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Ein Dank ging an Kurt Keller - Weltkriegs-Zeitzeuge wurde im Rathaus empfangen

Ehrung Kurt KellerBürgermeister Michael Forster (l.) bedankte sich bei Kurt Keller für seine wichtige Arbeit als Zeitzeuge. Auch Kellers Tochter Andrea Hauck und seine Ehefrau Gertrud (r.) waren beim Empfang im Homburger Rathaus mit dabei.

Kurt K. Keller aus Homburg ist Zeitzeuge eines Ereignisses, das viele Menschen nicht erlebt haben und sich wohl auch kaum vorstellen können. 1942 meldete sich der damals 17-Jährige als Kriegsfreiwilliger und durchlebte schwere Kämpfe, Verluste und eine schmerzvolle Gefangenschaft in Sibirien. Auch beim so genannten D-Day im Juni 1944, als die Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg landeten, stand er an vorderster Front.

Über seine Erlebnisse und die Erkenntnisse, die letztlich zum Umdenken, zur Desertation und somit auch zur Verurteilung zum Tode führten und ihn in Kriegsgefangenschaft brachten, hat er ein Buch geschrieben („Vom Omaha Beach bis Sibiren“), in zahlreichen Dokumentationen erzählt er seine Geschichte und auch in Schulen klärt er die nachfolgenden Generationen auf.

„Ich finde es toll, dass Sie sich für den Frieden und die Völkerverständigung einsetzen“, begrüßte Bürgermeister Michael Forster den heute 93-jährigen Keller gemeinsam mit dessen Frau und Tochter kürzlich im Rathaus. Er hatte die Familie eingeladen, um dem Zeitzeugen zu danken, dass er „darüber berichtet, was damals war. Das ist wichtig und darf nicht in Vergessenheit geraten“, so Forster.

Als kleine Ehrung überreichte er Keller im Beisein von Vertretern der CDU-, Grünen-, AfD- und FWG-Fraktionen des Stadtrats ein Buch über das Schloss Karlsberg und eine Flasche Bürgermeister-Wein. „Ich bin sehr stolz, heute hier zu sein und Anerkennung zu erfahren“, sagte Keller, der auch in Frankreich und den USA bereits mehrere Ehrungen entgegennehmen durfte und zu vielen Festivitäten eingeladen wird.

Veröffentlicht am: 23.07.2019 | Drucken