Sie sind früh unterwegs, bei Wind und Wetter im Einsatz und leisten eine unverzichtbare Arbeit für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Homburg: die Mitarbeitenden des Homburger Baubetriebshofs (BBH). Ihr Arbeitseinsatz im Jahr 2025 hat eindrucksvollen Zahlen erbracht, die belegen, dass diese Aufgabe unverzichtbar ist und es leicht vorstellbar ist, wie es in der Stadt aussehen würde, wenn die Abläufe über längere Zeit nicht funktionieren würden.
So ergab die Bilanz des BBH für 2025, dass insgesamt 124.063 Leerungen von Biomülltonnen mit 120 Litern vorgenommen wurden und dabei 2.160,89 Tonnen Bioabfall zusammenkamen. Beim Restmüll wurde 109.716 Mal eine 120-Liter-Tonne geleert, dazu kamen 45.727 Tonnen mit 240 Litern sowie 5.654 Leerungen von 770-Liter-Containern und weitere 13.888 Leerungen von Containern mit einem Volumen von 1.100 Litern. Container mit 3,3 Kubikmetern sowie mit 5,5 Kubikmetern wurden 832 bzw. 104 Mal geleert. Mit den 516 Sackleerungen ergab sich eine Gesamtmenge von 6.074,16 Tonnen Restmüll. Dazu kamen noch 550,84 Tonnen abtransportierter Sperrabfall.
Bei den Einsätzen für die Müllabfuhr wurden sieben große Müllfahrzeuge eingesetzt. Dabei legten die sechs Verbrennerfahrzeuge rund 110.000 Kilometer zurück, das Elektromüllfahrzeug kam auf 12.303 Kilometer, so dass alle Fahrzeuge rechnerisch auf etwa drei Erdumrundungen kamen. Die Beschäftigten des BBH kamen auf 9.595 Einsatzstunden für das Leeren der verschiedenen Müllgefäße. Beim Sperrmüll waren die Kollegen nochmals 1.272 Stunden unterwegs. Allein weitere 1.639 Stunden ergaben sich aus den Transporten zur Müllverbrennung.
Ein immer noch wachsendes Problem stellen die illegalen Müllablagerungen dar. Exakt 504,84 Tonnen illegal abgeladener oder weggeworfener Müll wurde vom BBH 2025 eingesammelt. Diese Menge übersteigt nochmals den ohnehin schon hohen Wert aus dem Vorjahr, der bei 464 Tonnen lag. Damit bewegte sich der illegale Müll erneut in der Größenordnung des Sperrabfalls.
Der illegal entsorgte Abfall, der häufig auf Grünflächen oder in Wäldern abgeladen wird, macht den Mitarbeitenden des BBH besonders viel Arbeit, weil er oft nur schwer zugänglich ist und es zusätzliche Zeit und Mühe erfordert, diesen einzusammeln und dann ordnungsgemäß zu entsorgen.
„Es ist nicht nur eine immense Belastung für Natur und Umwelt, sondern auch ein Ärgernis für die gesamte Gemeinschaft“, betont die Leiterin des BBH, Claudia Ohliger, zumal manche Umweltsünder mehr Aufwand betreiben, um ihren Müll in abgelegenen Gebieten zu entsorgen, als wenn sie ihn legal im Wertstoffzentrum abgeben oder eine Abholung durch den Baubetriebshof anmelden würden.
„Ohne den dauerhaften Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre Homburg nicht so sauber und lebenswert. Sie sind die Helferinnen und Helfer, die oft im Hintergrund bleiben, aber eine unverzichtbare Aufgabe innerhalb unserer Stadt erfüllen“, sagt Oberbürgermeister Michael Forster. „Diese Arbeit, die trotz großer Bemühungen oft immer wieder von vorn beginnt, verdient unseren Respekt und auch unsere Unterstützung, indem wir versuchen sollten, gerade den Müll im öffentlichen Raum zu reduzieren.“
Neben der Müllentsorgung gehört auch die Pflege von Grünanlagen, Friedhöfen und Spielplätzen zu den Aufgaben des Baubetriebshofs. Für das Mähen städtischer Flächen fielen 2025 insgesamt 8.678 Stunden an, nochmals 7.272 Stunden wurden für die Laubentsorgung und 2.068 Stunden für das Wässern der Pflanzen in den Sommermonaten benötigt. Dazu kommt in der kalten Jahreszeit der Winterdienst mit den dazugehörigen Bereitschaftszeiten. Bisher war der BBH bereits mehr als 1.310 Stunden im Winterdienst im Einsatz.
Zum Aufgabenbereich des Baubetriebshofs gehören auch die Einsätze durch die Rufbereitschaft, die im vergangenen Jahr auf 50 Einsätze mit 102 Einsatzstunden zurückgingen, nach mehr als 100 Einsätzen im Jahr 2024. Bei diesen Einsätzen geht es darum, beispielsweise bei Extremwetterlagen oder bei Unfällen weitere Gefahren abzuwenden oder Ölspuren zu beseitigen.
Damit dies gelingt, ist der BBH darauf angewiesen, stets mobil zu sein. Die städtische Kfz-Werkstatt sorgt dafür, dass alle etwa 200 Fahrzeuge - von PKW, Transportern, Müllfahrzeugen, Kehrmaschinen bis zu den Fahrzeugen der Homburger Feuerwehr – einsatzbereit sind. Hinzu kommen nochmals rund 160 Kleinmaschinen wie Rasenmäher, Freischneider, Heckenscheren, Motorsägen und Laubbläser. Mit ihrem Fachwissen und Engagement stellen die Beschäftigten der Werkstatt sicher, dass der BBH seine vielfältigen Aufgaben zuverlässig erfüllen kann.
