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„Schlichten statt richten“ - Manfred Schneider ist seit 20 Jahren Schiedsmann

Schiedsmann Schneider 7464Manfred Schneider (Mitte) wurde von Joachim Klesen (links) und Bürgermeister Michael Forster für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsmann geehrt.

Seit 20 Jahren übt Manfred Schneider aus Schwarzenbach das Amt des Schiedmanns für Homburg aus. Der 71-Jährige ist damit der dienstälteste Schiedsmann im Saarpfalz-Kreis.
„Schlichten statt Richten“ lautet sein Motto. Vor kurzem erhielt er im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus aus den Händen von Joachim Klesen, Richter am Amtsgericht Homburg und ständiger Vertreter des Direktors, eine Urkunde sowie ein Dank des saarländischen Justizministers für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsmann. Gleichzeitig wurde er für die nächsten fünf Jahre im Amt weiter ernannt.

Bei der Ehrung waren auch Bürgermeister Michael Forster und Beigeordnete Christine Becker dabei. Forster wie Klesen würdigten das Engagement Schneiders: „Es ist nicht einfach, ein solches Amt auszuüben, denn die streitenden Parteien kommen ja immer in einem Konfliktfall. Es gilt, widerstreitende Interessen auszugleichen. Und das ist nicht so einfach“, so Forster. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten sei Schneider „ganz tief verwurzelt in diesen Bereichen und prädestiniert für dieses Amt“.

Schneider selbst gab einen Einblick in seine Tätigkeit als Mittler in zivilrechtlichen und auch strafrechtlichen Angelegenheiten: „Die überwiegenden Fälle sind die typischen Nachbarschaftsstreitigkeiten, viele Tür- und Angelfälle“. Zwischen 30 und 40 Einsätze habe er im Schnitt pro Jahr.

Das Verhältnis zwischen den gelungenen Vergleichen und dem Nicht-Erreichen einer Einigung zwischen den Streitparteien sei 45 zu 55 Prozent, berichtete Schneider. Er fühle sich im Rathaus gut aufgehoben, dankte er der Stadt, die ihm für seine Tätigkeit die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Bei einem gelungenen Schiedsverfahren dürfe es am Ende nicht einen Gewinner und einen Verlierer geben, erklärte Manfred Schneider. Wichtig für die Funktion des Schiedsmanns sei weniger ein ausgeprägtes juristisches Wissen, es gehe um Fingerspitzengefühl, ob ein Verfahren zu einer Einigung kommen kann oder nicht. „Es geht um Lebens- und Berufserfahrung. Das macht einen guten Schiedsmann aus.“

Veröffentlicht am: 07.05.2019 | Drucken