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Roteiche am Steinhübel muss stark zurückgeschnitten werden - Baum ist vom Brandkrustenpilz befallen

Die Grünflächenabteilung der Stadt Homburg muss in Kürze eine größere Roteiche im Bereich des ehemaligen Spielplatzes am Steinhübel stark zurückschneiden lassen.

Mitte April wurde im Rahmen einer regelmäßig durchgeführten Baumkontrolle an der Roteiche mit der Baumnummer 7865 der Besatz von Brandkrustenpilz festgestellt.

Die Fruchtkörper befanden sich auf einer bereits länger abgestorbenen stark beschädigten Starkwurzel. Da ein Befall mit holzzerstörenden Pilzen, hier dem Brandkrustenpilz (Ustulina deusta), zwingend eine eingehende Untersuchung mittels Schallimpulshammer und Bohrwiderstandsmessungen vorsieht, wurden diese eingehenden Untersuchungen in der vergangenen Woche vorgenommen, heißt es in dem Prüfbericht des Baumkontrolleurs.

Zur Erklärung:
Der Brandkrustenpilz ist ein aggressiver, in erster Linie wurzelbürtiger holzzerstörender Pilz, der eine intensive Moderfäule vordringlich am Wurzelwerk und im Bereich des Stammfußes verursacht, die sehr schnell die Stand- und Bruchsicherheit eines Baumes beeinträchtigen kann. Der Brandkrustenpilz gilt im Rahmen der Verkehrssicherung als einer der „gefährlichsten“ Pilze. Seine Aggressivität als Holzzersetzer in lebendem Holz ist nicht zu unterschätzen, seine unscheinbaren Fruchtkörper, die fast wie Teerspritzer am Baum aussehen können, sind leicht zu übersehen. Zunächst wird bei der Moderfäule nur Zellulose abgebaut, erst in späteren Phasen der Holzzersetzung wird auch das Lignin angegriffen. Diese Form des Holzabbaus führt zur Holzversprödung und unweigerlich zum Versagen des Baumes. Entsprechend amorphe Wurzeln konnten im Rahmen der untersuchten Starkwurzeln bestätigt werden.

Aus diesen Gründen wird in Kürze vom städtischen Baubetriebshof ein Kronensicherungsschnitt durchgeführt, der die Baumkrone um etwa 30 Prozent einkürzen wird. Darüber hinaus wird das Kontrollintervall für diesen Baum von derzeit acht Monaten auf vier Monate herabgesetzt.

Veröffentlicht am: 18.05.2018 | Drucken