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Römermuseum blickt auf spannendes Jahr zurück – Besucherzahlen nach Corona-Einschränkungen wieder stark gestiegen

Römermuseuem von obenAuf ein abwechslungsreiches Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten sowie einer erfreulich hohen Zahl an Besucherinnen und Besuchern kann das Römermuseum Homburg-Schwarzenacker, offiziell eine Stiftung des bürgerlichen Rechts, zurückblicken.

Musste das Museum in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Pandemie starke Einschränkungen hinnehmen, konnte der Museumsbetrieb 2022 über die gesamte Saison weitgehend normal durchgeführt werden. So freuen sich die Verantwortlichen am Ende der Saison sogar über eine Steigerung der Besucherzahlen: 13.176 Menschen schauten sich die Sehenswürdigkeit an, fast 2.000 mehr als im Jahr 2019.

Auch durch neue, ansprechende Konzepte im Bereich der Museumspädagogik konnte bei den Kinder- und Jugendprojekten im Jahr 2022 ein deutlicher Zugewinn an Besucherinnen und Besuchern und damit insgesamt eine höhere Besucherfrequenz festgestellt werden. Dies ist nach Ansicht des Geschäftsführers des Römermuseums, Philipp Scheidweiler, auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die mit großem Engagement sowie Flexibilität agieren. Denn auch in den Corona-Jahren wurde veranstaltet, was möglich war, Hygienekonzepte wurden immer wieder angepasst, vieles wurde nach draußen verlegt und so organisiert, dass es mit Abstand stattfinden konnte.

Erfolge konnten 2022 insbesondere mit familienfreundlichen Veranstaltungen erzielt werden, wie beispielsweise der Osterrallye, Kochworkshops, den allseits beliebten Sommerferienaktionen oder der Veranstaltung „Fiat Lux“, die zum Saisonende zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag 2022 auf dem Bereich Barock. So konnte mit Unterstützung des Saarpfalz-Kreises eine siebenteilige Vortragsreihe in Kombination mit einer monatlich abwechselnd bestückten Vitrine, dem „Schaufenster Barock“, ins Leben gerufen werden. Mit „Ambottens Fest“ gab es zudem eine große Sonderveranstaltung in Schwarzenacker. Dank des Interesses soll der Themenbereich Barock auch in Zukunft fester Bestandteil des musealen Konzeptes bleiben.

Das Freigelände des Museums wurde darüber hinaus auch als Veranstaltungsstätte der Kreisstadt Homburg sowie der Homburger Kulturgesellschaft genutzt. Neben der Kleinkunstreihe „Kultur im Museum“ mit zwei Aufführungen im Innenhof des Römercafés wurden die Homburger Filmnächte an zwei Tagen auf dem Areal des Museums durchgeführt. Generell steht die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und weiteren Stellen der Stadt Homburg auch dafür, das Museum unabhängig von musealen Inhalten erlebbar zu machen und den so angelockten Gästen einen neuen Blickwinkel auf das Museum zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sind auch die zahlreichen Trauungen in Zusammenarbeit mit dem Standesamt zu nennen, die im Mannlich-Salon des Edelhauses stattfinden. Seit dem letzten Jahr ist es zudem möglich, so genannte „freie Trauungen“ im Barockgarten des Edelhauses durchzuführen.

Ebenfalls ein Erfolg ist die Verpachtung des Römercafés seit Frühjahr 2022. Die Zusammenarbeit mit den Pächtern führt auch zu neuen Akzenten, wie beispielsweise dem erstmals durchgeführten Weihnachtsmarkt im Innenhof des Cafés.

Stärker in den Blick genommen wurden im ablaufenden Jahr digitale Inhalte. Der „Audioguide“, der zusammen mit dem Homburger Amateurtheater erstellt wurde, wurde sehr gut angenommen. Die digitalen Inhalte, die über die App „Actionbound“ abrufbar sind, setzen die Attraktionen des Museums auf moderne Weise neu in Szene und stellen eine Bereicherung des Besuchererlebnisses dar. Zu den weiteren Vorhaben gehört es auch, das Museumsgelände mit W-LAN auszustatten.

Für die Museumssaison 2023 wird eine große Playmobilausstellung die Ausstellungsflächen bereichern. Für diese Ausstellung werden verschiedene Elemente des Areals in Schwarzenacker mit Playmobil nachgebaut und insgesamt 40 Szenerien geschaffen, die im Dachgeschoss des Edelhauses gezeigt werden. Die Ausstellung und die Begleitinformationen sowie digitale Interaktion werden erstmals in Deutsch, Französisch und Englisch präsentiert. Nach dem Barockfest im Jahr 2022 soll es 2023 wieder ein großes Römerfest geben.

Veröffentlicht am: 29.12.2022 | Drucken