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Bürgermeister Michael Forster verlieh Bürgermedaillen - Insgesamt sieben Personen wurden feierlich ausgezeichnet

Ehrung 1v. l. n. r.: Beigeordneter Manfred Rippel, Ingrid Engel, Friedel Dejon, Anne-Bärbel Blaes-Eise, Maria Schmidt-Diehl und Bürgermeister Michael Forster.

Sieben besonders engagierte Homburgerinnen und Homburger wurden am gestrigen Sonntag, 15. Oktober, von Bürgermeister Michael Forster mit der Homburger Bürgermedaille ausgezeichnet. In zwei Fällen musste die Ehrung leider posthum erfolgen, weitere neue Bürgermedaillenträger konnten teilweise sehr kurzfristig der Einladung aus gesundheitlichen Gründen nicht folgen. Sie wurden dennoch geehrt und erhalten die Urkunde sowie die Bürgermedaille zu einem späteren Zeitpunkt.

Im Sommer 2022 hatte der Stadtrat beschlossen, dass Lothar Stalter, Marlene Schneider, Anne-Bärbel Blaes-Eise, Hans Engel, Heinz Günter Schmidt, Friedel Dejon und Gertraud Ott mit der Bürgermedaille der Stadt Homburg ausgezeichnet werden. Gestern nun erfolgte die eigentliche Ehrung dieser engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich teilweise mehrere Jahrzehnte lang um die Allgemeinheit verdient gemacht haben, im feierlichen Rahmen im Hotel Stadt Homburg. An der Würdigung der neuen Bürgermedaillenträger nahmen auch der frühere Oberbürgermeister und Ehrenbürger Reiner Ulmcke, der Beigeordnete Manfred Rippel, zahlreiche Ratsmitglieder und Ortsvertrauenspersonen sowie viele weitere Trägerinnen und Träger der Bürgermedaille teil.

Nach einer Ansprache, in der Bürgermeister Michael Forster auf die große Bedeutung des Ehrenamts für unsere Gesellschaft allgemein und die Stadt Homburg im Besonderen einging, zeigte er sich erfreut über das große Engagement innerhalb Homburgs. Ob bei der Feuerwehr, den vielen Sport- und Kulturvereinen, den Rettungs- und Hilfsorganisationen oder auch dem Verein miteinander – füreinander, es gäbe viele Beispiele für ein großartiges Engagement. Bürgermeister Forster sagte: „Eigenverantwortlich und kooperativ handelnde Menschen sind für unsere Gemeinschaft ein großer Gewinn und unverzichtbar, denn ich sehe für die Zukunft, dass wir uns vieles auf der finanziellen Ebene nicht mehr werden leisten können.“

Gleichzeitig bat der Verwaltungschef auch darum, den besonders engagierten Menschen in unserer Stadt, die vieles ermöglichten und am Laufen hielten, auch die notwendige und verdiente Wertschätzung entgegenzubringen. Generell betonte er, wie wichtig dieses Engagement sei, denn dieses bedeute immer auch ein Bekenntnis zu diesem Tun und zeige, dass man für eine Sache einstehe. In das Lob der ausgezeichneten Bürgerinnen und Bürger bezog Bürgermeister Forster auch deren Familie sowie die Ehepartnerinnen und –Partner mit ein, denn ohne deren Unterstützung sei der oft jahrzehntelange Einsatz für andere nicht möglich.
Nachdem der Bürgermeister dann auf die besonderen Verdienste der neuen Bürgermedaillenträger eingegangen war, überreichte er die Urkunden sowie die bronzenen Bürgermedaillen.

Die Ehrungen für Hans Engel und Heinz Günter Schmidt konnten leider nur posthum erfolgen. In diesem Fall nahmen die Ehepartnerinnen Ingrid Engel und Maria Schmidt-Diehl die Auszeichnungen entgegen. Leider konnten Lothar Stalter, Marlene Schneider und Gertraud Ott an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

Nach den Auszeichnungen standen ein gemeinsames Mittagessen sowie viele interessante Gespräche auf dem Programm. Für die passende musikalische Begleitung der Veranstaltung bedankte sich Bürgermeister Forster beim Jazztrio der städtischen Musikschule in der Besetzung Stefan Ulrich, Endi Casper und Christian Balzer.

BM

Hintergrund.

Verdienste der neuen Bürgermedaillenträgerinnen und –träger.

