Bis voraussichtlich 10. Mai wird die Kanalisation im Bereich der Wanderwege am Schlossberg umfassend saniert
Homburg radelt vom 30. Mai bis 19. Juni für ein gutes Klima!
Öffentliche Sitzung des Behindertenbeirates am 27. April 2026
Kleiderkammer bis 22. April geschlossen
Webenheimer Straße für mehrere Wochen gesperrt: Baumaßnahmen führen zu Einschränkungen bis Ende Mai
Firma RMG leert Gelbe Tonnen in einigen Bereichen später: Ausfälle bei Fahrern führt nach Auskunft des zuständigen Unternehmens zu Verzögerungen
Standesamt schließt am 21. April etwas früher
Mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen in der Fruchthallstraße im Zuge der Baumaßnahme.
Homburg geht einen weiteren Schritt hin zu einem modernen und tierschutzgerechten Umgang mit Stadttauben: Am Baubetriebshof ist jetzt ein neuer Taubenschlag in Betrieb. Gemeinsam mit dem Verein „Haus der Tauben Homburg e.V.“ hat die Stadt damit eine Lösung geschaffen, nachdem der bisherige Standort am Bahnhof von der Deutschen Bahn gekündigt worden war.
Bei einem gemeinsamen Termin besichtigten die städtische Beigeordnete für Jugend, Nachhaltigkeit und Tierschutz, Nathalie Kroj, Bürgermeister Manfred Rippel, die Leiterin des Baubetriebshofs Claudia Ohliger sowie Oliver Reis aus der Hochbauabteilung den neuen Taubenschlag. Vom Verein „Haus der Tauben Homburg e.V.“ waren Vorsitzende Laura Drumm und Doris Schwarz anwesend.
Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit und großen Engagements. Der Taubenschlag liegt in unmittelbarer Bahnhofsnähe auf städtischem Gelände und bietet aktuell Platz für rund 80 bis 90 Tauben. Er ersetzt den vorherigen Standort direkt am Bahnhofsgebäude, der über viele Jahre hinweg genutzt wurde. Auf die erste Information über die notwendige Räumung Ende 2024 folgten rund eineinhalb Jahren langwierige Verhandlungen mit der Bahn an, welche zu keinem gemeinsamen Ergebnis führten. Daher entschied sich die Stadt gemeinsam mit dem Verein, eine eigene Lösung auf den Weg zu bringen. Die neue Behausung, ein ausrangierter Bauwagen, wurde im September 2025 geliefert und seitdem hergerichtet und ausgebaut.
Die städtische Beigeordnete für Tierschutz Nathalie Kroj betont: „Solche Projekte zeigen, wie gut Tierschutz in der Praxis funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen, aber auch, wie langwierig der Weg zu einer Lösung sein kann. Ohne das enorme Engagement und Vertrauen des Vereins wäre das so nicht möglich gewesen.“
Der neue Taubenschlag ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Mit viel Einsatz hat der Verein „Haus der Tauben Homburg e.V.“ einen ehemaligen Bauwagen komplett umgebaut und in einen funktionalen, artgerechten Unterschlupf für die Tiere verwandelt. Unterstützung kam dabei auch von städtischer Seite – der Baubetriebshof stellte das Gelände bereit und half beim Ausbau, die Hochbauabteilung begleitete die Planung und unterstützte finanziell bei der Beschaffung von Material sowie beim Ankauf des Wohnwagens.
Vereinsvorsitzende Laura Drumm beschreibt den Weg dorthin so: „Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich die Tauben wirklich wohlfühlen. Dass wir dabei so eng und unkompliziert mit der Stadt – und besonders mit der Beigeordneten Kroj – zusammenarbeiten konnten, hat vieles erleichtert und am Ende den entscheidenden Unterschied gemacht.“
In den kommenden Wochen werden die Tiere nach und nach in den neuen Taubenschlag umgesiedelt. Danach beginnt der laufende Betrieb – mit einem bewährten Konzept: Neben der Fütterung übernehmen die Vereinsmitglieder auch das sogenannte Populationsmanagement, bei dem Taubeneier durch Attrappen ersetzt werden. So lässt sich die Zahl der Tiere langfristig tierschutzgerecht regulieren. Bereits in den vergangenen Jahren wurden auf diese Weise über 1.000 Eier ausgetauscht. Gleichzeitig werden verletzte oder kranke Tiere versorgt.
Der neue Standort ist dabei nicht das einzige gemeinsame Projekt: Seit 2025 betreut der Verein auch zwei weitere städtische Taubenschläge – auf dem Dach des Forums sowie am Stadtarchiv (ehemaliges Rathaus). Schätzungsweise über 100 Tauben nutzen aktuell die beiden bestehenden Schläge der Stadt und finden dort einen geschützten Platz zum Schlafen und Brüten. „Ein gut betreuter Taubenschlag hilft nicht nur den Tieren, sondern auch der Stadt insgesamt“, sagt Kroj. „Wir schaffen damit eine nachhaltige Lösung, die Konflikte reduziert und das Zusammenleben verbessert.“
Und der Blick geht bereits weiter: In enger Zusammenarbeit zwischen der Beigeordneten und dem Verein entstand die Idee, die Taubenschläge künftig stärker in die Bildungsarbeit einzubinden. Denkbar seien beispielsweise Besuche von Kinder- und Jugendgruppen, um Wissen über Stadttauben und den Tierschutz anschaulich zu vermitteln. Der Verein hat dazu bereits eine Anfrage von einem Kindergarten aus der Innenstadt erhalten. „Gerade junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren, ist uns wichtig. Verständnis ist die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren“, so Nathalie Kroj. Auf diese Weise ließen sich die verschiedenen Themenbereiche ihres Dezernats – von Jugend über Nachhaltigkeit bis hin zum Tierschutz – sinnvoll miteinander verknüpfen.
(v. l. n. r.) Bürgermeister Manfred Rippel, Oliver Reis (Hochbau), Claudia Ohliger (Leiterin Baubetriebshof), Laura Drumm (Vereinsvorsitzende „Haus der Tauben Homburg e.V.“), Beigeordnete für Jugend, Nachhaltigkeit und Tierschutz Nathalie Kroj sowie Doris Schwarz (Verein „Haus der Tauben Homburg e.V.“)
Fotos: Julie Jager/Stadtverwaltung
Blick in den Innenraum des neuen Taubenschlags: Der umgebaute Wohnwagen wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement funktional und artgerecht ausgestattet.
Vertreterinnen und Vertreter von Stadtverwaltung und Verein beim gemeinsamen Besichtigungstermin am neuen Taubenschlag am Baubetriebshof.
