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Bürgermeister Michael Forster lädt zum elektronischen Schmökern im „Goldenen Buch der Stadt Homburg“ ein - Stadtgeschichte einmal anders: Alle 51 Einträge werden in einer animierten Slideshow auf der Homepage der Stadt zum Durchklicken präsentiert

Goldenes Buch 1 Das Foto entstand beim derzeit letzten Eintrag von Diskus-Weltmeisterin Christine Ecker im vergangenen Jahr. Aufgenommen wurde es von Jürgen Kruthoff, zu sehen sind v. l. n. r. vorne: Sportbeigeordneter Dr. Eric Gouverneur, Christine Ecker und Bürgermeister Michael Forster; hinten:, die Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, Astrid Bonaventura, Trainerin Karin Becker sowie Monika Eller und Willi-Günther Haßdenteufel, die Sportwartin und den Vorsitzenden des DJK-Verbandes der Diözese Speyer.

Es ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eines, das auf einzigartige Weise besondere Tage in der Stadtgeschichte in chronologischer Reihenfolge festhält: Das „Goldene Buch der Stadt Homburg“.

In schweres, dunkelbraunes Leder gebunden, die Seiten mit Goldschnitt verziert, fristet das dreieinhalb Kilogramm schwere Unikat sein Dasein an der Vielzahl der Tage, Wochen, Monate und Jahre im Dunkeln eines Tresors der Stadtverwaltung. Herausgeholt ans Licht wird es nur zu besonderen Anlässen.

Letztmals am 1. September des vergangenen Jahres, als sich die Leichtathletin Christine Ecker als Goldmedaillen-Gewinnerin im Diskus bei den World Masters Athletics Championships im finnischen Tampere als bis dato letzte Persönlichkeit im „Goldenen Buch“ verewigte. Für die Stadt zeichneten damals mit ihren Unterschriften der Sportbeigeordnete Dr. Eric Gouverneur und Bürgermeister Michael Forster, der den Homburgerinnen und Homburgern nun ganz besondere Momente und Einsichten ermöglicht.

„Ich lade Sie gerne ein, selbst einmal in diesem Schmuckstück zu blättern und den einen oder anderen historischen Moment nachzuempfinden“, sagt der Verwaltungschef und freut sich über die Idee seiner Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, die mit Unterstützung von Thomas Simon, dem Leiter Bürgerservice bei der Stadt Homburg, für alle Geschichtsinteressierten das virtuelle Schmökern auf der Homepage der Stadt Homburg unter dem Link homburg.de/Stadtprofil/Stadtinfo/Geschichtliches/Stadtgeschichte/Goldenes Buch realisiert hat.

Simon hat alle Einträge für die Homepage, auf deren Startseite ganz bequem auch ein entsprechender Button zum Buch führt, fotografiert und in einer animierten Slideshow aufbereitet. 51 Seiten insgesamt seit 1957 – beginnend mit der Unterschrift des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Der hat sich am 27. Januar 1957 aus Anlass der politischen Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland mit Wirkung vom 1. Januar 1957 als Erster eingetragen. Links neben seiner Unterschrift finden sich, kunstvoll gestaltet, untereinander die Wappen der Bundesrepublik, des Saarlandes und der Stadt Homburg – umrahmt von den ersten Worten der deutschen Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Freiheit. Auf der nächsten Seite schon folgt die Erinnerung an das Hohenburgfest der katholischen deutschen Burschenschaft im Juni desselben Jahres.

„Wer das Buch virtuell liest, wird sicherlich an der einen oder anderen Stelle hängenbleiben“, mutmaßt Forster, denn die Einträge dokumentieren eine erstaunliche Bandbreite: Bundeskanzler Ludwig Erhard hat sich am 20. Juni 1965 ins „Goldene Buch“ eingetragen, Bundespräsident Gustav Heinemann im April 1974. Die Homburger Olympiasieger von Barcelona 1992, Andreas Walzer und Michael Jakosits, sind im Buch zu finden, auch die jüngst erst verstorbene „Gold-Rosi“ Mittermaier (zusammen mit ihrem Mann Christian Neureuther). Ebenso wie die Unternehmer Dr. Richard Weber und Prof. Dr. Peter Theiss. Ministerpräsidenten fehlen nicht, an die Begründung und unterschiedliche Jubiläen der Städtepartnerschaften wird erinnert, die Verleihung der Ehrenbürgerrechte an verdiente Persönlichkeiten wie zum Beispiel den langjährigen Oberbürgermeister Reiner Ulmcke sind dokumentiert. Und und und…

Michael Forster würde es freuen, wenn das Buch auf der Homepage entsprechend geklickt würde. „Es lohnt sich auf jeden Fall. Und ganz bestimmt werden bei manchem Eintrag spontan auch Erinnerungen an Personen oder Daten wach“, glaubt er.

Veröffentlicht am: 13.03.2023 | Drucken