Hans Engel –posthum, verstorben 22. April 2023

Hans Engel hat sich sowohl im politischen als auch vorpolitischen Raum für seinen Heimatstadtteil Bruchhof und Sanddorf verdient gemacht. Von 1994 bis 1999 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Ortsvertrauensmannes von Bruchhof-Sanddorf, und von 1999 bis 2009 setzte er sich als Ortsvertrauensmann für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Bruchhof-Sanddorf ein. Unter anderem setzte er sich für die Bekämpfung von Verkehrslärm und -problemen ein, aber auch für eine Implementierung von Bruchhof-Sanddorf in das Homburger Stadtbussystem.
Darüber hinaus war Hans Engel in zahlreichen Vereinen aktiv, insbesondere beim SV Bruchhof-Sanddorf, wo er Ehrenmitglied ist, sowie im Schmidt‘schen Gesangverein, in der Chorgemeinschaft, dem Pensionärverein und dem Schützenclub.
Auch ging er als Grünpate der Stadt Homburg mit gutem Beispiel voran, indem er von Anbeginn in diesem Bereich aktiv war und die Grüninsel in der Kaiserslauterer Straße vor seinem Haus gepflegt hat.

(Heinz) Günter Schmidt – posthum, verstorben 30. November 2021

(Heinz) Günter Schmidt war über viele Jahre nicht nur in der Homburger Kommunalpolitik, sondern auch ehrenamtlich in der katholischen Erwachsenenbildung KEB, als ehrenamtlicher Richter an Amts- und Landgerichten und auch bis 2019 als Seniorenbeauftragter der Stadt Homburg tätig. Besonders war er als Bildungsbeauftragter in der Kampagne der Landesmedienanstalt im Projekt "Onlinerland Saarland" engagiert, bei der er älteren Menschen die Möglichkeiten und Gefahren der neuen Medien vermittelte. Für seine Ver-dienste wurde er bereits im Jahre 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.


Anne-Bärbel Blaes-Eise

Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise brachte sich fast 10 Jahre lang in die Elternarbeit der Kindertagesstätte und der Grundschule Bruchhof sowie in die Arbeit der entsprechenden Fördervereine ein, ob als Vorstandsmitglied oder als Helferin bei Veranstaltungen, Projekten oder im Hintergrund. Zudem gehörte sie der Schulelternvertretung der Grundschule an. Seit über 10 Jahren engagiert sich Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise zudem in der Katholischen Kirchengemeinde Maria Hilf in Bruchhof und darüber hinaus. Sie übernimmt Lektorendienste, bringt sich aber auch in die Planung und Durchführung der wöchentlich stattfindenden Ministrantentreffen ein. Auch gemeindeübergreifend engagiert sich Anne-Bärbel Blaes-Eise sehr intensiv und bringt sich federführend in die Vorbereitung und Durchführung der Abenteuerland-Gottesdienste der neu entstandenen Pfarrei Heilig Kreuz Homburg ein. Sie übernahm die Rolle eines der „Schrägen Typen“ oder die der „Frieda“, die mit anderen fiktiven Figuren in den Abenteuerland-Gottesdiensten auf „Zeitreise“ in die Zeit Jesu gehen.
So trägt sie ehrenamtlich in erheblichem Maße dazu bei, Kindern und Jugendlichen die Werte zu vermitteln, die immer stärker ins Hintertreffen zu geraten scheinen: Gemeinschaft, Nächstenliebe, Solidarität mit anderen, Hilfe für Schwächere und Integration von Menschen, die anders oder fremd sind. Als im Jahr 2015 eine Familie aus Syrien Schutz in Homburg suchte und fand, fragte Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise nicht lange und nahm sich der Familie intensiv an. Sie half bei der Wohnungssuche, setzte alle Hebel in Bewegung und nutzte ihre sehr gute Vernetzung, bei der ihr ihre forsche, offene und unkomplizierte Art eine große Hilfe war und ist. Eine Wohnung für die Familie wurde gefunden, Einrichtungen nach besten Kräften organisiert – und vor allem für die Integration der vier Kinder der Familie gesorgt. Die Jungen und Mädchen besuchten durch die Inititiative von Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise Schwimmkurse, wurden z. B. durch die Mitgliedschaft in Sportvereinen wie dem SV Bruchhof-Sanddorf bei der Integration unterstützt. Hierbei löst Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise die kleinen, für uns marginal erscheinenden Schwierigkeiten mit großer Geduld und viel Durchhaltevermögen.
Darüber hinaus hat sich Frau Anne-Bärbel Blaes-Eise im Bereich der Organspende engagiert.

