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Bürgermeister sprach über Projekte in Homburg - Was sich im Jahr 2021 tat – was 2022 passieren soll

Pressegespräch 2022Mitte der Woche lud Bürgermeister Michael Forster zu einem Pressegespräch ins Homburger Rathaus ein. „Da die Neujahrsempfänge auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden können, ist es mir dennoch ein Bedürfnis, einige Themen öffentlich anzusprechen und einen kurzen Jahresrückblick, aber auch einen Blick auf anstehende Projekte im begonnenen Jahr zu werfen“, begrüßte Forster die anwesenden Journalisten.

Danach legte er auch gleich mit der Nennung der verschiedensten Themen los:


Ansiedlung der Landesfeuerwehrschule in Homburg
Michael Forster: „Eine sehr positive Entwicklung hat es im vergangenen Jahr gegeben, die auch Auswirkungen auf die Zukunft haben wird. Wir haben den Zuschlag für den Standort der Landesfeuerwehrschule bekommen. Das Auswahlverfahren war hart, und ich möchte mich an dieser Stelle beim Bauamt für sein flexibles und schnelles Handeln bedanken. Ich freue mich, dass somit bald eine Landeseinrichtung in Homburg sein wird, für unsere Feuerwehr werden sich sicherlich auch Synergien ergeben – es ist eine ganz wichtige und positive Ansiedlung für uns.“
Auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung im Februar wird der Kaufvertrag Thema sein, danach steht das Grundstück am Zunderbaum zur Verfügung und das Land kann mit den Planungen für den Bau beginnen.


Gewerbegebiet Am Zunderbaum / bestehende Unternehmen
Michael Forster: „Es hat für uns große Priorität, dass es auch insgesamt am Zunderbaum weitergeht, spätestens im Herbst hoffen wir, dass man auch sichtbar loslegen wird mit der Verlegung(Aufbau) der Infrastruktur. Das ist ein wichtiges Zeichen, dass wir mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Homburg ernst machen, damit sich Gewerbe und Industrie dort ansiedeln können. Darüber hinaus wird gerade eine Vermarktungsstrategie entworfen, die auch über das Saarland hinaus werben soll.“
Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, sich um die bestehenden Unternehmen in Homburg zu kümmern. Hier nannte der Bürgermeister als Beispiel die Firma MIP, die ihren Standort in der Kreis- und Universitätsstadt ausbauen möchte. „Wir sind froh, dass wir zahlreiche Unternehmen in Homburg haben und darum kümmern wir uns auch, damit es wirtschaftlich vorangeht und die Arbeitsplätze in Homburg gesichert werden bzw. dass alternative Arbeitsplätze auch entstehen.“


Innenstadtentwicklung
„Der Internethandel wird immer stärker, auch Corona hat seinen Teil dazu beigetragen. Die Einzelhändler haben natürlich damit zu kämpfen. Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen und dafür sorgen, dass unsere Innenstadt attraktiv ist, dass sie lebendig ist. Daher bin ich froh, dass es uns gelungen ist, zum Ende des Jahres den Zuschlag im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte“ bekommen haben. Wir können uns dort mit Ideen bewerben und erhalten Fördermittel bis zu 700.000 Euro, der Eigenanteil beträgt dabei 10 Prozent.“
Der Grundsatzbeschluss für diese Teilnahme wurde im Stadtrat bereits gefasst, in der kommenden Sitzung sollen weitere konkrete Maßnahmen getroffen werden. „Damit erhoffen wir uns, dass die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann, dass wir auch den Bereich Kultur in der Innenstadt verstärken, auch das wird sehr wichtig sein. Denn allein mit Geschäftsansiedlungen wird es nicht getan sein, die Innenstadt muss auch entsprechend bespielt werden“, so Forster. Zuversichtlich sei er, dass es in diesem Sommer wieder mit Veranstaltungen weitergehen könne. Dies hänge natürlich mit der Entwicklung der Corona-Lage zusammen, aber es werde geplant, den Musiksommer und ähnliche Events stattfinden zu lassen.
Froh sei Forster auch über die Pläne eines Investors am Zweibrücker Tor, „damit dieses Grundstück attraktiver wird.“ Das Grundstück sei verkauft, Pläne, was dort entstehen soll, wurden ebenfalls bereits öffentlich vorgestellt. Forster spricht von einer „Leitinvestition, die im Bereich des Saalbaus das Gesicht von Homburg, wenn man aus der Richtung kommt, auch verändern wird und zwar zum Positiven!“


Der Aufstellungsbeschluss für dieses Projekt ist da, er hoffe, dass man im Frühjahr Baurecht schaffen könne, sagte der Bürgermeister den Medienvertretern.


Ebenfalls im Zuge der Innenstadtentwicklung nannte Forster den Bereich der Hohenburgschule, an dem einiges geplant wird. „Für die Gestaltung des Vorplatzes haben wir vom Bund einen Zuschuss in Höhe von knapp drei Millionen Euro bekommen. Das wird an der Stelle auch nochmal einen ganz neuen Akzent setzen. Gleichzeitig ist es auch wichtig, dass wir auch die Hohenburgschule sanieren“, erklärte der Bürgermeister. Dafür sei eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, viele aktuelle Akteure und auch künftige Nutzer seien mit im Boot, um zu planen, welchen Inhalt das Gebäude bekommen soll.


Hinter der Schule soll ein Parkhaus entstehen. „Auch hier sind bereits die ersten Schritte gegangen worden, aktuell ist ein Planungsbüro beauftragt, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu erarbeiten. Das ist wichtig, weil die Verkehrsführung in dem Bereich geändert werden muss, wenn wir das Parkhaus in einer gewissen Größe bauen wollen“, berichtete Forster von einem weiteren Baustein in diesem Bereich der Innenstadt.


