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Delegation aus Homburg nahm in Saarbrücken Urkunde für das Deutsch-Türkische Tulpenfest entgegen

Wird die Geschichte des Deutsch-Türkischen Tulpenfestes in Homburg zumindest in Teilen neu geschrieben? Es würde nicht überraschen, hielten im kommenden Jahr im Stadtpark anlässlich des (mindestens) bi-nationalen Freundschaftsfestes Ende April auch Doppelweck und Schwenker offiziell Einzug.


Zumindest gesprochen wurde darüber aktuell bereits. Beim Get-together im Anschluss an die offizielle Auszeichnung des Festes, das in diesem Jahr wie fünf weitere Kulturformen des Saarlandes seinen Eintrag in der Liste des immateriellen Kulturerbes des Saarlandes erfuhr – neben dem bereits erwähnten Doppelweck und der Tradition des Schwenkens, neben den Barbarafeiern, dem Lehnenausrufen und dem Erbsenrad Wadrill sowie der bei der Feierstunde ebenfalls gewürdigten Bergmusik.


Die vom Beigeordneten Philipp Scheidweiler angeführte Homburger Delegation mit Klaus Friedrich, neben Nurettin Tan und dem anfänglich involvierten Markus Emser Initiator und treibende Kraft beim Fest, sowie Fatih Can und Ali Keyfoglua vom veranstaltenden Türkischen Elternbund Homburg und Umgebung e. V. sowie Hüseyin Kasikci scheinen den Wunsch der saarländischen Kultusministerin Christine Streichert-Clivot mit Leben erfüllen zu wollen. „Mein Wunsch wäre, dass Sie die Unterschiedlichkeit der Kulturformen in einem Netzwerk zusammenbringen“, hatte die Landespolitikerin formuliert, ehe sie den Vertretern der einzelnen Neueinträge in der Liste die entsprechenden Urkunden überreichte.


In Richtung der Homburger sagte Streichert-Clivot dabei: „Ich bin sehr glücklich über die Aufnahme des Festes, weil dies im besten Sinne der UNESCO die Vielfalt der Kulturen deutlich macht.“ In ihrem Lob für die Veranstaltung erinnerte die Ministerin auch an ihren Besuch in Homburg beim Tulpenfest vor gut zwei Wochen. Ihre Erwartungen seien weit übertroffen worden.


Homburgs Beigeordneter Philipp Scheidweiler dankte Streichert-Clivot für die Auszeichnung und die Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit, die hinter der Ausrichtung dieser Veranstaltung seit 2013 stecke. Von Anfang an sei das Fest ein mit Leben erfülltes Symbol für Verständnis und Miteinander.


Scheidweiler betonte: „Dass diese besondere Bedeutung auch saarlandweit wahrgenommen und erkannt worden ist, macht uns stolz und glücklich. Die besondere Würdigung, nämlich die Aufnahme des deutsch-türkischen Tulpenfestes in Homburg in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist der mehr als verdiente Lohn für die engagierte Arbeit aller, die sich hier einbringen.“ Er nutzte die Chance, „allen, die sich auf den Weg gemacht haben, dieses Ziel zu erreichen, und allen, die uns auf diesem Weg flankierend und hilfreich begleitet haben“, zu danken und betonte: „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für unsere Stadt und eine besondere Würdigung jahrelanger Anstrengung und vieler neuer Ideen. Und diese Auszeichnung ist auch ein sichtbares Zeichen für das lebendige und offene Miteinander, auf das wir in Homburg großen Wert legen.“


Wie sich das Fest von den ersten zarten Anfängen entwickelt und welche besondere Bedeutung dabei die Tulpe als Namensgeber hatte, hatte zuvor in der Aula der Hochschule für Musik Klaus Friedrich eindrucksvoll und mit Herzblut geschildert. Die Tulpe, die diesem Fest ihren Namen gibt, sei nicht nur ein schöner Frühlingsbote, sondern auch eine Pflanze mit Geschichte, denn diese Blume, in der Türkei „Lale“ genannt, habe ihren Weg im 16. Jahrhundert aus dem Osmanischen Reich bis in unsere Gärten gefunden – und sie gelte als Symbol für Liebe und Leben.
Friedrich sagte: „So wie die Tulpe über Ländergrenzen hinweg ihren Platz gefunden hat, soll auch dieses Fest eine verbindende Wirkung haben und ein Zeichen sein für die deutsch-türkische Freundschaft, für ein friedliches Miteinander, für einen offenen Dialog zwischen Kulturen, Generationen und Lebenswelten – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Religion.“ Er schloss mit der Feststellung, „dass das Tulpenfest als ein lebendiges Beispiel für gelungene Integration stehe - mit Offenheit, mit gegenseitiger Wertschätzung, engagiertem Handanlegen und mit Freude am miteinander Feiern und Erleben“. Hüseyin Kasikci auf der Saz, der türkischen Langhalslaute, und Ali Keyfoglua (Trommel) unterstrichen diese Worte mit türkischen Weisen musikalisch.

Saar-Kultusministerin Christine Streichert-Clivot, Homburgs Beigeordneten Philipp Scheidweiler, Fatih Can (Türkischer Elternbund Homburg und Umgebung e. V.) sowie Klaus Friedrich.

  Veröffentlicht am: 12.05.2026 | Drucken