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Wegen einer geschlossenen Veranstaltung ist das Römermuseum am 12.07.2024 ab 13 Uhr geschlossen

Wertstoffzentrum Am Zunderbaum schließt wegen einer internen Veranstaltung am 12. Juli bereits um 12 Uhr

Einladung zu Bürgerfahrten zum 35. und 40. Jubiläum in die Hombuger Partnerstädte

Die Tourist-Info schließt am Freitag, 12. Juli aufgrund einer internen Veranstaltung bereits am 12.30 Uhr

Die Stadtbibliothek schließt am Freitag, 12. Juli, aufgrund einer internen Veranstaltung bereits um 12.30 Uhr.

Internationaler Bund erkundete jüdisches Leben in Worms

Foto: I. Saad

Der Internationale Bund veranstaltete am 23. Juni eine äußerst interessante Exkursion von Homburg nach Worms.

Gefördert wurde die Exkursion durch die Partnerschaft für Demokratie Homburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Insgesamt 49 Personen im Alter zwischen drei und 65 Jahren machten sich an diesem Sonntag mit der Bahn auf den Weg in Richtung Rheinland-Pfalz, hauptsächlich mit dem Ziel, die jüdischen Welterbestätten kennenzulernen.
Allerdings kommt man in Worms an Martin Luther nicht vorbei, weshalb die Teilnehmenden am Lutherdenkmal in wenigen Sätzen erfuhren, was es mit den berühmten Worten des Reformators, „hier stehe ich, ich kann nicht anders“, auf sich hat. Anschließend konnte die Gruppe auf eigene Faust den Dom erkunden, von dem sich die meisten sehr beeindruckt zeigten.

Nach einem kleinen Picknick fühlten sich die Teilnehmenden gestärkt für das eigentliche Herzstück der Exkursion, das am jüdischen Friedhof Heiliger Sand begann. Da es sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Internationalen Bundes um Migranten handelt, die Deutsch lernen, wurde die Führung einmal mit, einmal ohne Übersetzung angeboten. Ein Absolvent des Fortgeschrittenenkurses, Ibrahim Khatib, war dabei als Dolmetscher bestens geeignet, da er neben der arabischen auch die ukrainische bzw. russische Sprache beherrscht.

Während der Führung kam es zu etlichen Aha-Erlebnissen, allein schon die Erkenntnis, wie viele Jüdinnen und Juden doch vor dem Krieg in der Stadt lebten und das Stadtbild fast 1.000 Jahre lang prägten. Auch dass an den jüdischen Stätten die Männer, nicht die Frauen, aus Respekt eine Kopfbedeckung tragen sollen, war für viele neu und erstaunlich. Die Führung mit vielen interessanten Details endete in der Synagoge, und auch hier war es eine gute Erfahrung, dem Sakralbau den Respekt entgegenzubringen, den man sich selber wünscht.

Nach etwas Zeit zur freien Verfügung begab sich die Gruppe auf den Rückweg. Obwohl die Deutsche Bahn immer wieder für Abenteuer und Herzklopfen gut ist, erreichten die Teilnehmenden rechtzeitig zum Europameisterschaftsspiel wieder die Heimatstadt.

  Veröffentlicht am: 04.07.2024 | Drucken