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Stadtspitze lud Betriebsräte ein - Traditioneller Austausch mit Homburger Unternehmen fand statt

B Räte 1OB Rüdiger Schneidewind, Bürgermeister Klaus Roth und die Beigeordnete Christine Becker kamen mit den Betriebsräten der Homburger Unternehmen ins Gespräch.

Traditionell empfing Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Betriebs- und Personalräte Homburger Unternehmen zum gemeinsamen Austausch, diesmal im Bistorante UNO in der Talstraße.

Dabei wurde schnell klar, dass es den meisten Firmen ganz gut geht. So berichtete Frank Kaufmann von Dr. Theiss Naturwaren von „dem stärksten Geschäftsjahr seit Firmengründung“. Auch Raymond Ott (Michelin Reifenwerke) freute sich über eine gute Auftragslage. Er verabschiede sich in diesem Jahr nach 20-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender „mit einem optimistischen Gefühl“ in den wohlverdienten Ruhestand.

Ein großes Thema, angesprochen von OB Schneidewind, war die E-Mobilität. „Das bereitet mir schlaflose Nächte, schließlich ist Homburg - nicht nur durch Bosch - ein Diesel-Standort. Hier geht es um Kaufkraft und Arbeitsplätze. Das betrifft die gesamte Region.“ Der OB kündigte an, um die traditionellen Unternehmen kämpfen zu wollen. Von Bosch Rexroth berichtete Alexander Kreutz von einem Stellenabbau: „Seit dem 1. Januar sind es 63 Leute weniger, es wurde allerdings niemand betriebsbedingt gekündigt“, gab er an. Im ersten Halbjahr 2017 sei das Unternehmen gut ausgelastet: „Der Markt sieht besser aus als prognostiziert. Wir beschweren uns nicht, dass wir mehr Arbeit haben, aber jetzt fehlen uns die Leute und auch deren Know-how“, so Kreutz. Kurios sei allerdings, dass weiter Personal abgebaut werden müsse.

Manfred Rippel von der A6-Fahrzeugbau war zufrieden mit seinem Servicebetrieb. Vor allem laufe neben Reparatur und Fahrzeugneubau auch der Sonderfahrzeugbau im Bereich Motorsport „international sehr erfolgreich“.

Der Schaeffler-Vertreter Jean-Louis Blondel sprach von der E-Mobilität ebenfalls als „die Herausforderung von morgen“. Dennoch sei auch er guten Mutes, was sein Unternehmen angeht. „Wir haben stetig Personal aufgebaut und sind im Moment auch in einem vernünftigen Bereich, was das Thema Leiharbeit angeht.“ Auch Dieter Schunck von der Karlsberg Brauerei freute sich, dass es in seinem Unternehmen kaum noch Leiharbeiter gibt. Er lobte vor allem das Betriebsklima, „auf das auch die Chefs achten“. So sei bei Neu-Einstellungen nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern vor allem auch der menschliche Aspekt von Bedeutung. Sorgen bereiteten ihm eher die Discounter, die die Bierpreise senken wollen. „Diesen Weg gehen wir aber nicht mit und da stehen wir auch voll hinter der Geschäftsführung.“

Ganz andere Sorgen haben Helene Rauber (Uniklinik) und Marina Rimkus (UKS Service GmbH): „Es ist das Problem, das alle Krankenhäuser haben: Personalmangel und hohe Krankenstände - alle arbeiten am Limit. Wir konnten durch die Wahlen in der Politik auf dieses Problem aufmerksam machen und ich hoffe, dass wir da etwas erreichen. Das wäre ein positives Signal für alle Beschäftigten“, so Rauber, die auch auf Bettenschließungen hinwies und darauf, dass das Thema Pflege jeden betreffe.

Ursula Schallmo von der Stadtverwaltung wies auf ein „schwieriges Jahr“ hin, „durch die Überwachungs-Affäre, die hoffentlich bald zum Abschluss kommt“. Allgemein attestierte sie ein Führungsproblem, dem aber durch Schulungen abgeholfen werden soll. Außerdem sei Nachwuchs dringend erforderlich.

Veröffentlicht am: 09.05.2017 | Drucken