Topaktuell

Reparatur-Treff findet am 4. November statt

Weihnachtsflohmarkt in der Innenstadt am 5. Dezember

St. Martinsumzug am 11. November in der Innenstadt

Standesamt Homburg am 18. November geschlossen

Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2 - Oberbürgermeister Michael Forster eröffnete neue Ausstellung in der Kleinen Galerie des Stadtarchivs

In der kleinen Galerie im Stadtarchiv der Stadt Homburg in der Kaiserstraße hat Oberbürgermeister Michael Forster gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier eine neue Ausstellung eröffnet. Dabei handelt es sich um „Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2“.

 

Zu Beginn konnte OB Forster zahlreiche Gäste, darunter auch den Beigeordneten Peter Fuchs, mehrere Ratsmitglieder, Homburger Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige aus den Familien der ausgestellten Künstler begrüßen.

 

Michael Forster erinnerte zunächst an die Eröffnung der Galerie und den 1. Teil der Ausstellung vor gut drei Jahren und dankte dem Abteilungsleiter des Stadtarchivs, Michael Emser, der auch die Idee für die Galerie im Erdgeschoss des ehemaligen Rathauses hatte. Ebenso dankte er der Kuratorin für deren großes Engagement bei der Zusammenstellung der Werke und der Recherchearbeit zu den Künstlerinnen und Künstlern gemeinsam mit dem Team des Stadtarchivs. „Ich sehe es als Verpflichtung an, ein Kunstgedächtnis zu erstellen, um die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern auch aus vergangenen Zeiten zu zeigen“, betonte der Verwaltungschef.

 

Anschließend führte die Kuratorin Dr. Mathis-Sandmaier in die Ausstellung ein. Als Einstieg wies sie darauf hin, dass die Kunstsammlung im früheren Schloss Karlsberg mit rund 2.500 Werken legendär gewesen sei, durch die Folgen der Französischen Revolution jedoch zerstreut wurde. Nicht ganz so groß sei die Sammlung des Stadtarchivs, das seit 1983 die im Eigentum der Stadt befindlichen Werke Homburger Künstlerinnen und Künstler hüte. Dr. Mathis-Sandmaier ging auf die zehn Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Bezüge zu Homburg ein und erläuterte auch einzelne der in insgesamt drei Räumen ausgestellten Werke.

 

So bezeichnete sie Erwin Steitz als „Virtuosen des schwerelosen Strichs“ und erinnerte daran, dass der in Beeden geborene Ludwig August Deppe vor allem mit der Gestaltung von Kirchenfenstern bekannt wurde. Das künstlerische Hauptthema von Heinrich Fernau, in Bochum geboren und in den 1960er-Jahren nach Homburg gekommen, sei „die existenzielle Bedrohung der Menschheit“ gewesen, erläuterte die Kuratorin. Weiter führte sie aus, dass in den Werken von Hans Eugen Schwender, der in den 40er-Jahren in der Nähe des Konzentrationslagers Ausschwitz lebte, die Traumata seiner Jugend nachschwängen. Besonders ging sie auf Hermann Theophil Juncker, der als 1929 Geborener der jüngste aktuell ausgestellte Künstler sei, sowie Albert Fürst, ein.

 

Auch die Einflüsse der Künstlerinnen und Künstler aus Homburg und dem Saarland mit ihren französischen Bezügen auf die Künstlergruppen in Westdeutschland schilderte Dr. Mathis-Sandmaier. Hier war es besonders auch Albert Fürst, der als Mitglied der „neuen gruppe saar“ intensive Kontakte nach Düsseldorf pflegte, wo er von 1983 bis zu seinem Tod 2014 auch lebte.

 

„Die Künstlerinnen und Künstler leben in ihren Werken fort.“ Dies zu zeigen, sei Aufgabe des „Kunstgedächtnisses“ der Stadt, betonte sie abschließend. Nach der Einführung sahen sich die zahlreichen Gäste noch lange in der Galerie um und tauschten sich aus.

 

Wer sich die aktuelle Ausstellung in der Kleinen Galerie im Stadtarchiv anschauen möchte: geöffnet ist die Kleine Galerie in der Kaiserstraße 41 immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von neun bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung. Zu erreichen ist das Stadtarchiv unter Telefon (06841) 994625.

Oberbürgermeister Michael Forster mit Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier bei seiner Begrüßung der Gäste im Stadtarchiv.

Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier führte detailliert in die neue Ausstellung ein. Rechts neben dem OB steht Abteilungsleiter Michael Emser.

  Veröffentlicht am: 02.11.2026 | Drucken