Homburg wird im Juni zu einem wichtigen Austragungsort der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026. Einen Monat vor Beginn des größten inklusiven Multisport-Events Deutschlands informierten Vertreterinnen und Vertreter von Special Olympics Deutschland, des Saarlandes sowie der beteiligten Kommunen jetzt bei einer Pressekonferenz im Schlossberghotel auf dem Homburger Schlossberg über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
Vom 15. bis 20. Juni werden rund 4.300 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partner aus ganz Deutschland im Saarland erwartet. Die Wettbewerbe finden in insgesamt 27 Sportarten an 23 Sportstätten statt. In Homburg werden die Judo-Wettkämpfe im Sportzentrum ausgetragen. Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel betonte bei der Veranstaltung die besondere Bedeutung der Spiele für die Kreisstadt: „Für Homburg war schnell klar, dass wir nicht nur Austragungsort sein möchten, sondern auch Teil des Host-Town-Programs werden wollen. Die Werte der Special Olympics – Teilhabe, Begegnung und Inklusion – passen hervorragend zu unserer Stadt. Wir sehen darin eine große Chance, Menschen zusammenzubringen und ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.“
Im Rahmen des Host-Town-Programs wird Homburg bereits vor Beginn der Spiele eine Delegation aus Italien empfangen. Geplant sind Begegnungen mit Vereinen, Schulen und inklusiven Einrichtungen sowie kulturelle und sportliche Programmpunkte. „Wir möchten möglichst viele Begegnungsmöglichkeiten schaffen und unseren Gästen zeigen, wie offen und gastfreundlich Homburg ist“, so Rippel.
Ein Höhepunkt wird das große „Stadtfest der Inklusion“ am 13. Juni sein. Rund 35 Vereine und Institutionen beteiligen sich daran. Neben Mitmachangeboten und Bühnenprogramm sind unter anderem eine Blaulichtmeile, Aktionen in der Innenstadt sowie die Einbindung des Homburger Musiksommers vorgesehen. Auch der Fackellauf der Special Olympics wird an diesem Tag Station in Homburg machen. „Uns ist besonders wichtig, dass die Host-Town-Tage nicht nur für die Delegation stattfinden, sondern in die gesamte Stadtgesellschaft hineinwirken“, erklärte der Bürgermeister weiter. Dabei wies er auch auf eine Überraschung hin, die in Vorbereitung sei und über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen sorgen könnte. Was die Besucher erwartet, ließ er noch offen.
Und während der Spiele? „Wir hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Wettbewerbe im Sportzentrum besuchen und gemeinsam ein Zeichen für gelebte Inklusion setzen“, so Rippel.
Bereits im Vorfeld setzt Homburg auf inklusive Begegnungen. So fand am vergangenen Mittwoch erstmals ein inklusives Sportfest im Sportzentrum Erbach statt. Gemeinsam mit den Grundschulen Langenäcker und Luitpold sowie den Förderschulen Oberlin und Siebenpfeiffer stand dabei das gemeinsame sportliche Erleben im Mittelpunkt.
Saarlands Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost, unterstrich bei der Pressekonferenz die Bedeutung der Special Olympics für das gesamte Land. Die Spiele seien ein starkes Zeichen für Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zugleich verwies er auf umfangreiche Investitionen in die Sportstätten, die nachhaltig wirken und die Barrierefreiheit langfristig verbessern würden. „Die Special Olympics sind eine große Chance, das Saarland in einem anderen Licht zu zeigen“, sagte Jost. Er bedankte sich auch bei den Sponsoren und Unterstützern, ohne die eine Durchführung der Spiele kaum möglich wäre, unter anderem dem Gastgeber der Pressekonferenz, Giuseppe Nardi. Der Unternehmer sponsert die Spiele im Saarland allgemein und auch einzelne Aktivitäten im Rahmen der Special Olympics in Homburg.
Ralf Kirch, Geschäftsleiter der Nationalen Spiele Saarland 2026, sprach von einer „spürbar steigenden Vorfreude“ bei allen Beteiligten. Insgesamt werden rund 13.000 akkreditierte Personen erwartet. Mehr als 2.500 Volunteers aus ganz Deutschland unterstützen die Veranstaltung. Für die Eröffnungsfeier am 15. Juni im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken startet der Ticketverkauf am 25. Mai.
Teil der Spiele ist außerdem das Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes®“, das im Saarland mit Unterstützung des Universitätsklinikums des Saarlandes umgesetzt wird. Dabei erhalten Athletinnen und Athleten kostenfreie Gesundheitsuntersuchungen, Beratungsangebote und Präventionsinformationen. Angeboten werden unter anderem Seh- und Hörtests, Zahn- und Fußuntersuchungen, physiotherapeutische Beratung sowie Gesundheitschecks. Bis zu 350 Volunteers werden das Programm während der Spiele begleiten.
Für sportliche Vorfreude sorgte bei der Pressekonferenz auch die Homburger Basketballerin Louise Rohrer, die im Juni selbst an den Spielen teilnehmen wird. Sie freue sich besonders darauf, alte und neue Freunde kennenzulernen und zu treffen, gemeinsam Sport zu treiben und natürlich auch sportlich erfolgreich zu sein.
Mit Blick auf die kommenden Wochen zeigte sich Bürgermeister Rippel überzeugt: „Die Special Olympics werden für Homburg und das gesamte Saarland ein außergewöhnliches Ereignis. Wir freuen uns darauf, Gastgeber für viele Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus zu sein.“
v. l. n. r.: Saarlouis-Landrat Patrik Lauer, Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel, Ralf Kirch (Geschäftsleiter Nationale Spiele 2026 Saarland), Alexander Indermark (Präsident Special Olympics Deutschland), vorne: Athletin Louise Rohrer, Prof. Dr. Gentiana Wenzel (Universitätsklinikum des Saarlandes, Healthy Athletes-Programm), Peter Gerlich (Spartenleiter Judo im Stadtverband für Sport Homburg und Mitglied im ausrichtenden Orga-Team Special Olympics/Sportart Judo), Sponsor und Gastgeber der Pressekonferenz, Giuseppe Nardi, sowie Reinhold Jost (Minister für Inneres, Bauen und Sport) bei der gemeinsamen Pressekonferenz einen Monat vor Beginn der Special Olympics Nationale Spiele im Saarland.