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Neue Kita entsteht am UKS - 70 Kinder - auch mit Erkrankungen - finden in der Einrichtung Platz

AWO Kita

Die Verantwortlichen des Kita-Neubaus stellten sich nach der Präsentation zum Gemeinschaftsfoto vor dem Gebäude auf.

Ein Kindergarten für insgesamt 70 Kinder, darunter auch maximal zehn mit chronischen Erkrankungen: dieses Projekt im fast fertigen Gebäude am Warburgring stellten die Verantwortlichen vergangene Woche vor. Es ist ein Gemeinschaftsvorhaben zwischen AWO, Stadt, Kreis und Uniklinik.
Eine große Rolle spielen auch die Themen Kneipp und Salutogenese. Hinter dem Gebäude entsteht eine große Anlage mit Barfußpfad, Kräuterbeet und allem, was dazu gehört. Die zukünftige Mitarbeiterin der Kita, Agata Nowinski, stellte das Konzept vor. Die künftige Leiterin der Einrichtung, Anne Strohm, erklärte, was es mit dem Begriff Salutogenese auf sich hat, nämlich die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Neben der Ernährung, Bewegung, eigener Achtsamkeit und dem Gefühl von Sicherheit zählt natürlich auch ein sinnvolles Raumkonzept.
Architekt Roland Damm stellte in einer Präsentation die Räume und seine Ideen dahinter vor. Die Kita ist barrierefrei, die Zuwegung erfolgt von der verkehrsberuhigten Von-Behring-Straße. Im Innenhof wird ein Spielplatz angelegt, es wird einen großen Therapieraum geben und im hinteren Teil den Erholungsbereich mit Kneipp-Anlage. Auch stellte Damm ein weiteres Kunstprojekt vor, das entstehen soll: das Bleistift-Mikado. Ein Künstler aus Köln hat dieses erfunden und bereits an mehreren Orten in ganz Deutschland verwirklicht. Die überdimensionalen Bleistifte eignen sich prima zum Klettern, Sitzen und Spielen.
Eröffnen soll die neue Kita Anfang 2019, „es sind auch noch Plätze frei“, teilte Heike Morbach, Kinderschutzbeauftragte der AWO, bei dieser Gelegenheit mit. Der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois zählte ebenfalls die Faktoren auf, die bei der Verwirklichung dieses Projekts eine große Rolle spielen werden: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese besondere Kita mit Leben füllen, und zum großen Teil auch die Eltern, mit denen ein wichtiger Austausch stattfinden wird. „Gerade bei den kranken Kindern sind wir auf das Wissen angewiesen, um sie optimal betreuen zu können“, meinte Heike Morbach. In Vollzeit werden auch zwei Kinderkrankenschwestern eingestellt, regelmäßige Fortbildungen der Mitarbeiter sind Voraussetzung.
Familienfreundlich werden auch die Öffnungszeiten sein, die vier Gruppen sind von 7 bis 17 Uhr geöffnet und bieten auch Randöffnungszeiten ab 6.30 Uhr und bis 19 Uhr an. „Dies findet in enger Zusammenarbeit mit der Kita in der Birkensiedlung statt“, so Morbach.
Der Kooperationsvertrag für dieses gemeinsame Projekt wurde 2012 unterschrieben. „Hier wurden sich viele Gedanken gemacht, es ist kein ‚null­acht­fünf­zehn‘-Kindergarten“, zeigte sich Landrat Dr. Theophil Gallo begeistert von den Eindrücken vor Ort. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind sprach sogar von einem „Vorzeigeprojekt“, das hier mit etwa drei Millionen Investitionssumme entstehen wird. Er lobte in dem Zusammenhang auch die Verbundenheit zwischen Kreis, Stadt, Universitätsklinikum und AWO. „Ich hoffe, dass der Rest der Bauphase unfallfrei verläuft, sodass wir bald Leben und Gewusel in der neuen Einrichtung haben werden“, meinte Schneidewind.

Veröffentlicht am: 21.08.2018 | Drucken