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Bürgerinitiative übergab Unterschriften - Rund 1.300 Personen sprachen sich gegen die „Variante 2“ des Autobahnanschlusses Ost aus

BI Eichwald 7366Von Arno Auffenfeld (stehend, 2. v. r.) erhielt BM Michael Forster (l.) die Unterschriftenliste gegen die „Variante 2“.

Mehr als 1.300 Unterschriften (dazu gehören auch 700 Bekundungen einer Online-Petition) gegen die geplante Umsetzung des A6-Autobahnanschlusses Homburg-Ost mit der so genannten „Variante 2“ hat die Bürgerinitiative (BI) „Eichwald“ vor kurzem an Bürgermeister Michael Forster übergeben. Dieser zeigte sich überrascht über die große Anzahl von Bürgern, die der Übergabe beiwohnten. So waren neben Mitgliedern der BI „Eichwald“ auch Vertreter der BI „Rettet die Mastau“ ins Rathaus gekommen.

Zum Hintergrund: In einem Bebauungsplanverfahren hat sich der Homburger Stadtrat mehrheitlich für einen Autobahnanschluss-Ost mit einer neuen Erschließungsstraße durch den Erbacher und Jägersburger Wald entschieden. Diese „Variante 2“ ist mit derzeit geschätzten neun Millionen Euro fast doppelt so teuer wie die „Variante 1“ mit einer Anbindung an die bestehende Erbach-Umgehung. Die BI-Sprecher Arno Auffenfeld und Andreas Ragoschke-Schumm befürworten die ihrer Meinung nach „sinnvolle Variante 1“. Die hohe Resonanz auf die Unterschriften-Aktion innerhalb von nur drei Wochen zeige, so Ragoschke-Schumm, dass das Thema „die Menschen nicht nur in Jägersburg bewegt“. Es gebe auch viel Zuspruch aus Erbach und Bruchhof.

Mit der vom Stadtrat im Zuge der Vorplanung beschlossenen „Variante 2“ werde viel Wald in Erbach und Jägersburg vernichtet, kritisierte Auffenfeld. Diese Variante sehe einen neuen Zubringer zum geplanten Autobahnanschluss Homburg-Ost zwischen der Route der früheren Glantalbahn und der bestehenden Erbach-Umgehung vor. Zudem würde die geplante Trassenführung durch ein Wasserschutzgebiet 2 führen. In der Diskussion wurden verschiedene Auffassungen zwischen Bürgermeister und BI-Vertretern deutlich. So widersprach Forster der Darstellung, dass das bestehende Wasserschutzgebiet rechtlich den Bau der „Variante 2“ verhindere. Vielmehr seien Ausnahmen möglich, die Straße müsse entsprechende Auflagen erfüllen. Bei der „Variante 1“ machte er darauf aufmerksam, dass diese sogar ein Wasserschutzgebiet der höchsten Stufe 1 berühre. Bürgermeister Forster sicherte der Bürgerinitiative zu, dass die Unterschriftenliste Gehör im weiteren Verfahren finde. Er wies aber auch darauf hin, dass am Ende der Bund als Träger der Baulast entscheidet, welche Variante die sinnvollere ist.

Veröffentlicht am: 07.05.2019 | Drucken