Friedel, auch Fritz genannt, Dejon

Herr Dejon steht wie kein anderer für das ehrenamtliche Engagement in Ver-einen. In Kirrberg und weit darüber hinaus hat er sich einen Namen gemacht – in Sachen Vereinsarbeit ist er ein Tausendsassa, seit er 1970 als Mitglied im Bund Deutscher Philatelisten begonnen hat. Sein Name bleibt insbeson-dere mit dem Aufbau und der Leitung des „Pfarrer-Gebhart-Archivs“, also des Ortsarchives verbunden, für das er seit 1999 als Gedächtnis Kirrbergs verantwortlich zeichnet.
Doch seine akribische Arbeit und sein Einsatz für die Dorfgemeinschaft wa-ren schon früher gefragt, sie haben Spuren hinterlassen: 1990 half Dejon bei der Organisation der 700-Jahr-Feier der Gemeinde Kirrberg mit – davon künden ein Sonderstempel, eine Sonderpostkarte und ein Sonderumschlag). Er verantwortet zudem die Gestaltung der Festschrift bis zur Drucklegung.
2009 wird er in Verbindung mit der Ausstellung und dem aktiven Einsatz bei der Gestaltung der Veranstaltung „60 Jahre Kirrberg jüngste Gemeinde im Saarland“ genannt, 2019 geht es um die Ausstellung und Mithilfe bei der Gestaltung der Veranstaltung „70 Jahre Kirrberg im Saarland“.
Kassenführer bei der Briefmarkensammler-Gemeinschaft im Bundesbahn-Sozialwerk Saarbrücken, Mitglied im Angelsportverein Kirrberg, Hüttendienst in der Fischerhütte (sonntags u. werktags), seit 1972 bis heute ununterbro-chen Arbeitseinsätze in der Außenanlage des Angelsportvereins (ca. 10 Jahre hat er den Rasen gemäht), Mithilfe beim Wiederaufbau der abgebrannten Fischerhütte – da wurden schon mal kurzerhand zwei Wochen Urlaub geopfert.
Dejon ist Mitglied in der Pfarrkapelle Kirrberg, er hilft viele Jahre beim Auf- und Abbau und der Bewirtung des Sommerfestes und des Jahreskonzertes der Pfarrkapelle. Nicht zuletzt ist er Mitglied im Pensionär-Verein Kirrberg, seit 2015 Kassenführer im Verein.

Lothar Stalter – nicht anwesend

Lothar Stalter ist nicht nur seit circa 40 Jahren in der CDU aktiv, sondern auch aktuell mit seiner Frau bei der Kolpingfamilie und seit vielen Jahren in der Katholischen Kirche von Bruchhof-Sanddorf aktiv. Beruflich war er zudem auch Bürgerberater bei der Stadt Homburg. Lothar Stalter war über vier Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich außergewöhnlich engagiert und hat sich besonders um den Sport in Homburg und im Saarland verdient gemacht. Er war über viele Jahre in verschiedenen Bereichen des Stadtverbands für Sport und auch auf Landesebene im Sport aktiv. Er organisiert unter anderem ein Landesturnfest und initiierte einen Jungendaustausch zwischen dem Saarland und Israel.

Marlene Schneider - nicht anwesend

Marlene Schneider war mehr als 30 Jahre im Pflegedienst am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg tätig und darüber hinaus kommunalpolitisch, unter anderem als Kreisbeigeordnete und in vielen ehrenamtlichen Funktionen wie z. B. als Patientenfürsprecherin am UKS unterwegs. Sie hat ihre Aufgaben trotz einer schweren persönlichen Erkrankung mit viel Engagement wahrgenommen und damit demonstriert, dass Demokratie und Freiheit vom persönlichen Engagement jedes Einzelnen abhängen. Wegen ihres Engagements wurde sie bereits mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille und der Homburger Kanone ausgezeichnet.

Gertrud Ott – nicht anwesend

Frau Ott ist mittlerweile über 90 Jahre alt. Sie besitzt keinen Führerschein und übernimmt dennoch zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten in der Pfarrei Heiliger Johannes XXII. Z. B.:
- Austeilung der Krankenkommunion
- Servicekraft bei Beerdigungskaffees
- Verteilung der Zeitschrift kFD (katholische Frauen Deutschland)
- Mithilfe beim Adventskranz-Binden für die Kirchen Erbach und Reiskirchen
- sie macht auch Besuche bei Menschen, denen es nicht gut geht

Veröffentlicht am: 16.10.2023 | Drucken