Für die bestehende städtische Tiefgarage werde ebenfalls eine Konzeption entwickelt, was dort saniert werden muss. Forster machte deutlich, „dass es hier nicht mit einem neuen Anstrich getan sein wird, das wird schon umfangreicher und auf den ersten Blick sehr enorm, was dort als Maßnahmen anstehen.“


Auch gebe es für das so genannte Vauban Carrée nach dem Absprung eines Investors, der bereits seine Pläne öffentlich vorgestellt hatte, weitere Interessenten, die unterschiedliche Pläne für diese zentralen Punkt Homburgs erarbeitet hätten. „In einer der kommenden Sitzungen möchten diese ihre Vorstellungen dem Stadtrat präsentieren“, kündigte der BM den Pressevertretern an. Die Gerberstraße, die in den vergangenen Planungen teilweise integriert war, werde einzeln betrachtet, aber auch hier „gibt es Interessenten, aber das ist eben nicht ganz so leicht zu realisieren, da das Grundstück nicht lastenfrei ist.“


Ebenso werde ein neues Märktekonzept entwickelt. Der Bürgermeister dazu: „Wir müssen uns neu sortieren und schauen, was brauchen wir an welcher Stelle? Da müssen wir uns auch anpassen und neue Wege gehen.“


Sanierung des Waldstadions
„Im Oktober 2021 wurden erste Planungsleistungen für die Entwicklung des Waldstadions vergeben, wir sind in den Zeitplan eingetreten und erwarten bis Sommer die Planungen, danach könnten wir mit der Vergabe starten und im Herbst mit der Sanierung loslegen“, sprach Michael Forster ein weiteres Großprojekt in Homburg an. Es werde eine modulare Vorgehensweise geben, was heißt, dass die Sanierung Schritt für Schritt erfolgt. „Wir versprechen uns dadurch eine gewisse Kostenkontrolle, damit am Ende nichts Halbfertiges herauskommt. Wir nehmen uns nichts vor, was wir nicht zu Ende führen können“, so der BM.


Sanierung des Sportzentrums Erbach
Auf Rückfrage der Journalisten erklärte Bürgermeister Michael Forster, dass in den kommenden Tagen weitere Gespräche anstehen. Auch die Arbeiten an diesem Projekt seien sehr umfangreich, machte der BM deutlich. In der nächsten Aufsichtsratssitzung der Homburger Parkhausgesellschaft (HPS), zu der das Sportzentrum gehört, würden die Pläne gezeigt und besprochen werden.


Investitionen in Schulen und Kitas
„In den Haushalt für das laufende Jahr haben wir Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen für unsere Schulen und Kitas eingeplant. Ohne Zuschüsse von Bund und Land lassen sich Investitionen für uns nicht realisieren, aber die Ausstattung unserer Bildungseinrichtungen ist wichtig und da wollen wir uns zukunftsgerichtet aufstellen. Wir brauchen Planungen für die nächsten Jahre, auch was das Stichwort Ganztagsbetreuung angeht. Wie bauen wir aus? Wo brauchen wir was? Was wird an Kapazitäten gebraucht? Wir haben leider wenig eigene Gelder für Investitionen“, sagte der Bürgermeister zu diesem Thema. Als „Sorgenkinder“ nannte er auch die Containerlösungen an zwei Homburger Schulen, „die für mich definitiv keine Dauerlösung sein kann“.

Gründung eines Jugendbeirats
„Sehr froh bin ich, dass wir in der kommenden Stadtratssitzung die Mitglieder des neu gegründeten Jugendbeirats benennen können. Nachdem ich die Gründung dieses Gremiums 2019 vorgeschlagen hatte, hat es etwas gedauert, bis die Satzung erstellt und alles in die Wege geleitet wurde. Aber auch hier war wichtig, dass die Jugendlichen direkt mitentscheiden konnten, wie die Satzung aussehen soll und wie solch ein Jugendbeirat ausgestaltet ist, also wie sind die Abläufe, wie ist die Altersspanne, wie sieht eine Satzung aus? Leider musste eine Veranstaltung wegen Corona abgesagt werden, bei der wir diese Fragen besprechen wollten. Diese Punkte wurden in einer Videokonferenz geregelt, die Satzung steht, jetzt wird über die Besetzung entschieden und dann kann der Jugendbeirat direkt loslegen. Dies ist ein wichtiges Signal an die Jugendlichen, dass sie sich für die Zukunft und die Entwicklung der Stadt miteinbringen können.

Sanierung von Kinderspielplätzen
„Im Bereich der Kinderspielplätze wurde in den letzten zwei, drei Jahren viel getan, um diese zu sanieren, es wurden auch viele neue Geräte aufgebaut. Wenn wir unsere Pläne so einhalten können, werden die Spielplätze im Stadtgebiet in weiteren zwei bis drei Jahren runderneuert sein. Es ist ein wichtiger Standortfaktor, dass sich Familien wohlfühlen und die Plätze sicher sind“, so Forster.

Zum Ende des Pressegesprächs war es dem Bürgermeister wichtig zu betonen, „dass es Fortschritte gibt, dass es weitergeht und die Projekte im Fluss sind – auch wenn man mal nichts sieht, weil vieles eben erst im Hintergrund abläuft. Wir haben uns auferlegt, transparent zu verfahren. Das nimmt eben auch enorm viel Zeit in Anspruch, bis Fristen klar sind, bis Ausschreibungen erfolgt sind usw. Ich hoffe, dass 2022 vieles auch sichtbar für die Öffentlichkeit wird!“

Veröffentlicht am: 04.02.2022 | Drucken