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Touristische Beschilderung der Gärten mit Geschichte im Saarpfalz-Kreis – Offizielle Einweihung durch Umweltminister Reinhold Jost an den Jägersburger Weihern

Gaertenv.l.n.r.: Bürgermeisterin Maria Vermeulen, Mandelbachtal; Wolfgang Henn, Geschäftsführer Saarpfalz-Touristik; Beigeordneter Albrecht Hauck, St. Ingbert; Umweltminister Reinhold Jost; Landrat Dr. Theophil Gallo; Ortsvorsteher Jürgen Schäfer, Jägersburg und Doris Gaa, Vorsitzende der LAG (Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau)

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Gustavsburg am Schlossweiher in Jägersburg wurde von Umweltminister Reinhold Jost, stellvertretend für die touristische Beschilderung der Gärten mit Geschichte im Saarpfalz-Kreis, an diesem Dienstag die Informationstafel Jägersburger Weiher offiziell eingeweiht. Das Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz hat das Projekt mit einem Zuwendungsbescheid in Höhe von 62.365,15 Euro gefördert. Landrat Dr. Theophil Gallo bedankte sich herzlich bei Umweltminister Jost für die Förderung durch das Land und die Europäische Union in seiner Funktion als Verbandsvorsteher der Saarpfalz-Touristik, die Antragsteller für dieses Projekt war. Er führte weiter aus, dass es das Ziel des Projektes sei, die gemeinsame touristische Vermarktung als „Netzwerk der Gärten mit Geschichte“ durch die Aufstellung von einheitlichen Informationsschildern zu stärken. So könnten sich vor Ort die Besucher über die verschiedensten Gärten in der Region informieren, zusätzliche Anregungen erhalten und nach Lust und Laune weitere Gärten besuchen. Zurzeit werde auch noch eine kleine Faltkarte zu den Gärten mit Geschichte gedruckt, die das Beschilderungssystem ergänzt.

15 Parkanlagen und Gärten werden touristisch miteinander vernetzt

Ob feudalherrschaftliche, kulturhistorische oder beschauliche Gärten – die Auswahl in der Saarpfalz und der Biosphäre Bliesgau ist groß. Die insgesamt 15 Parkanlagen befinden sich in unterschiedlichen Gestaltungs- oder Pflegezuständen und jeder Garten hat seine eigene „Biografie“. Die Jägersburger Weiher hatten schon sehr früh eine touristische Bedeutung für die Region. So wurde der Schlossweiher mit dem Jägersburger Wahrzeichen, der Gustavsburg, lange Zeit als Badeweiher genutzt. In den 60er- und 70er-Jahren wurden Schloss- und Brückweiher touristisch aufgewertet und das dazwischenliegende Gelände zum Naherholungsgebiet ausgebaut.

Das Beschilderungsprojekt der Gärten mit Geschichte wurde von Dr. Bernhard Becker, dem ehemaligen Leiter des Fachbereichs Kultur und Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises initiiert und von der Saarpfalz-Touristik umgesetzt. Ein weiterer Garten mit Geschichte in Homburg ist der WaldPark Schloss Karlsberg in Homburg-Sanddorf. Hier sind sämtliche Bauten verschwunden, aber die gartenkünstlerischen Formationen sind noch vorhanden. Nur einige Kilometer von den Jägersburger Weihern entfernt liegt der Bexbacher Blumengarten. In St. Ingbert wurde die Gustav-Clauss-Anlage und der Park Schloss Elsterstein mit Informationstafeln ausgestattet. Das Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld bei Wittersheim möchte mit seinem Ensemble von Gärten (Obst- und Beerengarten, Rosengarten, Bauerngarten, Weinberg usw.) „Kulturlandschaftsgärten“ präsentieren, um damit wesentliche Ausschnitte der Kulturlandschaft des Bliesgaus widerzuspiegeln.

Informationstafeln machen Lust auf mehr!

Auf den insgesamt 27 touristischen Informationstafeln, die mit dem Logo der Gärten mit Geschichte ausgestattet sind, finden die Besucher Informationen zum Netzwerk der 15 Gärten mit entsprechender Übersichtskarte sowie eine konkrete Objektbeschreibung des jeweiligen Parks beziehungsweise Gartens.

Die LEADER-Förderung unterstützt die nachhaltige touristische Entwicklung

Der LEADER-Förderantrag wurde von der Saarpfalz-Touristik bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphärenreservat Bliesgau gestellt. Die Lokale Aktionsgruppe bewertete den Antrag positiv und leitete zur Förderung aus LEADER-Mitteln an das Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz weiter. Auch im Ministerium wurde die touristische Vernetzung der Gärten mit Geschichte positiv bewertet, sodass eine Zuwendung aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes – ELER) nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014 – 2020 (SEPL 2014-2020) im Rahmen von LEADER in Höhe von 62.365,15 Euro gewährt wurde.

Veröffentlicht am: 21.10.2020 | Drucken