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Jahresausstellung Homburger Künstlerinnen und Künstler 2022 - „Randerscheinungen“ noch bis zum 18. Dezember in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau zu sehen

Kuratorin Die unter dem Motto „Randerscheinungen“ präsentierte Jahresausstellung Homburger Künstlerinnen und Künstler wird in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau noch bis zum Sonntag, 18. Dezember, gezeigt.

Insgesamt sind 36 Werke von 30 Künstlerinnen und Künstler in unterschiedlichen Techniken und von der Malerei, Grafik, Kalligrafie, Fotografie und Installation bis hin zur Objektkunst aus Glas zu sehen.

Zunächst hatte der Kulturbeigeordnete Raimund Konrad die vielen Gäste und anwesenden Künstlerinnen und Künstlern in der vollbesetzten Galerie auch im Namen von Bürgermeister Michael Forster, der wegen eines anderen Termins verhindert war, begrüßt. Konrad dankte auch den Beschäftigten der Kulturabteilung und des Saalbaus sowie der Kuratorin für die Beteiligung an der letzten Ausstellung des Jahres. Rückblickend auf 2022 äußerte sich Konrad positiv über das kulturelle Angebot in Homburg und kündigte auch für 2023 die ARTmosphäre an.

Anschließend führte die Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier in die Ausstellung ein. Sie sagte, dass in der Galerie „Randerscheinungen“ ins rechte Licht gerückt würden, die Aufmerksamkeit verdienten. Sie sprach aktuelle Themen wie den Klimawandel, Extremismus und Nationalismus an und betonte, dass „die Mehrheit der Künstlerinnen und Künstler ihren Fokus auf die unmittelbare Umwelt des Menschen“ gerichtet habe. Um auf die Wirksamkeit der Kunst hinzuweisen, ging sie auch kurz auf die diesjährige documenta in Kassel und die Auswirkungen politischer Randerscheinungen ein.

„Randerscheinungen können aber auch positiv besetzt sein“, erklärte sie und ging in der Folge kurz auf alle Werke ein. Dabei gelang ihr selbst das „Kunststück“, auf jede Künstlerin und jeden Künstler und die ausgestellten Arbeiten mit nur zwei bis drei Sätzen kenntnisreich und interpretationsstark einzugehen.

So sagte sie zu Willi Krebs, „abiotische Interaktion“, dass dieser den Blick auf Störungen im Ökosystem lenke und spektakuläre Blitzeinschläge die Dunkelheit seiner Grafik durchzuckten, während J. N. R. Wiedemann großes Unheil zitiere. Der Titel des Bildes ist Jean Paul Sartre entliehen: „Morgen werden die schwarzen Vögel kommen“. Beim Werk von Annette Bachmann-Vicktor, „Fata Morgana“, so Dr. Mathis-Sandmaier, wandele man auf dem schmalen Grat zwischen Traum und Wirklichkeit. „In der Kunst ist optische Täuschung weit mehr als nur Randerscheinung“.

Die Arbeit von Katharina Pieper, „Produktiver Austausch“, bei der nach Ansicht der Kuratorin Schreibkunst auf Straßenkunst, „die hohe Kunst auf die sogenannte Subkultur“ treffe, nannte sie passend „Kalligraffiti“.

Dr. Françoise Mathis-Sandmaier wies speziell noch auf die „Kunst-Stückchen“ im Foyer des Saalbaus hin, bei denen es sich um 14 kleinformatige Arbeiten der beteiligten Künstlerinnen und Künstler handelt, die eher den kleinen Geldbeutel ansprechen.

Wie der Beigeordnete Konrad ging auch sie auf die Öffnungszeiten der Ausstellung ein. Diese ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie zusätzlich vor dem Weihnachtskonzert am 4. Dezember sowie dem Meisterkonzert am 15. Dezember geöffnet. Besondere Beachtung verdient auch das „Art Dating“ am Mittwoch, 7. Dezember 2022. Ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit, Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung persönlich kennenzulernen und in lockerer Atmosphäre mit diesen ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt zur Ausstellung sowie zum „Art Dating“ ist frei. Nahezu alle Kunstwerke können erworben werden.

Publikum

Veröffentlicht am: 01.12.2022 | Drucken