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Stadt Homburg war Gastgeber beim „Internationalen Fest der Pflege“ - Bei bestem Wetter wurde am Samstag auf dem Marktplatz gefeiert

„Homburg hat geliefert“ – Mit diesem Statement begrüßte Bürgermeister Michael Forster am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz zum Internationalen Fest der Pflege unter dem Motto „Starke Pflege kennt keine Grenzen“. Was er damit meinte? Die Stadt Homburg als Austragungsort konnte auf dem Marktplatz bei bestem Wetter und tollen Gegebenheiten die Plattform für ein erfolgreiches Miteinander bieten: „Homburg ist vielfältig und wir freuen uns, viele Gäste aus allen Ländern willkommen zu heißen“, so Forster.

Es war also alles angerichtet für einen erfolgreichen Tag ganz im Zeichen der Pflege, der vom Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) als größtem Arbeitgeber in Homburg zusammen mit dem Winterberg Klinikum (Saarbrücken) organisiert und durchgeführt wurde. Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem von der Konzertierten Aktion Pflege. Dabei gab es neben zahlreichen Infoständen auch mehrere Anlaufstellen für ausländische Gäste, wie das mexikanische Konsulat, denn an diesem Tag sollte vor allem das Miteinander gefeiert und forciert werden.


Der Bürgermeister dankte Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung, dass er Wort gehalten hatte. Bei einer früheren gemeinsamen Veranstaltung sei die Idee zwischen beiden entstanden, dieses Fest durchzuführen, der Minister versprach seinerzeit, das Fest bestmöglich zu unterstützen.


Bis zum Jahr 2030 werden im Saarland zusätzlich 4.000 Pflegekräfte benötigt. Der demografische Wandel und immer mehr Pflegebedürftige führen zu einer Überlastung. „Um diese Zahl und damit eine Verbesserung im Pflegebereich zu erreichen, müssen viele Maßnahmen ergriffen werden“, sagte Dr. Jung. Deshalb haben das UKS und der Winterberg bereits vor drei Jahren gemeinsam begonnen, ausländische Pflegekräfte ins Saarland einzuladen. Doch damit sei es nicht getan: „Uns muss klar sein, dass die Menschen, die zu uns kommen und uns helfen, hier auch ein Zuhause finden sollen. Sie müssen Teil unserer Gesellschaft werden, in Vereinen, in Nachbarschaften, sie sollen Freunde finden“, führte der Gesundheitsminister aus. Und genau hierfür war das Fest die beste Gelegenheit, auch als Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, die Menschen mit offenen Armen zu empfangen.


Passend dazu wurde am Morgen daher das Fest auch mit mexikanischen Klängen der Mariachi-Gruppe Dos Aguilas eröffnet, weitere Tanzdarbietungen, unter anderem der Gruppe „Souvenir“ mit Pflegekräften des UKS und einem Potpourri aus acht verschiedenen Ländern folgten und sorgten für ausgelassene Stimmung.


„Ohne Pflege geht es nicht und wir sind sehr froh, dass in den vergangenen Jahren bereits gut ausgebildete Kräfte aus Mexiko, Indien oder auch Jordanien zu uns gefunden haben“, sagten Forster und Jung. Das Fest sollte also auch für sie ein Dank sein und zur Integration beitragen. Dazu passte dann auch, dass der Bürgermeister mit dem Beigeordneten Manfred Rippel am Mittag gleich 16 neue Pflegekräfte aus Indien und Jordanien in Homburg begrüßen durfte: Sie bekamen von den Verwaltungschefs ein Willkommenspaket überreicht. Sie wurden herzlich von zahlreichen Menschen auf dem Marktplatz aufgenommen und konnten erste Kontakte in ihrer neuen Heimat knüpfen. Die hiesigen Gastronomen beteiligten sich mit speziellen Essens- und Getränkeangeboten an der Veranstaltung.


Doch auch die saarländische Kultur kam an diesem Tag nicht zu kurz: Kultfigur „Jolanda Jochnachel“ sorgte mit ihrem Auftritt für viele Lacher und die saarländische Bergbaukultur wurde den Anwesenden von der Knappenkameradschaft St. Barbara aus Bexbach, die - wie sich das im Saarland gehört – mit Bier, Weck und Lyoner für Kulinarik sorgte. Die Moderation der Veranstaltung übernahm der junge Journalist Paul Langer.


Am Nachmittag stellten sich einige Pflegekräfte auch ganz persönlich vor und berichteten aus ihrem Alltag und der Zusammenarbeit. Die mexikanische Generalkonsulin Cecilia Villanueva zog eine „positive Bilanz“ der bisher stattgefundenen Integrationsarbeit mexikanischer Pflegekräfte. Sie klärte über die Ausbildung in Mexiko und die Beweggründe der Menschen auf, die den Weg nach Deutschland bereits gefunden haben. „Wertschätzung der Pflege hat etwas mit Wahrnehmung zu tun. Und die erreicht man, wenn man die Menschen mitnimmt, informiert und begeistert“, erklärten Dr. Christian Braun, Ärztlicher Direktor des Winterberg-Klinikums, und Christian Müller, Leiter des Personaldezernats am Homburger UKS, warum sie bewusst dieses Fest nicht auf einem Klinikgelände stattfinden lassen, sondern „im Herzen Homburgs“.


Der Bürgermeister freute sich über die ausgelassene Stimmung und das Miteinander: „Ich lade Sie alle sehr gerne zu weiteren Veranstaltungen nach Homburg ein. Bald beginnt auch der Homburger Musiksommer, der ebenfalls die Gelegenheit zu geselligem und ausgelassenem Miteinander bietet!“

Bürgermeister Michael Forster und der Beigeordnete Manfred Rippel begrüßten 15 Inderinnen und eine Jordanierin mit Willkommenspaketen in Homburg.

v. l. n. r.: Moderator Paul Langer, Bürgermeister Michael Forster, die mexikanische Generalkonsulin Cecilia Villanueva und Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung.

Mexikanische Tanzgruppe von Mi Barrio e.V. von/mit Kindern.

  Veröffentlicht am: 17.04.2024 | Drucken