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Wegener härtet mit komplexer Technik - OB Rüdiger Schneidewind besuchte innovatives Familienunternehmen in der Michelinstraße

Wegener HärtetechnikDie Beigeordnete Christine Becker, Thomas und Ute Wegener, Dr. Manfred Velten, Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer und OB Rüdiger Schneidewind (v. l. n. r.) beim Rundgang über das Betriebsgelände im Industriegebiet Ost.

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind besucht seit seinem Amtsantritt regelmäßig größere Unternehmen, aber auch kleinere und mittlere Betriebe in Homburg. Kürzlich war er gemeinsam mit der Beigeordneten Christine Becker und Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer in der Michelinstraße bei der Wegener Härtetechnik GmbH zu Gast.

Dabei führten Geschäftsführer Thomas Wegener und seine Frau Ute sowie Betriebsleiter Dr. Manfred Velten die Gesprächspartner aus dem Rathaus ausführlich durch das innovative Unternehmen. Wegener ging auch auf die Anfänge des Betriebs ein, der 1984 von seinem Vater in Wörschweiler gegründet wurde und sich seit 1988 am jetzigen Standort befindet. Aufgrund neuer Entwicklungen wurde die Firma immer wieder erweitert.

Mit Begriffen wie Plasmanitrieren oder Vakuumaufkohlung kann der Nichtfachmann vermutlich kaum etwas anfangen, doch generell lässt sich sagen, dass sich Wegener Härtetechnik darauf spezialisiert hat, mit den modernsten Kälte- und Wärmeverfahren in einem Temperaturspektrum von -198 bis 1.200 Grad Celsius Bauteile härter zu machen. Dabei stellt das Unternehmen diese Teile nicht selbst her, sondern veredelt Werkstücke der Kunden in komplizierten technischen Verfahren.

Im Gespräch mit OB Schneidewind machten die beiden Diplom-Chemiker Thomas Wegener und Dr. Manfred Velten deutlich, dass sich der Familienbetrieb mit knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen Jahren zu einem Spezial-Dienstleister entwickelt hat und heute rund 1.500 Kunden zählt. Diese reichen von der in der Nachbarschaft angesiedelten Firma Schaeffler Technologies bis zu Windkraftunternehmen.

Um den Kundenwünschen zu entsprechen und am Markt bestehen zu können, bleibt dem Unternehmen häufig kein anderer Weg als zu investieren. Die aktuellste Investition erfolgte in eine neue Vakuumhärteanlage, die mehr als vier Millionen Euro gekostet hat und sich in den kommenden Jahren rechnen muss. Dies gelingt natürlich nur bei guter Auftragslage. Ein weiterer Vorteil liegt in dem deutlich geringeren Energieverbrauch der neuen Anlage. Dies sei ein wichtiger Aspekt in einer Branche, in der die Strom- und Gaskosten zu den wichtigsten Themen gehören, betonte Wegener.

Ebenso ein Kostenfaktor sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die größtenteils spezialisierte Fachkräfte sind und sich regelmäßig auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen einstellen müssen. Da hilft es sicherlich, dass das Unternehmen im Saarland in der Ausbildung und auch in Forschung und Wissenschaft gut vernetzt ist und mit zahlreichen Einrichtungen kooperiert, wie Thomas Wegener erläutert.

OB Rüdiger Schneidewind und Beigeordnete Christine Becker sprachen dem Ehepaar Wegener nicht nur Anerkennung und Lob für den Mut zu Investitionen und für die erfolgreiche Entwicklung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen aus. Da das Ehepaar bereits seit Jahren als Sponsor immer wieder kulturelle und soziale Veranstaltungen unterstützt, obwohl das Unternehmen aufgrund der Kundenstruktur gar nicht auf Werbung angewiesen ist, sagten der OB und die Beigeordnete auch dafür herzlichen Dank.

Veröffentlicht am: 07.08.2017 | Drucken