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Die Altstadt im Mittelpunkt - Maßnahmen für die städtebauliche Entwicklung wurden beschlossen

IMG 5510Michael Forster wurde von OB Rüdiger Schneidewind zum neuen Bürgermeister ernannt, Dienstbeginn ist der 1. November.

In der Sonder-Stadtratssitzung vergangene Woche Montag ging es vor allem um die Präsentation des städtebaulichen Entwicklungskonzepts ISEK, das von der zuständigen Arbeitsgemeinschaft vorgestellt und später durch den Rat beschlossen wurde.

Bevor es jedoch dazu kam, wurde Josef Tuch als neues AfD-Ratsmitglied von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind verpflichtet. Die AfD bildet somit wieder eine Fraktion im Homburger Stadtrat. Hingegen wurde die Allianz der Vernunft aufgelöst, da die beiden Mitglieder Georg Weisweiler und Marianne Bullacher zur CDU wechselten, die somit ab sofort 19 Sitze im Rat hat - genau so viele wie die SPD.

In der Sondersitzung wurde auch Michael Forster zum neuen Bürgermeister ernannt; er übernimmt ab November das Amt von Klaus Roth.

Die Entwicklung der Innenstadt liege allen am Herzen und so sei es „die richtige Maßnahme. Endlich haben wir ein Konzept mit klaren Zielvorgaben vorliegen und können die Stadt denkmalgerecht sichern und weiterentwickeln“, sagte Yvette Stoppiera-Wiebelt für die Grünen zum vorgestellten Plan. Dieser wurde von den Vertretern der Unternehmen isoplan-Marktforschung und MESS Stadtplaner, Dr. Karsten Schreiber und Dr. Henning Stepper erläutert. Das 186 Seiten umfassende Dokument zeigt das Gebiet auf, um das es geht: die gesamte Altstadt inklusive Marktplatz, Hohenburgschule und die Karlsbergstraße sowie die Fruchthallstraße. Dabei wurden 174 Objekte erfasst und hinsichtlich ihres Sanierungsstandes bewertet, zudem wurden Fragebögen an die Eigentümer verschickt, um die Situation auch aus deren Sicht beurteilen zu können.

Heraus kam das Gesamtpaket, das auf zehn Jahre ausgelegt ist und 22 Maßnahmen für die Gestaltung - sei es per Möblierung, Sanierung oder auch durch die Neuordnung des ruhenden Verkehrs oder durch Wegweiser - beinhaltet. Nachfragen gab es vor allem von der CDU zu einigen aufgeführten Punkten, wobei OB Schneidewind klar machte, dass diese Ideen nicht endgültig seien, sondern selbstverständlich nochmal in den einzelnen Gremien beraten und beschlossen würden.

Kritik gab es unter anderem daran, dass der La Baule-Platz in diesem Konzept völlig weggelassen wurde. „Das liegt daran, dass in diesen Platz in den letzten Jahren schon Fördermittel geflossen sind“, so Dr. Schreiber. Daher dürfe er hier nicht berücksichtigt werden.

„Homburg hat Potenzial, das ist eine der wichtigen Botschaften dieses Konzepts“, meinte Wilfried Bohn (SPD) und Dr. Schreiber gab dem Rat vor der Abstimmung mit auf den Weg, dass man jetzt keine Zeit verlieren solle. Dem Maßnahmenkatalog wurde einstimmig zugestimmt. Die Finanzierung kommt zu je einem Drittel von Land, Bund und Stadt.

Zum Thema Altstadt passte auch der letzte Punkt auf der Tagesordnung: beschlossen wurde - auch hier einstimmig - die Aufstellung eines Mahnmals zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes. Dieses wurde von Künstler Klaus Glutting entworfen und soll bald im Bereich der Kreuzung Klosterstraße / Saarbrücker Straße entstehen. Zuvor gab es bereits die einstimmige Empfehlung des Kulturausschusses für dieses Projekt. Die Anregung zu dem Mahnmal kommt von Izhak Hirsch und weiteren ehemaligen jüdischen Mitbürgern in Homburg.

IMG 5516Josef Tuch wurde in der Sitzung als neues AfD-Ratsmitglied verpflichtet.

Veröffentlicht am: 22.10.2018 | Drucken