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Mahnmal wird eingeweiht - Gedenken an die Reichspogromnacht findet am 12. November statt

Mahnmal Ausschnitt 3Im Hintergrund von zwei Granitstelen des künftigen Mahnmals sind links der frühere Gasthof „Zum Storchen“ und daneben die Ruine der Synagoge zu sehen.

In diesem Jahr wird mit dem „Mahnmal gegen das Vergessen“ ein bleibendes, sichtbares Zeichen der Erinnerung für die durch das nationalsozialistische Terrorregime ermordeten Homburger Bürgerinnen und Bürger der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Einweihung findet am Dienstag, 12. November 2019, um 15.30 Uhr vor dem Gebäude Marktplatz 14, statt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.
Das Mahnmal soll an die Zeit erinnern, als Menschen jüdischen Glaubens, egal ob Mann oder Frau, Kind oder Greis gedemütigt, verspottet und mit Hasstiraden überzogen wurden. Auch in Homburg blieben jüdische Familien nicht verschont, wurden Angst und Schrecken ausgesetzt und das jüdische Leben in Homburg wurde schlussendlich ausgelöscht.
Im Anschluss an die Einweihung des Mahnmals findet wie in jedem Jahr die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht um 16 Uhr, in der Protestantischen Stadtkirche statt, die gemeinsam von den christlichen Kirchen und dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg ausgerichtet wird. Diese Veranstaltung soll weiter in der Haltung bestärken, menschenverachtendem Gedankengut und Handeln keinen Raum lassen zu wollen.
Als Hauptredner widmet sich Jörn Didas, Geschäftsführer des Adolf-Bender-Zentrums, dem Thema „Geschehnisse in der Reichspogromnacht im Saarland“. Schülerinnen und Schüler der AG Geschichte des Saarpfalz-Gymnasiums und die ehemalige Konfirmandengruppe der evangelischen Kirchengemeinde Bruchhof-Sanddorf gestalten die Veranstaltung mit. Die musikalische Begleitung übernehmen der Schulchor des Saarpfalz-Gymnasiums und das Ensemble Chorioso. Im Anschluss gehen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in gemeinsamem Schweigen zur Ruine der ehemaligen Synagoge in der Klosterstraße.
Die vom Adolf-Bender-Zentrum konzipierte Ausstellung „Reichspogromnacht - Was geschah am 9. 11. 1938 im Saarland“ ist noch bis zum 22. November 2019 im Foyer des Rathauses zu sehen. Sie informiert ebenfalls über die Geschehnisse vor nunmehr 81 Jahren.
Wer sich für die Geschehnisse in Homburg interessiert, ist zudem zu einer Führung durch das jüdische Homburg eingeladen. Diese findet am 9. November um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist der Marktplatz vor dem historischen Rathaus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Kosten entstehen keine.

Veröffentlicht am: 05.11.2019 | Drucken