Gäste im Siebenpfeiffer-Haus in Homburg zur zentralen Veranstaltung der evangelischen Kirchen. Copyright = Rieke Eulenstein/EVKS

In der vergangenen Woche luden die evangelischen Kirchenkreise Saar-Ost und –West sowie die Kirchenbezirke Homburg und Zweibrücken ins Homburger Siebenpfeiffer-Haus ein, um in einer gemeinsamen Veranstaltung den symbolischen Geburtstag der evangelischen Kirche zu feiern. Anlass war der Reformationstag am 31. Oktober, der als Gründung des Protestantismus gilt.

Begrüßen durfte die Festgemeinschaft auch der städtische Beigeordnete Manfred Rippel, der zunächst auf den Beginn der Reformation durch die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers einging. „Über all die Jahrhunderte hat deren Inhalt nichts an Kraft und Wirkung verloren. Es ist wichtig, an diesem besonderen Tag, daran zu erinnern und vielleicht dadurch auch die eigene Situation zu reflektieren und – was vor allem in diesen Zeiten nicht oft genug gesagt werden kann – ein friedliches Zusammensein zu forcieren“, sagte Rippel.


Wohl gewählt war an diesem Abend auch der Veranstaltungsort: Das Siebenpfeiffer-Haus, benannt nach Philipp Jakob Siebenpfeiffer, dem Initiator des Hambacher Festes. Pfarrerin Petra Scheidhauer und die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst gingen in ihren Grußworten ebenfalls auf Luther, den Freiheitsgedanken und die großen Herausforderungen der heutigen Kirche ein. Als Gastredner referierte Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bundes Deutscher Karneval, von den Anfängen der Festnacht und ihrer wechselvollen Beziehung zu den Kirchen. So habe das Christentum anfangs erheblich zur Verbreitung des Karnevals beigetragen, indem es manche ursprünglich heidnischen Bräuche in die eigenen integriert habe.

Im Rahmen des Empfangs wurde auch der Evangelische Freiheitspreis Saar an das Team des Saarbrücker Weltladens „Kreuz des Südens“ verliehen. Seit mehr als 30 Jahren betreibt der ehrenamtliche Verein den gleichnamigen Weltladen in der Saarbrücker Innenstadt unweit des St. Johanner Markts. Dort werden fair gehandelte Produkte angeboten und mit dem Verkaufsgewinn jährlich soziale Projekte unterstützt. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder des Teams in der Bildungsarbeit, um sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, die Bewahrung der Schöpfung und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands in der Welt einzusetzen. „Auch in Homburg haben wir einen Weltladen mit vielen engagierten Menschen, deren Arbeit nicht genug gewürdigt werden kann. Da ich diese Arbeit kenne, bin ich mir ganz sicher, dass der Preis an den Saarbrücker Weltladen an die richtige Stelle geht – herzlichen Glückwunsch“, gratulierte auch Manfred Rippel und lobte die ehrenamtliche Arbeit für faire Bedingungen in der ganzen Welt.

Hintergrund:

Der Reformationsempfang der Evangelischen Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West sowie der Kirchenbezirke Homburg und Zweibrücken findet jährlich an wechselnden Orten im Saarland statt. In Erinnerung an die Ursprünge des reformatorischen Selbstverständnisses soll der Reformationsempfang dazu beitragen, das Profil der Evangelischen Kirchen im Saarland in der Öffentlichkeit zu schärfen und den Austausch mit der Politik sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern. Mit dem Evangelischen Freiheitspreis Saar wird eine Einzelperson oder Gruppe ausgezeichnet, die sich beispielsweise durch besonderes Wirken aus christlicher Motivation in der Kirche, in der Ökumene, im Dialog der Religionen oder in bzw. für die Gesellschaft auszeichnet. Auch wer mit seinem Einsatz dazu beiträgt, die Vernetzung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen voranzubringen oder der bzw. die für ein im Glauben begründetes Anliegen eintritt, kann für den Preis vorgeschlagen werden. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Veröffentlicht am: 06.11.2023 | Drucken